Handball-Verbandsliga: Wichtige Punkte für den TSV Ladbergen
Sieg des Willens und des Herzens

Ladbergen -

Es geht doch! Der TSV Ladbergen kann doch noch gewinnen. Nach Niederlagen in Serie feierten die Verbandsliga-Handballer am Sonntagabend einen wichtigen Sieg gegen HSG Porta Westfalica. Aber bis zum Schluss war Zittern angesagt.

Sonntag, 12.02.2017, 20:02 Uhr

Nico Pötter (beim Wurf) war mit neun Toren ein wichtiger Faktor beim 31:30-Handballkrimi des TSV Ladbergen gegen Porta Westfalia.
Nico Pötter (beim Wurf) war mit neun Toren ein wichtiger Faktor beim 31:30-Handballkrimi des TSV Ladbergen gegen Porta Westfalia. Foto: Anika Leimbrink

Steine der Erleichterung, die in der Rottsporthalle zu Boden fielen. Dieser Sieg schmiert Balsam auf die geschundene Ladberger Handball-Seele. Hart umkämpfter Balsam, denn mit knappen 31:30 siegte der TSV gegen den Tabellensiebten Porta Westfalica am gestrigen Sonntagabend.

Die Vorzeichen hatten alles andere als auf Sieg gestanden. Trainer Jens Großpietsch blickte auf einen personell geschwächten Kader und improvisierte mit talentierten, aber noch nicht allzu spielerfahrenen Spielern aus der Kreisliga A. Das vor dem Hintergrund einer längeren Durststrecke, baute nicht gerade Optimismus im Vorfeld des Spiels auf. Doch den Kopf hängen lassen und den Willen zum Sieg einstellen, das ist nichts für die Heidedörfler. Oberste Divise der Partie gegen Porta : Kämpfen und keine halben Sachen machen. Auch wenn der Gegner in der Hinrunde einen deutlichen Sieg hatte einfahren können (17:35).

„Ich habe den Jungs gesagt, dass wenn wir es machen, dann volles Rohr“, wiederholte Großpietsch die klare Ansage im Spielvorfeld. Volles Rohr zeigten die Ladberger, auch wenn die ersten Spielminuten in der Hand der Gäste lagen. Doch der TSV setzte das Tempo sehr hoch an und störte unentwegt das taktische Spiel seines Gegners. Das sorgte für ein Kopf-an-Kopf-Rennen bei den Toren. Der Schlagabtausch endete kurzzeitig in der Halbzeitpause. Da lag Ladbergen noch ein Tor hinter Porta mit 13:14.

Zurück aus der Pause ging das kämpferische Spiel des TSV weiter. Dieser setzte die HSG deutlich unter Druck, sprengte die Abwehr bei jeder noch so kleinen Chance und verwandelte Tore. Dazu zeigte sich der Torwart Tino Hakmann ungemein stark und parierte die Würfe des Gegners. In der 44. Minute Spielhälfte konnte der TSV so zwei Punkte in Führung gehen (23:21) und erhöhte kurze Zeit später auf drei Tore Vorsprung. Das zwang Porta zu einer Auszeit, half aber nicht viel weiter.

Spiel-Statistik

TSV Ladbergen: Hakmann, Kaiser - Ruthenschröer, Richter, (1), Meyer, Hackmann, Kuckhermann (2), Beckmann (4), Dellbrügge (7/2), Schröer (5), König, Friese (2), Alkenane (1), Pötter (9/1).

 

HSG Porta Westfalica: Finke, Dönnecker - Müller (2), Arning (3/1), Tariq (1), N. Held (6), Böker (2), Naumann, Glissmann, Göpfert, Tretzack (4), T. Held, Hohlfeld (9/3), Busse (3).

 

Spielverlauf: 0:1, 1:1, 1:2, 2:2, 3:2, 3:6, 4:6, :7, 5:7, 5:8, 8:8m 8:9, 10:9, 10:11, 11:11, 11:13, 12:13, 12:14, 13:14 - 14:14, 14:15, 16:15, 16:16, 17:16, 17:17, 19:17, 19:18, 20:18, 20:19, 21:19, 21:20, 22:20, 22:21, 23:21, 23:22, 25:22, 25:23, 26:23, 26:24, 27:24, 27:26, 29:26, 29:28, 30:28, 30:29, 31:29, 31:30.

 

Siebenmeter: TSV (3): Dellbrügge (2), Pötter (1) – Porta (4): Hohlfeld (3), Tariq (1).

 

Zeitstrafen: TSV (4): Richter (2), König, Pötter– Porta (5): Müller, Naumann, Glissmann, Göpfert, Busse.

 

Rote Karte: König (TSV).

...

Denn Ladbergen kämpfte unerschrocken weiter, auch als Maxi König mit einer roten Karte vom Platz musste. Im Gegenteil. Jetzt erst recht, schienen sich die Heidedörfler gesagt zu haben und setzten das vielleicht etwas wilde, aber mit sehr viel Willen geprägte Spiel weiter um. So ein Spiel kostet nicht nur Nerven, sondern auch Kraft. „Noch etwas länger hätte die Partie nicht gehen dürfen“, wusste Großpietsch. Am Ende zahlte sich die Anstrengung aber aus. Die Zuschauer jubelten, zeigten sich absolut zufrieden mit der couragierten Leistung ihres TSV und deren Trainer sagte nach Spielschluss ganz klar: „Dieser Sieg war heute ein Sieg des Willens und des Kollektivs“.

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