Handball-Verbandsliga: Abwärtstrend gestoppt
Balsam für die TSV-Seele

Ladbergen -

Das waren schon keine Steine mehr, das waren Felsbrocken, die Trainer, Spieler und Anhang des TSV Ladbergen am Sonntagabend von den Herzen gekullert sind.

Dienstag, 14.02.2017, 20:02 Uhr

Jonas Beckmann (am Ball) war einer der Spieler aus der zweiten Reihe, die am Sonntag mächtig Dampf gegen Porta Westfalica machten und so einen wichtigen Anteil am ersten Sieg in diesem Jahr hatten.
Jonas Beckmann (am Ball) war einer der Spieler aus der zweiten Reihe, die am Sonntag mächtig Dampf gegen Porta Westfalica machten und so einen wichtigen Anteil am ersten Sieg in diesem Jahr hatten. Foto: Anika Leimbrink

Nach fünf Schlappen in Serie, davon alleine die ersten vier Spiele im neuen Jahr, hatten die Ladberger Verbandsligahandballer verloren. Und auch für das Spiel am Sonntagabend gegen Porta Westfalica standen die Vorzeichen schlecht.

„Das war schon eine Riesenfreude. So etwas haben wir während der gesamten Saison noch nicht erlebt“, ist TSV-Trainer Jens Großpietsch auch zwei Tage nach dem 31:30-Erfolg noch in Feierlaune. „Die Zuschauer waren total aus dem Häuschen. Das hatte keiner der Truppe zugetraut.“ Großpietsch hatte den Ausfall wichtiger Spieler (es fehlten Philipp Wüller , Lukas Holdsch, Florian Ostendorf, Johannes Große-Schute) zu verkraften. „Ich musste drei A-Jugendliche auf die Bank setzten, damit der Gegner sieht, dass wir einen vollen Kader haben“, so der Trainer. „Das Hinspiel hatten wir schon klar verloren. Aber das ist vielleicht der Schlüssel zum Erfolg gewesen.“ Großpietsch glaubt, dass Porta den TSV auch leicht unterschätz hat.

Die Zuschauer waren total aus dem Häuschen. Das hatte keiner der Truppe zugetraut.

Jens Großpietsch

Erfreut konnte der TSV-Coach feststellen, dass seine Schützlinge sich doch weiterentwickelt haben. „Das war schon ganz gut in der Deckung und im Angriff. Leute, wie Jonas Beckmann, den wir aus der Kreisliga geholt habe, haben mächtig Dampf gemacht“, staunte der Trainer nicht schlecht. „Wir haben jetzt schon zwei Mal hintereinander eine starke Leistung gezeigt. In Hüllhorst hat nur die Krönung gefehlt“, meint Großpietsch. „Es wäre eine Katastrophe gewesen, wenn das am Sonntag auch schief gegangen wäre.“

Die zwei Punkte nach fünf Siegen, in denen die TSVer mit leeren Händen dastanden, sind richtig Balsam für die Seele. Jetzt kommen die Spieler auch wieder mit einem Lächeln im Gesicht zum Training. „Jetzt kann ich sie wieder foltern“, kündigt Großpietsch augenzwinkernd an. Der Sieg tut auch deshalb gut, weil es jetzt zum Spitzenreiter nach Bielefeld geht. Dort muss der TSV am kommenden Samstagabend (17.45 Uhr) antreten. „Auch da werden Wüller und Holdsch noch fehlen. Es sieht also nicht viel besser aus. Aber ich werde mir auch da etwas einfallen lassen“, meint Großpietsch. „Im Hinspiel haben die uns hier zu Hause abgezogen. Vielleicht nehmen sie es ja am Samstag auch ein wenig locker“, hofft der TSV-Coach. „und so lange wir nicht stark ins Hintertreffen geraten, haben wir auch dort eine Chance. Und danach kommen dann die richtig wichtigen Spiele“, guckt Großpietsch nach vorne. Beim nächsten Heimspiel ist der Vorletzte TuS Spradow zu Gast in der Rottsporthalle (Sonntag, 5. März, 18 Uhr). Und eine Woche darauf kommt der TSV Hahlen.

„Besonders schön war es, dass wir endlich wieder zu Hause gewonnen haben. Das ist uns ja nur gegen Altenbeken gelungen. Wir müssen uns bei den Zuschauern für die tolle Unterstützung bedanken!“ sagt Großpietsch.

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