Handball-Verbandsliga: TSV Ladbergen 30:26 gegen Harsewinkel
Ein Sieg, der kaum noch hilft

Ladbergen -

Noch einmal an allen Kabeln ziehen hatte sich Ladbergens Trainer Jens Großpietsch vorgenommen. Gegen die TSG Harsewinkel wollte der TSV vor allem eines: Einen Sieg für einen versöhnlichen Abschied.

Sonntag, 30.04.2017, 20:04 Uhr

Vollversammlung am Gäste-Wurfkreis, Robin Dellbrügge (links) sucht die Lücke zum Tor. Acht mal hat er am Ende getroffen und damit maßgeblichen Anteil am Sieg des TSV.
Vollversammlung am Gäste-Wurfkreis, Robin Dellbrügge (links) sucht die Lücke zum Tor. Acht mal hat er am Ende getroffen und damit maßgeblichen Anteil am Sieg des TSV. Foto: Annika Leimbrink

Der gelang den Heidedörflern am Samstagabend in einem nervenaufreibenden und bis zur letzten Minute spannenden Spiel. Wohlverdiente 30:26 standen schlussendlich für Ladbergen zu Buche.

Der Spielbeginn ließ nicht auf solch ein positives Ende hoffen. „Der Start war katastrophal“, zog Jens Großpietsch Resümee. Der Gast aus Harsewinkel schien den TSVlern davon zu eilen, setzte sich klar in Führung. 7:2 lautete zwischenzeitlich die Punkteanzeige. In der 16. Spielminute zog Großpietsch dann die Auszeit. Das rüttelte den TSV wach und die Ladberger setzten die geforderte Taktik vom schnellen Spiel mit hohem Tempo gekonnt um. In der 23. Spielminute dann die ersehnte Führung (11:10). Das hielten die Heidedörfler durch und verabschiedeten sich mit einer 12:13 Führung in die Halbzeitpause.

Ladbergen setzte in der zweiten Spielhälfte da an, wo es vor der Pause aufgehört hatten. Hohes Tempo, Angriffslust und Kampfgeist. Schnelles Spiel, eine immer stärker werdende Deckung und ein mutiger Angriff bescherten dem TSV den Erhalt der Führung. Harsewinkel konterte, hatte aber mit dem erwachten Ladberger Können doch zu kämpfen. Da half auch nicht der zweitligaerfahrene Keeper Johnny Daehne im Tor. Der hielt zwar einige der TSV-Schüsse, kassierte aber auch ebenso viele.

In der 46. Minute dann eine erneute Zeitstrafe für Harsewinkel. Plötzlich stand der Gast nur noch mit fünf Spielern auf dem Spielfeld. Die Unterzahl nutzte Ladbergen und vergrößerte seine Führung schließlich auf 26:24. Bis zur letzten Minute zeigte die Großpietsch-Mannen, dass ihre Fans, die sich auch an dem ungewöhnlichen Spieltermin (Samstags anstatt Sonntags) zahlreich in der Rottsporthalle versammelt hatten, zurecht stolz auf eine kämpferische Mannschaft sein dürfen. So verfeinerten sie den wohltuenden und von Standing Ovations begleiteten Sieg mit einem Endergebnis von 30:26.

„Das war ein wohlverdienter Sieg“, freute sich Großpietsch sichtlich. Er kennt Harsewinkel, das nur 15 Kilometer von seiner Haustür entfernt liegt. Eine junge Mannschaft wie Ladbergen. Eine Mannschaft die in die Partie am Samstag ohne großen Druck ging, denn sie hatte ihren Klassenerhalt gesichert. Ladbergen blickt immer noch eher den Abstieg entgegen als dem Verbleib in der Verbandsliga. Dennoch zeigte sich Großpietsch sehr zufrieden.

„Trotz all den bösen Vorzeichen, insbesondere den kurzfristigen Spielerausfällen, hatte ich ein gutes Gefühle“, erzählt Großpietsch. Nicht nur das im Vorfeld des Spiels ein Spieler krankheitsbedingt ausfiel, Mohammed Alkenane verletzte sich unglücklicherweise beim Aufwärmen und fehlte Großpietsch als aktiver Spieler ebenfalls. „Das Spiel hat gezeigt, dass wir vieles gelernt haben. Das war richtig gut und ich bin mächtig stolz auf diese Leistung“, lauten die anerkennenden Worte von dem TSV Trainer.

Der Sieg dürfte dem TSV indes nicht viel helfen, denn Konkurrent Spradow siegte ebenfalls (31:24 gegen Steinhagen) und hat damit weiterhin drei Punkte Vorsprung auf den TSV. Bei nur noch zwei Spielen ist das kaum noch zu stemmen.

Die Statistik

TSV Ladbergen: Hakmann, Kaiser - Große-Schute (3), Richter, Wüller (4), Holdsch (1), Beckmann (3), Dellbrügge (8/3), Schröer (5), Kuckhermann (3), König (1), Friese (2), Alkenane.

 

TSG Harsewinkel: Daehne, St. Claire - Mühlbrandt (3), Hilla (4), Kalter (5/3), Doherty, Meyer, Dreiszis (2), Borwn, S. Bröskamp, Aperdannier (1), Pelkmann (2), F. Broeskamp (6).

 

Spielfilm: 0:2, 1:2, 1:5, 2:5, 2:7, 4:7, 4:8, 8:8, 8:9, 9:9, 9:10, 11:10, 11:11, 12:11, 12:12, 13:12 - 13:13, 14:13, 14:15, 15:15, 15:16, 17:16, 17:17, 18:17, 18:18, 19:18, 19:19, 19:20, 21:20, 21:21, 22:21, 22:22, 23:22, 23:23, 25:23, 25:24, 27:24, 27:25, 29:25, 29:26, 30:26.

 

Siebenmeter: TSV (3): Dellbrügge (3 verwandelt) – TSG (4): Kalter (3) verwandelt, Meyer (1 verworfen).

 

Zeitstrafen: TSV (4): Wüller (2), Schröer, König – TSG (4): St. Claire, Doherty, Aperdannier, Pelkmann.

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