Handball: Verbandsliga 1
Abstieg für den TSV Ladbergen endgültig besiegelt

Ladbergen -

Der TSV Ladbergen steigt aus der Handball-Verbandsliga ab und kämpft in der kommenden Saison in der Landesliga um Punkte. Am Samstag verloren die Heidedörfler mit 32:38 (12:20) und müssen nach einjähriger Zugehörigkeit die Verbandsliga wieder verlassen.

Sonntag, 07.05.2017, 00:05 Uhr

Julian Schröer (rechts) traf zehn Mal in Steinhagen, Philip Wüller (vier Mal). An der klaren Ladberger Niederlage in Steinhagen änderte das aber nichts.
Julian Schröer (rechts) traf zehn Mal in Steinhagen, Philip Wüller (vier Mal). An der klaren Ladberger Niederlage in Steinhagen änderte das aber nichts. Foto: Alfred Stegemann

Jetzt ist es endgültig: Der TSV Ladbergen steigt aus der Handball-Verbandsliga ab und kämpft in der kommenden Saison in der Landesliga um Punkte. Zwar musste sich auch der Drittletzte TuS Spradow in Rödinghausen geschlagen geben, der TSV hätte am Samstag bei der Spielvereinigung Steinhagen aber gewinnen müssen, um weiterhin eine Chance auf den Ligaverbleib zu haben. Das schaffte die Mannschaft von Trainer Jens Großpietsch nicht. Sie verlor mit 32:38 (12:20) und muss nach einjähriger Zugehörigkeit die Verbandsliga wieder verlassen.

„Natürlich ist das schade“, meinte der Coach. „Wer steigt schon gerne ab. In kompletter Besetzung wäre vielleicht etwas möglich gewesen. Aber wir waren stark ersatzgeschwächt. Dafür hat die Mannschaft gut gekämpft und alles gegeben. Das war ehrenhaft, mehr war einfach nicht drin.“

Lukas Holdsch war zwar dabei, konnte aber nur in der Abwehr eingesetzt werden. Jonas Beckmann, Mohmaed Alkenane und Nico Pötter fehlten ganz. Trotz vier fehlender Rückraumspieler wusste der Angriff zu überzeugen. 32 Tore sprechen eine deutliche Sprache. Dafür bekamen die Heidedörfler keinen Zugriff in der Deckung. Immer wieder entkamen die flinken Hausherren den behäbig verteidigen Gästen. Insbesondere Kasper Robin war nicht zu halten, der mit 16 Treffern den TSV fast im Alleingang bezwang. Tino Hakmann und Philipp Beckschäfer im Tor hielten, was möglich war. An den beiden hat es nicht gelegen. Bei einer derart löchrigen Abwehr aber waren auch sie machtlos. „Es war quasi ein Tag der offenen Tür. Der Geist war willig, das Fleisch war schwach“, fasste Großpietsch zusammen. Der geht übrigens zurück zu seinem Heimatverein TG Hörste und übernimmt dort verschiedene sportliche Aufgaben. Trainieren wird er dort dann zudem die zweite Herrenmannschaft.

Zwar besorgte Julian Schröer in Steinhagen die 1:0-Führung. Dann zogen die Hausherren auf und davon. Sie führten nach 20 Minuten mit sechs (15:9) und zur Pause mit acht Toren (20:12).

Nach dem Seitenwechsel konnten die Heidedörfler die Partie zwar ein wenig offener gestalten, dem Spiel eine Wende zu geben, schafften sie aber nicht mehr. Zumindest aber ließen sie sich nicht auseinander nehmen. „Davor muss ich den Hut ziehen“, verteilte Großpietsch letztlich doch noch ein Pauschallob.

TSV Ladbergen: Hakmann, Beckschäfer - Große-Schulte (3), Ruthenschröer, Wüller (4), Holdsch, Dellbrügge (1), J. Schröer (10), Kuckhermann (8), König (4), Friese (2).

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