Handball: Verbandsliga 1
Trainer Jens Großpietsch: „Habe mich wohl gefühlt beim TSV Ladbergen“

Ladbergen -

Zwei Jahre war Jens Großpietsch Trainer des TSV Ladbergen. Gleich im ersten Jahr schaffte der mit der Mannschaft den Aufstieg in die Verbandsliga, musste aber gleich wieder absteigen. Im Interview blickt auf seine Zeit in Ladbergen zurück.

Freitag, 12.05.2017, 00:05 Uhr

Jens Großpietsch nimmt heute nach zwei Jahren als Trainer des TSV Ladbergen Abschied.
Jens Großpietsch nimmt heute nach zwei Jahren als Trainer des TSV Ladbergen Abschied. Foto: Penno

Zwei Jahre war Jens Großpietsch Trainer des TSV Ladbergen. 2015 nach der Absage des bereits verpflichteten Dirk Elschner eingesprungen, erwies sich Großpietsch als Glücksgriff für den TSV. Gleich im ersten gemeinsamen Jahr gelang der Aufstieg in die Verbandsliga. Allerdings folgte der direkte Wiederabstieg. Dennoch blickt der Ostwestfale auf zwei schöne Jahre im Heidedorf zurück. Vor dem letzten Saisonspiel am heutigen Samstag ab 18 Uhr in der Rott-Sporthalle gegen CVJM Rödinghausen sprach Sportredakteur Alfred Stegemann mit dem scheidenden Trainer.

Sie waren zwei Jahre Trainer des TSV Ladbergen. Welches Fazit ziehen Sie?

Jens Großpietsch: Sehr positiv. Ich habe mich wirklich wohl gefühlt. Dass wir die erste Saison dann auch noch mit dem überraschenden Aufstieg nach einem 20:0-Punkte-Lauf krönen konnten, war natürlich fantastisch. Es lief nicht immer alles rund, aber es war eine schöne und wertvolle Erfahrung, die ich nicht missen möchte. Ich komme ja aus Ostwestfalen und kannte das Münsterland kaum. Jetzt weiß auch da Bescheid

Was würden Sie neben dem Aufstieg als größten Erfolg bezeichnen?

Großpietsch: Da gab es einige schöne Siege. An erster Stelle denke ich an das 39:22 in Ibbenbüren als wir aufgestiegen sind. Die ISV war die einzige Mannschaft, die uns in der Landesliga eine Heimniederlage beigebracht hat. Dann fegen wir die so aus deren Halle. Das war klasse. Auch der Auswärtssieg nach einer Schwächephase in der Verbandsliga in Harsewinkel war beeindruckend.

Und die größte Enttäuschung?

Großpietsch: Natürlich der Abstieg und einige Niederlagen zuletzt wie in Steinhagen oder gegen Spradow, als ich das Gefühl hatte, dass die Mannschaft nicht alles aus sich herausholt. In beiden Spielen hätten wir mehr erreichen können, aber es sollte nicht sein. Und dann war da natürlich die oft schwache Trainingsbeteiligung. Häufig waren nur sieben oder acht Spieler beim Training. Da kann man keine taktischen Dinge einstudieren. Das hat sich dann leider allzu oft in den Spielen wieder gespiegelt.

Was glauben Sie, kann der TSV in Zukunft noch erreichen?

Großpietsch: Natürlich ist einiges möglich. Ich weiß nicht, wie viele Spieler bleiben. Vielleicht muss man sich erst konsolidieren. Aber die Landesliga sollte auf jeden Fall machbar sein. Achten sollte man auch immer auf den Nachwuchs. Da muss in Zukunft mehr aus der Jugend kommen. Und die Trainingsbeteiligung sollte besser werden.

Am Samstag steigt das letzte Saisonspiel gegen CVJM Rödinghausen. Sie und einige Spieler werden verabschiedet. Was wünschen Sie sich für ihren finalen Auftritt in Ladbergen?

Großpietsch: Rödinghausen hat von den letzten acht Spielen nur eins gegen Jöllenbeck verloren. Einen stärkeren Gegner im letzten Saisonspiel hätten wir gar nicht haben können, zumal mit Dellbrügge und Alkenane beide Linkshänder fehlen. Wir kämpfen mit stumpfen Waffen gegen einen überragenden Kontrahenten. Da rechne ich mir nicht allzu viel aus. Ich wünsche mir einfach, dass sich die Mannschaft gut verkauft und einen ordentlichen Auftritt hinlegt. Ich habe mich wohlgefühlt in Ladbergen und möchte mich entsprechend verabschieden.

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