Fußball: Kreispokal-Endspiele im Tecklenburger Land
„Die werden kratzen und beißen“

Tecklenbuger Land -

Für die Einen ist das vielleicht größte Spiel der Clubgeschichte, für die Anderen schon beinahe Routine. Während der A-Ligist TuS Graf Kobbo Tecklenburg zum ersten Mal das Finale erreicht hat, strebt Landesligist Preußen Lengerich den Titel-Hattrick an (Samstag, 17.30 Uhr in Lienen).

Freitag, 02.06.2017, 18:06 Uhr

Vor einem Jahr setzte sich der SC Preußen Lengerich gegen den damaligen A-Ligisten Arminia Ibbenbüren erst nach Elfmeterschießen durch (5:4) und feierte die erfolgreiche Titelverteidigung.
Vor einem Jahr setzte sich der SC Preußen Lengerich gegen den damaligen A-Ligisten Arminia Ibbenbüren erst nach Elfmeterschießen durch (5:4) und feierte die erfolgreiche Titelverteidigung. Foto: Stefan Daviter

„Ja, das ist für uns etwas ganz Besonderes“, sagt Klaus Bienemann , Trainer der Kobbos. „Alle freuen sich schon sehr darauf. Wir haben auch viel organisiert. Wir werden gemeinsam nach Lienen fahren, zwei Busse sind voll. Darunter sind auch viele aus der Jugendabteilung.“ Das sei auch ein Beleg für den Zusammenhalt im Verein, so der Trainer. Für Bienemann selbst ist das Kreispokalfinale jedoch kein Neuland. Mit den Sportfreunden Lotte feierte er als Trainer 2008 den letzten Pokalsieg des heutigen Drittligisten auf Kreisebene.

Seit 2009 nehmen die Sportfreunde als Regionalligist nicht mehr am Kreispokal teil. Die Blau-Weißen sind seitdem für den Westfalenpokal gesetzt. In den Westfalenpokal zieht seitdem auch nur noch der Kreispokalsieger ein und darf auf ein attraktives Los hoffen. Das bekam vor einem Jahr der SC Preußen, als er in Runde eins die Sportfreunde zu Gast hatte und nach großem Kampf nur mit 2:3 verlor.

„Deshalb wollen wir auch diesmal wieder den Pokal holen und unsere gute Saison mit dem vierten Platz in der Landesliga krönen“, erklärt Lengerichs Trainer Christian Hebbeler . Für ihn ist es nach vier Jahren Trainertätigkeit in Lengerich („Fußballerisch die schönste Zeit meines Lebens!“) auch ein Abschiedsspiel. Hebbeler wechselt zum 1. Juli als sportlicher Leiter zum TuS Bersenbrück. „Etwas Wehmut ist schon dabei“, meint der SCP-Coach. „Aber ich hatte ja genug Zeit, mich darauf vorzubereiten.“

Der TuS Tecklenburg (rote Trikots) will sich so teuer wie möglich verkaufen.

Der TuS Tecklenburg (rote Trikots) will sich so teuer wie möglich verkaufen. Foto: Jörg Wahlbrink

Einig sind sich beide Trainer, dass die Preußen am heutigen Samstag als klarer Favorit ins Spiel gehen. Klaus Bienemann, der sich die Lengericher im letzten Heimspiel gegen den VfL Senden angesehen hat („Da kommt eine riesige Wucht auf uns zu!“), sagt aber auch: „Wir fahren nicht nach Lienen, um nur dabei zu sein, sondern wir wollen uns richtig einbringen. Aber jeder von uns muss und wird alles geben.“ SCP-Coach Hebbeler geht davon aus, dass die Kobbos “kratzen und beißen“ werden. „Aber darauf sind wir vorbereitet. Wenn wir das Spiel konzentriert angehen, dann dürfte es kein knappes Ergebnis geben“, ist er von den eigenen Stärken überzeugt.

Der Weg ins Finale

TGK Tecklenburg

1. Runde:

TGK - Leeden/Ledde 4:2

2. Runde:

TGK - VfL Ladbergen 2:0

Viertelfinale:

TGK - SV Büren 5:1

Halbfinale:

TGK - ISV 3:2

SC Preußen Lengerich

1. Runde:

W. Hopsten - SCP 1:8

2. Runde:

Falke Saerbeck - SCP 0:4

Viertelfinale:

SC Halen - SCP 1:4

Halbfinale:

A. Ibbenbüren - SCP 2:3

...

Während der A-Ligist in bester Besetzung antreten kann („Ein paar Blessuren gibt es zwar, die sollten aber bis Samstag alle geheilt sein“, so Bienemann), muss Lengerich auf einige Stammkräfte wie Martin Fleige, Dennis Greif, Sascha Höwing, Valon Beqiri, und wohl auch noch Timo Wiesch verzichten. „Wir werden genug Leute aufbieten“, so Hebbeler.

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