Fußball: Kreisspruchkammer entscheidet
HSV-Spieler werden gesperrt

Ein Jahr und zwei Monate Sperre sowie eine anschließende Bewährung bis 2020 – so lautet das Urteil der Spruchkammer des Fußballkreises Tecklenburg gegen zwei Spieler des SV Halverde.

Freitag, 14.07.2017, 00:07 Uhr

Ein Jahr und zwei Monate Sperre sowie eine anschließende Bewährung bis 2020 – so lautet das Urteil der Spruchkammer des Fußballkreises Tecklenburg gegen zwei Spieler des SV Halverde, die nach der Partie der Kreisliga A zwischen dem HSV und den Sportfreunden Lotte 2 am vorletzten Spieltag den Linienrichter der Partie, einen Spieler der Sportfreunde, nach dem Schlusspfiff tätlich angegangen sein sollen. Es war die zweite Verhandlung in dieser Sache. Die erste war vertagt worden, weil die Beteiligten nicht erschienen waren.

Zur zweiten Verhandlung waren die beschuldigten Halverder Spieler gekommen, der angegriffene Linienrichter war nicht da, hatte aber eine schriftliche Erklärung vorgelegt. Die Spruchkammer hörte viele Zeugen, ein Dolmetscher wurde benötigt, da die beiden beschuldigten Albaner der deutschen Sprache nicht mächtig gewesen seien, so der Spruchkammer-Vorsitzende Horst Gerseker. Ob sie tatsächlich vom aus dem Kosovo stammenden Linienrichter übel beleidigt worden sind, wie sie behaupteten, und wie sich der Konflikt entwickelt und abgespielt hat, darüber konnte keine Klarheit erzielt werden, zu sehr widersprachen sich die Aussagen der Zeugen.

Die einzige neutrale Aussage sei die des Schiedsrichters gewesen, dass die beiden beschuldigten Halverder Spieler nach Spielschluss auf den Linienrichter eingeschlagen hätten, so der Spruchkammer-Vorsitzende Horst Gerseker. Daher habe man sich für die Sperre von einem Jahr und zwei Monaten entschieden, allerdings nicht die Höchststrafe (drei Jahre Sperre) verhängt, sondern den Rest zur Bewährung ausgesetzt. Die Kosten des Verfahrens, die der SV Halverde zu tragen hat, stehe noch nicht fest, da die Rechnung des Dolmetschers noch ausstehe.

Beim SV Halverde ist man über das Urteil „tief enttäuscht“, wie der Mannschaftsverantwortliche Franz-Josef Garmann sagt. Dass eine Bestrafung der Halverder Spieler herauskommen würde, damit habe man gerechnet, dass aber die alleinige Schuld und die Kosten beim SV Halverde lande, das könne er nicht verstehen. Ob der kleine HSV das Urteil annehme, darüber sei noch keine Entscheidung gefallen. „Wir lassen das Ganze erst einmal sacken“, so Garmann.

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