Fußball: Kreisliga A Tecklenburg
Melchers: „Ein angeschlagener Boxer“

Tecklenburger Land -

Der 12. Spieltag der Kreisliga A bietet am Sonntag interessante Paarungen. In Ladbergen kommt es zum Derby gegen die Preußen-Reserve, der TGK Tecklenburg erwartet Westfalia Hopsten und der BSV Brochterbeck will gegen Arminia 2 punkten.

Freitag, 20.10.2017, 17:10 Uhr

Das kämpferische Element dürfte am Sonntag auch im Derby zwischen dem VfL Ladbergen (orangene Trikots) und der Lengericher Reserve zur Geltung kommen.  
Das kämpferische Element dürfte am Sonntag auch im Derby zwischen dem VfL Ladbergen (orangene Trikots) und der Lengericher Reserve zur Geltung kommen.   Foto: Jörg Wahlbrink

Einen Blick auf die Tabelle erspart sich Ralf Scholz momentan. Vielmehr schaut der Trainer des SC Dörenthe mit seiner Elf „von Woche zu Woche“, der erhoffte Befreiungsschlag in dieser Saison blieb bislang aus. Am Sonntagnachmittag unternimmt der DSC den nächsten Anlauf, wenn er um 15 Uhr in der Kreisliga A auf den Ex-Klub von Ralf Scholz, den VfL Eintracht Mettingen trifft. Auch die weiteren Partien des 12. Spieltages beginnen am Sonntag um 15 Uhr, dabei will unter anderem Westfalia Hopsten beim Gastspiel in Tecklenburg beweisen, dass der 1:0-Erfolg gegen Dreierwalde zuletzt keine Eintagsfliege war.

TGK Tecklenburg -

Westfalia Hopsten

„Für die strukturell so schwachen Gegebenheiten ist unsere Stimmung noch sehr gut“, meint TGK-Coach Bienemann mit Blick auf das kommende Spiel gegen die Westfalia aus Hopsten. Gemeint ist der momentane Umbau des Platzes mitsamt Kunstrasen, dies sorgt dafür, dass die Mannschaft zurzeit in Leeden trainiert und ihre Spiele austrägt. Zur guten Stimmung beigetragen wird wohl auch der 10:1-Kantersieg bei der Reserve der Arminia Ibbenbüren aus der vergangenen Woche, für das Spiel gegen Hopsten müsse sich sein Team aber vermehrt auf das Verhindern der Konter einstellen, so Bienemann, der sich auch an das letzte Spiel erinnert: „Damals haben wir 0:3 gegen Hopsten verloren und wussten aufgrund unserer Überlegenheit nicht warum.“ Neben den Langzeitverletzten werden die beiden Akbas-Brüder ausfallen, beide sind in der Türkei, Aus persönlichen Gründen fällt am Sonntag auch Oral Dogru aus.

BSV Brochterbeck -

A. Ibbenbüren 2

BSV-Coach Gerd Voß spricht vom „wichtigsten Spiel des Jahr“, eine richtungsweisende Begegnung ist es allemal. Einen fußballerischen Leckerbissen erwarten dabei weder Voß noch sein Amtskollege Andre Wichert. „Wer die größere Kampfbereitschaft zeigt wird das Spiel gewinnen“, ist sich der BSV-Coach sicher. Dabei wollen die Hausherren den Schwung aus dem überraschenden 2:1-Triumph in Büren mitnehmen, als Voß eine deutliche Steigerung gegenüber den Vorwochen wahrnahm. „Wir waren sehr kopfballstark, hatten einen überragenden Torwart und waren eng an den Leuten dran“, sah er einige vielversprechende Ansätze. Sei Team habe bewiesen, dass es „in der Liga bestehen kann.“ Gegen den Aufsteiger rechnet er mit einem ganz anderen Spiel, „wir werden mehr nach vorne spielen müssen“ (Voß). Dabei sei die Gefahr groß in Konter zu laufen, dass müsse man unter allen Umständen verhindern am Sonntag. Fehlen wir den Gastgebern im so wichtigen Abstiegskrimi mit Jan-Philipp Koliska das Herzstück im Mittelfeld, auch Verteidiger Oliver Ventker (Nasenbeinbruch) fällt bis auf Weiteres aus.

VfL Ladbergen -

Preußen Lengerich II

„Lengerich ist immer für zwei drei Tore gut, das ist gefährlich“, warnte VfL-Coach Peter Melchers in der Vorbereitung auf das Spiel am Wochenende gegen das Reserveteam der Preußen. Anstoß ist dennoch zuhause und an der Königsbrücke wollen die Ladberger bekanntlich nie gerne Punkte abgeben, taten dies zuletzt beim 2:2 in Mettingen aber und gehen als Tabellenachter ins Spiel gegen den Vorletzten, der mit neun Pleiten aus zehn Spielen als „angeschlagener Boxer“ (Melchers) in die Partie gehen. Vorletzter sind die Preußen auch nur deswegen,weil die Lotteraner U23 noch aufgelistet ist. Die Stimmung im VfL-Kader sei gut vor dem Spiel, einige Spieler spielten in der Vergangenheit bei den Preußen und seien daher extra motivieret. Fehlen wird dem Trainer der gesperrte Jannik Potthoff sowie Eyke Schwarz und Tommy Schwinzer, beide sind im Urlaub.

SC Dörenthe –

Eintracht Mettingen

„Aus den nächsten drei Spielen müssen wir was mitnehmen“, redet Ralf Scholz nicht lange um den heißen Brei herum. Dafür sei es notwendig, endlich einmal über 90 Minuten eine konzentrierte Leistung abzurufen. „30 richtig gute Minuten in jedem Spiel sind auf Dauer einfach zu wenig“, sagt Scholz. Das die Dörenther aufgrund immer neuer Verletzungen ständig in der Zentrale wechseln müssen, sei einer von vielen Gründen für den derzeitigen Negativlauf. Bei den Gästen will der neue Trainer Tobias Stenzel wieder „mit einer kompakten Mannschaftsleistung zum Erfolg kommen.“ Aufpassen müsse die Eintracht vor allem auf die „flinken Dörenther Spieler“ wie Kenan Zeqiri,

Schwarz-Weiß Esch –

SV Büren

„Wir wissen um den Ernst der Lage. Es wird jetzt dringend Zeit die Kurve zu bekommen“, nimmt SWE-Trainer Bruno Kitroschat seine Mannen in die Pflicht. Nach dem „enttäuschenden Auftritt“ gegen Saerbeck (1:4) sei eine deutliche Leistungssteigerung von Nöten, um die Bürener in Gefahr zu bringen. „Eine richtig gut besetzte Truppe, vor allem außen und im Sturm. Da müssen wir einen Top-Tag erwischen“, sagt Kitroschat. Der Gegner agiere mit viel „Leidenschaft und Emotionen“, da gelte es gegenzuhalten.

SVC Laggenbeck -

SV Halverde

„Wir stehen schon etwas unter Druck, wir wollen oben dranbleiben“, sieht SVC-Coach Nico Fehlhauer die Seinen unter Zugzwang. Die Pleite in Saerbeck wurmte ihn mächtig, zumal seine Elf erneut eine „richtig gute Leistung“ abgeliefert hatte. Die Entwicklung und das Auftreten stimmen ihn aber sehr zuversichtlich, „die Mannschaft ist sehr stabil, die Niederlage wird uns definitiv nicht umwerfen“, glaubt Fehlhauer fest an den nächsten Dreier.

Brukt. Dreierwalde -

SC Hörstel

Es ist das erste Derby seit geraumer Zeit und es ist das Duell zweier spielstarker Mannschaften. SCH-Coach Mirco Heger freut sich auf das Duell mit dem Nachbarn. Da sich in den vergangenen Jahren mit Stella Bevergern, Brukteria Dreierwalde (beide Abstieg in die B-Liga) und Teuto Riesenbeck (Aufstieg in die Bezirksliga) die Lokalrivalen Stück für Stück aus der Kreisliga A verabschiedet haben, „haben wir richtig Lust auf das erste Derby seit längerem“.

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