Fußball: Kreisliga A
SC Dörenthe setzt sich im Derby auf dem Kleeberg durch

Tecklenburger Land -

Obwohl die Begegnung zunächst gar nicht den Anschein machte, feierte Westfalia Hopsten beim Letzten der Kreisliga A, Preußen Lengerich 2, ein echtes Schützenfest und siegte im Nachholspiel am Ostermontag mit 11:0.

Montag, 02.04.2018, 20:04 Uhr

Der BSV Brochterbeck (rote Trikots) verlor das Derby gegen den SC Dörenthe mit 1:2.
Der BSV Brochterbeck (rote Trikots) verlor das Derby gegen den SC Dörenthe mit 1:2. Foto: Jörg Wahlbrink

Außerdem gelang dem SC Dörenthe ein 2:1-Derbysieg in Brochterbeck. Der VfL Ladbergen verlor bei SW Esch mit 4:5. Spitzenreiter SC Hörstel musste sich in Schierloh mit einem 0:0 zufrieden geben.

BSV Brochterbeck -

SC Dörenthe 1:2

Viele Torchancen boten BSV und DSC im Derby den gut 200 Zuschauern am Kleeberg. Mit dem besseren Ende für den SC Dörenthe. „Es war ein packendes Derby“, fand Brochterbecks Trainer Gerd Voß. Seine Elf legte los wie die Feuerwehr, traf in der 1. Minute bereits die Latte durch Oliver Tenberg, danach das Tor zum 1:0 durch Sebastian Fölling nach einem Eckball. Nach weiteren Chancen verflachte das Spiel, bis Dörenthe einen abgefälschten Freistoß von Rodrigo Pinto zum 1:1-Ausgleich nutzte (26.). Christian Krüer stand vor der Pause frei vor dem Tor, nach dem Seitenwechsel hatte der BSV eine Großchance per Kopf. Dann aber traf Krüer für Dörenthe nach 75 Minuten zum 2:1. „Wir haben danach aufgemacht, es gab auf beiden Seiten noch viele Chancen“, sah Voß eine unterhaltsame Partie, allerdings mit dem besseren Ende für den DSC. „Dörenthe war spielerisch besser, der Sieg ist verdient“, gratulierte Voß fair. Seiner Mannschaft wollte er keinen Vorwurf machen, da sie bis zum Schluss gekämpft habe.

Tore: 1:0 Fölling (1.), 1:1 Pinto (26.), 1:2 Krüer (75.).

Preußen Lengerich 2 -

Westfalia Hopsten 0:11

„Eigentlich“, sagte Hopstens Trainer Christoph Meyer , „sind wir nicht gut reingekommen. Man hat gemerkt, dass Ostern war.“ Nach hinten sei es vernüftig gewesen, nach vorne habe Hopsten wenig stattgefunden. Trotzdem hatte die Westfalia das Glück, dass sämtliche drei Torschüsse in Halbzeit eins Treffer waren. Max Mause machte nach zehn Minuten den Anfang mit einem Strafstoßtor. Zwei Mal Steffen Roling sorgte für die 3:0-Pausenführung. „Wir haben uns dann zusammengesetzt und gesagt, dass es so nicht geht, so seltsam wie das kling. Wir wollten uns vernünftig präsentieren“, sagte Meyer. Christian Rocho legte das 4:0 nach (47.), ab der 70. Minute fielen die Hopstener Tore wie am Fließband. „Lengerich hat sich völlig aufgegeben. Wir hätten sogar noch mehr Tore schießen können, aber das wäre der Geschichte zu viel gewesen. Ich bin vom Ergebnis komplett überrascht, in der Halbzeit sah es nicht danach aus“, so Christoph Meyer. „Manchmal ist Fußball nicht erklärbar.“

Tore: 0:1 Mause (10./Foulelfmeter), 0:2, 0:3 Roling (20., 31.), 0:4 Rocho (47.), 0:5 Uphaus (70.), 0:6 Roling (73.), 0:7 Niemann (75.), 0:8, 0:9 Roling (80., 82.), 0:10, 0:11 Visse (85., 86.).

SW Esch -

VfL Ladbergen 5:4

Nach 90 Minuten lagen die Hausherren noch mit 3:4 hinten und drehten das Spiel dann noch in der Nachspielzeit. Zuvor hatte Esch drei Führungen aus der Hand gegeben. „Unfassbar! So etwas habe ich noch nicht erlebt, das war total verrückt“, konnte auch Heimtrainer Bruno Kitroschat kaum glauben, was sich auf dem Platz abgespielt hat. Neben der kuriosen Torfolge hatte das Spiel auch zwei Rote Karten zu bieten: Beim Stande von 3:2 für die Gastgeber sah zunächst Esch-Akteur Malte Lietmann wegen groben Foulspiels Rot (53.), bevor in der 65. Minute beim Stande von 3:3 VfL-Keeper Julian Baaske wegen Handspiels außerhalb des Strafraums frühzeitig vom Platz geschickt wurde. „Defensiv war das der Tag der offenen Tür – bei beiden Mannschaften. Wir haben eine super Moral gezeigt. Ladbergen tut mir etwas Leid. Am Ende hat nicht die bessere, sondern die glücklichere Mannschaft gewonnen“, fasste Kitroschat sein Wechselbad der Gefühle zusammen.

Tore: 1:0 Jostmeier (7.), 1:1 Weikert (13.), 2:1 Cmok (22.), 2:2 Zeciri (31.), 3:2 Holthaus (36.), 3:3 Qoraj (62.), 3:4 Richter (74.), 4:4 Meyer (90.+1), 5:4 Thiemann (90.+4).

A. Ibbenbüren 2 -

SC Hörstel 0:0

DJK-Trainer André Wichtert und sein Team jubelten nach dem Schlusspfiff: „Mit diesem Kader haben wir es wirklich gut gemacht. Großes Lob an die Truppe, zum vierten Mal hintereinander zu Null gespielt.“ Sein Gegenüber, Hörstels Trainer Sebastian Bruns, fand: „Uns hat die letzte Konsequenz gefehlt, daran sieht man, ob man will oder nicht.“ Der Gegner habe alles reingehauen, weil es gegen den Abstieg gehe, deshalb habe sich viel im Kopf abgespielt, so Bruns. Der Wille bei Arminia, denen einen Punkt zu behalten, sei größer gewesen als der der Hörsteler, alle drei Zähler mitzunehmen. Die Arminen spielten laut Wichert „ganz anders als sonst“. Sie standen tief gestaffelt, überließen Hörstel zwar die Kontrolle, doch der SC zeigte auf dem Boden, der sicherlich kein A-Liga-Niveau hatte, kaum Kreativität im Herausspielen der Torchancen. Die besten Möglichkeiten für Hörstel hatten Patrick Brösker vor und Stefan Seiler nach der Pause. „Da hat uns Robin Peters den Punkt gerettet“, so André Wichert.

Tore: Fehlanzeige.

SV Büren -

Eintracht Mettingen 1:0

Büren hatte laut Trainer Marcel Czichowski sechs Spieler auf dem Platz, die letztes Jahr noch in der A-Jugend gespielt haben, dazu zwei Akteure, die auch in dieser Saison noch für die Junioren spielberechtigt sind. Dementsprechend stolz war Czichowski auf seine Jungs, die sich in seinen Augen das 1:0 gegen Mettingen erkämpft haben. Stellvertretend für die jungen Wilden zeichnete mit Nicholas Imsiepen einer der A-Jugendlichen für das Tor des Tages verantwortlich (58.). Zum Ende hin mussten die Bürener, deren Wechselkontingent verletzungsbedingt bereits nach 54 Minuten erschöpft war, zwar etwas zittern und durften sich bei Torwart Nick Gumenschaimer, der den Sieg mit einer Glanzparade festhielt, bedanken, aufgrund der kämpferischen Leistung sei der Sieg dennoch verdient gewesen, so Czichowski.

Tore: 1:0 Imsiepen (58.).

Falke Saerbeck -

SV Halverde 0:3

Keine echte Chance ließ der Tabellendritte Falke Saerbeck den Abstiegsgefährdeten vom SV Halverde. Zur Halbzeit führten die Falken mit 1:0 durch Felix Steuer (28.), hintenraus in Durchgang zwei machte die Althaus-Elf dann ihre Asprüche deutlich und hält damit Anschluss an das Spitzenduo. Bei vier Punkten Rückstand auf den Zweiten aus Laggenbeck hat Saerbeck noch zwei Begegnungen mehr zu absolvieren.

Tore: 1:0 Steuter (28), 2:0 Puckert (78.), 3:0 Schubert (80.).

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