Pferdesport: Reiten und Gespannfahren
Riesenbeck bewirbt sich als ständiger DM-Standort?

Riesenbeck/Tecklenburger Land -

Nach dem Turnier ist vor dem Turnier: Wie geht es weiter mit Riesenbeck International?

Montag, 24.06.2019, 00:00 Uhr aktualisiert: 24.06.2019, 19:18 Uhr
Anna Sandmann und ihre deutschen Vierspänner-Kollegen könnten auch zukünftig und dauerhaft in Riesenbeck ihren nationalen Meister ermitteln. Der Ausrichter befindet sich in Gesprächen mit dem Verband.
Anna Sandmann und ihre deutschen Vierspänner-Kollegen könnten auch zukünftig und dauerhaft in Riesenbeck ihren nationalen Meister ermitteln. Der Ausrichter befindet sich in Gesprächen mit dem Verband. Foto: Jan Kappelhoff

Wenn man die Sieger sprechen hört nach den Prüfungen, dann verlieren sie nur lobende Worte über Veranstalter und Veranstaltung. Das ist in der Konstellation vielleicht auch nicht total verwunderlich, aber dennoch ist eigentlich keine Kritik zu hören, wenn Sportler und Verantwortliche über das Sommerturnier von Riesenbeck International sprechen. Das war auch im dritten Jahr so, in dem die drei Disziplinen Fahren, Springen und Dressur so vereint sind.

In den vergangenen fünf Jahren hat sich das Turnier maßgeblich verändert. Bis zum Jahr 2014 war es das Reit- und Fahrsportfestival „Riesenbeck International“, das der Zucht-, Reit- und Fahrverein Riesenbeck ausrichtete. Immer unter der Schirmherrschaft von Baron Constantin Heereman und Familie Kerkhoff. Danach folgten ein Jahr reines Fahrturnier und zusätzlich ein erstmaliges internationales Springturnier in den neuen Hallen mit Gastgeber Ludger Beerbaum . Im Jahr 2016 pausierte das Turnier im Sommer, um neu sortiert im Jahr 2017 wieder auf den Plan zu treten. Dann in der heutigen Form mit Fahren, Springen und Dressur, ausgerichtet von der Riesenbeck International GmbH.

Was bringt die Zukunft? Die Frage stellt sich unweigerlich. Denn schon zum zweiten Mal in drei Jahren wurde die Deutsche Meisterschaft der Vierspänner in Riesenbeck ausgefahren. Bei der Siegerehrung wurde in den Grußworten von Dr. Philipp Freiherr Heereman, Hörstels Bürgermeister David Ostholthoff sowie Rudolf Temporini als FN-Vertreter vorsichtig angedeutet, was sich während des Wochenendes noch etwas eindeutiger herumsprach: Riesenbeck hat die Bereitschaft signalisiert, die Deutschen Meisterschaften als fester Standort über einen längeren Zeitraum auszutragen. Das ist zwar auch für andere Orte attraktiv, aber Riesenbeck hat sich bewährt und würde die Meisterschaft im Vierspänner-Fahren gerne an der Surenburg etablieren. Gespräche zwischen Ausrichter und Verband laufen.

Das Team in der Organisation jedenfalls ist eingespielt, die Abläufe klar, die Fäden laufen bei Turnierleiter und Geschäftsführer Karsten Lütteken zusammen, der besonnen und rational agiert.

Auf ihn verlässt sich auch der 2. Geschäftsführer der GmbH, nämlich Ludger Beerbaum. Für Stillstand und zu viel Ruhe ist der vierfache Olympiasieger nicht bekannt. Dennoch bleibt fraglich, ob das Springturnier auch weiter wachsen soll. Aus dem CSI2*- könnte ein CSI5*-Turnier werden, das würde dann auch die absolute Weltelite der Springreiter anlocken. Doch dafür wären einschneidende Veränderungen vonnöten, wie beispielsweise Baumaßnahmen am Stadion (Überdachung des Walls, weitere Tribünen), eine Optimierung der nicht immer kurzen Wege zu den Stallungen und die Akquise noch vieler weiterer Sponsoren, ohne die das nicht umzusetzen wäre. So ist das Turnier jetzt hochklassig, aber irgendwie auch entschleunigend und nahbar. Es ist nichts Negatives zu hören. Andererseits sind sie auch ehrgeizig in Riesenbeck ...

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