Handball: Landesliga
Knapper Sieg gegen Vreden

Ladbergen -

So manch einer auf der Tribüne wird sich die Augen gerieben haben: Es läuft die 54. Minute in der Ladberger Rott-Sporthalle. Auf der Anzeige steht eine knappe Führung für den TSV, sechs Minuten vor Abpfiff steht es 30:29.

Sonntag, 01.12.2019, 21:43 Uhr
Maxi König (links) gewann mit dem TSV Ladbergen 30:28 gegen Westfalia Kinderhaus.
Maxi König (links) gewann mit dem TSV Ladbergen 30:28 gegen Westfalia Kinderhaus. Foto: Luca Pals

Und dann läuft der Konter: Über die linke Offensivseite können sich die Gäste aus Vreden durchsetzen, kommen in die gefährliche Zone und scheitern mit einem strammen Wurf an der Latte – Ausgleich verpasst. Der letzte Warnschuss für den Gastgeber. Am Ende gewinnen die Ladberger 33:30 – zur Halbzeit (18:10) waren derlei Spannungsfaktoren nicht zu erahnen.

Der TSV musste auch am Sonntag auf Spieler wie Lennart Friese und Andre Hollenberg verzichten, ansonsten ist die Truppe voll im Saft. In den vergangenen Wochen haben sich die Mannen von Coach Holger Kaiser wieder nach oben in der Tabelle gearbeitet. Der TV Vreden als Tabellenletzter kommt da schon als dankbares Frischfleisch in die Arena gewandert. Und so sieht es auch erst einmal aus: Leon Ludwigs und mehrmals Maximilian König vom Siebenmeterpunkt werfen sich in den ersten 30 Minuten warm - nur wenige Bälle wie einen Wurf aus zweiter Reihe von Robin Dellbrügge vergeben die Heidedörfler.

TSV-Coach Kaiser lobt nach Abpfiff die Mentalität seines Teams in den ersten 30 Minuten: „Unser taktisches Konzept hat sich in der ersten Hälfte bewährt. Da konnte man sehen, was wir können, wenn sich jeder an seine Vorgaben hält.“

Jeder an seine Vorgaben halten – das war vor allem nach Wiederanpfiff nicht immer der Fall. Kaiser: „Das war typisch dafür, wenn man denkt, ein Spiel sowieso schon gewonnen zu haben. Da haben wir viel zu lässig gespielt. Aber ich sage immer: In der Landesliga kann jeder jeden schlagen. Auch wenn Vreden Letzter ist – das ist eine starke Truppe.“ Besonders im Abschluss nach Tempogegenstößen gaben sich die Weißhemden keine Blöße. Hatte Dustin Mechelhoffs, Ladbergens Nummer Eins zwischen den Pfosten, noch in den ersten 30 Minuten des Öfteren beweisen können, was er drauf hat, war er nun meist chancenlos. Frank Steinkamp, TVV-Coach, zeigte sich zufrieden nach Schlusspfiff: „Ladbergen ist einfach ein starker Gegner. Das wir so zurückgekommen sind, das zeigt, dass wir uns niemals aufgeben werden. Es gibt Mut für die Zukunft.“

Wie bereits beschrieben wurde es zwischenzeitlich ziemlich eng – nur das Aluminium rettete den Gastgeber vor dem Ausgleich. Es war zum Ende erneut Leon Ludwigs, der seinen Teil zum Sieg beitrug – vier Treffer innerhalb von drei Minuten.

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