Fußball: Kreisliga A Tecklenburg
SW Lienen: Ein Neuer im Trainertrio

Lienen -

Das ist nicht alltäglich, dass ein Trainertrio einen Club in der Kreisliga A coacht. Beim Aufsteiger Schwarz-Weiß Lienen ist das aber eine richtige Erfolgsgeschichte geworden. Zur neuen Saison wird einen Wechsel geben.

Donnerstag, 16.01.2020, 17:11 Uhr aktualisiert: 16.01.2020, 17:48 Uhr
Das aktuelle Lienener Trainertrio Andreas Horstmeier (Zweiter von rechts), Maik Horstkotte (rechts) und dahinter Sebastian Ruwisch (verdeckt) bleibt nur noch bis zum Saisonende beisammen. Dann hört Horstmeier auf.
Das aktuelle Lienener Trainertrio Andreas Horstmeier (Zweiter von rechts), Maik Horstkotte (rechts) und dahinter Sebastian Ruwisch (verdeckt) bleibt nur noch bis zum Saisonende beisammen. Dann hört Horstmeier auf. Foto: Walter Wahlbrink

Seit der Saison 2018/2019 haben Andreas Horstmeier, Maik Horstkotte und Sebastian Ruwisch gemeinsam das Sagen. Alle drei lösten Pascal Heemann ab, den es vor anderthalb Jahren wieder zurück zum Nachbarn SC Preußen Lengerich gezogen hatte.

Wir aber kam es überhaupt zu dieser ungewöhnlichen Konstellation? „Als Pascal Heemann wegging, haben wir überlegt, wie regeln wir die Nachfolge“, erinnert sich SW Lienens Fußballobmann Joachim Lunow . „Da fiel die Wahl auf Maik Horstkotte und Sebastian Ruwisch.“ Beide, die zuvor lange Jahre die SWL-Jugend und die zweite Mannschaft trainiert hatten, hätten dann angeregt, auch Andreas Horstmeier mit ins Boot zu holen. Gesagt, getan. Seitdem wird SWL eben von einem Trio trainiert – mit Erfolg!

Gleich in der ersten Saison gelang nach einem packenden Finale der Aufstieg in die Kreisliga A. Und dort haben sich die Schwarz-Weißen in der Hinrunde nicht nur etabliert, sie sorgen auch oft für frischen Offensivfußball. Selbst wenn der Gegner mal 4:0 vorne liegt, darf er sich gegen die Lienener Rasselbande alle andere als sicher fühlen. Diese dreht schon mal kurzerhand das Spiel. Mit 21 Punkten liegen die Schwarz-Weißen in der Winterpause somit voll im Soll. 13 Punkte beträgt der Vorsprung auf die Abstiegsplätze. Wenn in der Rückrunde alles halbwegs normal läuft, sollten die Lienener da auch nicht mehr in Bedrängnis geraten.

Das lösen die immer so. Da gibt keiner alleine die Richtung vor.

Joachim Lunow

Einen Chef innerhalb des Trainertrios gibt es übrigens nicht, Das unterstreicht auch Joachim Lunow. „Das lösen die immer so. Da gibt keiner alleine die Richtung vor“, sagt der Fußballobmann. Allerdings wird dieses Trio über die Saison hinaus keinen Bestand mehr haben. Andreas Horstmeier möchte im Frühjahr aus privaten Gründen aufhören, wie Lunow bestätigt. Maik Horstkotte und Sebastian Ruwisch bleiben an Bord – aber nicht alleine. Dennis Buddenkotte, bisher noch Altherrenobmann, wird ab 1. Juli in das Trio hinein befördert. Somit bleibt numerisch doch wieder alles beim Alten in Lienen.

Saisonvorbeitung

Am 20. Januar ist beim A-Liga-Aufsteiger SW Lienen wieder Trainingsstart. Da die Lienener noch im alten Jahr die Partie gegen in Halen (2:4) vorgezogen hatten, starten sie erst zwei Wochen später in die Fortsetzung der Rückrunde am 1. März. Bis dahin soll in vier Testspielen der Feinschliff erfolgen: 25. Januar (13 Uhr) bei Viktoria Gesmold, 31. Januar (19.30 Uhr) gegen Mettingen 3, 8. Februar (15 Uhr) gegen Bor. Emsdetten 2, 15. Februar (15 Uhr) gegen BSV Ostbevern.

...

Das habe sich halt so bewährt, meint Lunow. „Wir bleiben damit bei der vereinsinternen Lösung“, erklärt er. „Sie kennen alle den Verein und die Spieler gut. Sie haben die Jungs auch schon vorher in der Jugend trainiert. Warum sollen wir da jemanden von außen holen“, stellt Lunow als Frage in den Raum. „Da weiß man ja auch nicht, ob das gut geht.“ Horstkotte und Ruwisch gehen somit in ihr drittes Jahr als Chefcoaches. Und Buddenkotte wird in ihrer Mitte wohlwollend aufgenommen.

Nickolas Kull wechselt in der Winterpause von Preußen Lengerich zum A-Liga-Rivalen SW Lienenn

Nickolas Kull wechselt in der Winterpause von Preußen Lengerich zum A-Liga-Rivalen SW Lienenn Foto: Günter Tierp

Doch nicht nur im Trainerteam tut sich etwas am Postdamm. In der Winterpause wurde die Mannschaft auch noch personell verstärkt. Von Preußen Lengerich kehrt Nickolas Kull zu seinen Wurzeln zurück. Er hat in der Jugend bei den Schwarz-Weißen das Fußball-ABC erlernt, bevor es ihn als A-Jugenddlicher nach Georgsmarienhütte verschlug. Von dort wiederum wechselte Kull zu den Lengericher Preußen. „Nickolas hatte seinen Wechselwunsch schon im Herbst mitgeteilt“, sagt Lunow.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7197972?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F3661143%2F94%2F35346%2F
Nachrichten-Ticker