2. Liga
Thioune: „Wir müssen uns erst einmal wehren“

Osnabrück -

Der VfL Osnabrück erlitt durch die 1:3-Heimniederlage gegen den SV Sandhausen einen Dämpfer. Wie hat der VfL diesen Rückschlag weggesteckt? Eine Antwort auf diese Frage erfolgt beim Gastspiel in Darmstadt am Sonntag.

Freitag, 31.01.2020, 17:54 Uhr aktualisiert: 31.01.2020, 17:56 Uhr
Anas Quahim und der VfL wollen in Darmstadt die ersten Punkte in diesem Jahr einfahren.
Anas Quahim und der VfL wollen in Darmstadt die ersten Punkte in diesem Jahr einfahren. Foto: dpa

Ein Wechsel in der Startelf des VfL Osnabrück steht fest, weitere sind im zweiten Spiel des Jahres nicht auszuschließen. „Es wird sehr dynamisch bleiben“, kündigte VfL-Trainer Daniel Thioune vor dem Spiel beim SV Darmstadt 98 (Sonntag, 13.30 Uhr) an.

„Darmstadt hat zuhause erst zwei Spiele verloren hat, eins im Pokal, eins in der Liga. Das wird eine Herausforderung“, sagte Thioune. „Genau gegen Gegner wie Darmstadt müssen wir Punkte einsammeln. Dann halten wir sie auf Distanz.“

Vier Zähler und zwei Plätze Vorsprung hat der VfL als Tabellenneunter auf die „Lilien“, die seit fünf Spielen auf einen Sieg warten. Ganz so lang ist die Osnabrücker Durststrecke nicht, aber „wenn man Heidenheim mit einrechnet, haben wir keinen guten Start in die Rückrunde gehabt“, stellt Thioune fest.

Mit einem 1:3 hatte sich der VfL in die Winterpause verabschiedet, mit einem 1:3 gegen Sandhausen meldete er sich am Mittwoch zurück. Diese Serie soll sich nicht fortsetzen, hofft Thioune: „Wir wollen diese Liga so schnell wie möglich für uns festmachen, und dafür müssen wir punkten.“

Auch wenn es am Mittwoch unter den bekannten Umständen (eine Halbzeit in Unterzahl) noch keine Zähler gab, war Thioune mit seiner Personal-Auswahl grundsätzlich zufrieden. „Wir haben nicht ganz so viele falsche Entscheidungen getroffen“, sagt er. Einen Wechsel muss er dennoch vornehmen: Für den gesperrten Philipp Kühn wird Nils Körber ins Tor rücken. Der Keeper konnte wegen eines Blutergusses oberhalb des Knies am Freitag nicht trainieren – eine reine Vorsichtsmaßnahme, wie Thioune betont.

Wahrscheinlich ist, dass Ulrich Taffertshofer nach abgesessener Gelb-Rot-Sperre wieder in die Startelf zurückkehrt: In der Aufstiegssaison war er zusammen mit David Blacha als Herzstück des Teams im defensiven Mittelfeld gesetzt. Dadurch könnte Bryan Henning seinen Platz in der ersten Elf wieder verlieren, wobei Thioune dem 24-jährigen genau wie dem weiteren potenziellen Sechser Sven Köhler bescheinigt, den Konkurrenzkampf auf einem hohen Niveau zu halten. Aktuell sei es „schwer“, sich auf elf Spieler festzulegen.

Das liegt auch an den Rückkehrern. Konstantin Engel saß gegen Sandhausen wieder auf der Bank, braucht aber wohl noch ein bisschen Zeit. Maurice Trapp stand in der Startelf. „Ich hatte nicht den Eindruck, dass er lange weg war“, sagt Thioune, aber ob der 28-Jährige auch am Sonntag von Beginn an verteidigt, ist noch nicht klar. „Seine Leistung ist ausbaufähig. Da merkt man den fehlenden Rhythmus.“ Außerdem müsse das Trainerteam die Belastungssteuerung im Blick behalten und „uns fragen, ob es sinnvoll ist, ihn vier Tage später gleich wieder auf den Platz zu schicken“. Erkenntnisse will der Trainer an diesem Samstag gewinnen, wenn noch einmal trainiert wird, bevor es nach Hessen geht.

Gegen Darmstadt ist defensive Stabilität gefragt. „Sie haben einen sehr physischen Angriff“, weiß Thioune um die Klasse von Stürmer Serdar Dursun (acht Tore) und Spielmacher Tobias Kempe (drei Tore) und erwartet in Hessen einen unangenehmen Gegner: „Da müssen wir uns erst mal wieder wehren, bevor wir zum Fußballspielen kommen.“

Offensiv wartet Zugang Assan Ceesay auf seinen ersten Auftritt von Beginn an. Auch Benjamin Girth und Marc Heider hätten sich in der Vorbereitung und im Training aufgedrängt, sagt Thioune. „Wir halten es dynamisch.“ Auf welche Startformation es am Sonntag auch hinausläuft: „Wir sind überzeugt von den Elf, die auf den Platz kommen.“

Darmstadt 98: Schuhen – Herrmann, Höhn, Dumic, Holland – Palsson, Paik – Skarke, Kempe, Mehlem – Dursun.

VfL Osnabrück: Körber – Gugganig, Heyer, van Aken – Ajdini, Agu – Taffertshofer, Blacha – Ouahim, Álvarez – Ceesay

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