Lengericher 4:2-Derbysieger gegen VfL Ladbergen
Preußen Lengerich 4:2 gegen VfL Ladbergen

Lengerich -

Preußen Lengerich behielt gegen den VfL Ladbergen mit 4:2 die Oberhand. Doch so klar, wie es das Ergebnis vermuten lässt, war die Angelegenheit nicht.

Montag, 17.02.2020, 21:48 Uhr
Kampf um die Lufthoheit: Preußens Jonathan Westhoff und VfL-Kapitän Denis Qoraj (Nr. 7) im Kopfballduell; rechts verfolgte Sven Temme (Nr. 4) diesen Zweikampf.
Kampf um die Lufthoheit: Preußens Jonathan Westhoff und VfL-Kapitän Denis Qoraj (Nr. 7) im Kopfballduell; rechts verfolgte Sven Temme (Nr. 4) diesen Zweikampf. Foto: Jörg Wahlbrink

Erstes Pflichtspiel des Jahres und gleich ein Derby – mit 4:2 (2:1) behielt der SC Preußen Lengerich gegen den VfL Ladbergen die Oberhand und festigte damit seinen Platz in der Spitzengruppe der Kreisliga A, während der VfL Schlusslicht bleibt. Am Ende war es ein verdienter Sieg, weil die Lengericher in der Chancenverwertung effektiver und cooler als die Ladberger waren.

Angesichts des Umstandes, dass Windböen den Weg des Balles oftmals steuerten, entwickelte sich dennoch eine ansehnliche und intensive Partie. Die Preußen gingen zwar schon in der zwölften Minute in Führung, nachdem Jonathan Westhoff den Ball nach mustergültiger Vorarbeit von Timo Zimmermann zum 1:0 ins Netz befördert hatte. Doch ab Mitte der ersten Halbzeit übernahm der VfL das Kommando. Das Team von Trainer Andreas Habben spielte mutig nach vorne und kreierte dabei auch einige Chancen. So in der 26. Minute, als sich Lukas Richter auf der linken Außenbahn durchgetankt und den Ball flach in den Strafraum geflankt hatte, Patrick Kötter die Kugel jedoch freistehend am linken Pfosten vorbeischob.

Besser machten es die Lengericher in der 29. Minute, als Martin Fleige nach schnellem Umschaltspiel von Dominic Dohe bediente wurde und aus kurzer Distanz zum 2:0 verwandelte. Der VfL Ladbergen wehrte sich jedoch und kam nur vier Minuten später zum 1:2-Anschlusstreffer, den Simon Ulrich Richter nach Flanke von Kötter erzielte. Fortan begann die stärkste Phase der VfL, der nun auf den Ausgleich drängte, der aber dabei vergaß, sich für seinen Aufwand zu belohnen. Mehr als ein Pfostentreffer von Lukas Richter sprang zunächst nicht heraus.

Nach dem Seitenwechsel spielten die Preußen mit Windunterstützung, und diesen Vorteil nutzten sie schon in der 50. Minute. Ole Schürbrock hatte von der rechten Außenbahn für Dohe aufgelegt, der das Leder volley in den Knick jagte – 3:1 für den SCP. Und als acht Minuten später Fleige nach Zuspiel von Dohe zum 4:1 abstaubte, schien die Entscheidung gefallen.

Doch im Gefühl des Sieges schalteten die Lengericher zurück, was sich schon bald als fahrlässig herausstellen sollte, denn der VfL gab sich zu keinem Zeitpunkt geschlagen. Denis Qoraj nutzte einen Fehler der Lengericher im Spielaufbau zum 2:4; plötzlich keimte wieder Hoffnung auf im VfL-Lager.

Doch in der Schlussphase war der SCP dem fünften Treffer näher als der VfL dem dritten. Am Ende blieb es beim 4:2, ein Ergebnis, aus dem VfL-Trainer Andreas Habben Mut schöpfte: „Darauf kann man aufbauen. In der ersten Halbzeit waren wir die bessere Mannschaft, in der zweiten waren die Preußen stärker, auch weil sie besser mit den Windverhältnissen zurechtkamen.“

Lengerichs Trainer Pascal Heemann zollte seinem ehemaligen Club Anerkennung für den forschen Auftritt, und räumte ein, „dass in der ersten Halbzeit vielleicht auch ein 2:2 das gerechtere Ergebnis gewesen wäre. Am Ende jedoch“, so Heemann weiter, „glaube ich, dass unter dem Strich Preußen Lengerich als verdienter Sieger steht.“

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