Verbände reagieren: Einschneidende Maßnahmen
Kein Handball bis 19. April – Saisonende im Volleyball

Kreis Tecklenburg -

Das Coronavirus hält auch den regionalen Sport fest im Griff. Die Verbande reagieren mit einschneidenden Maßnahmen.

Donnerstag, 12.03.2020, 20:38 Uhr
Handball wurd bei den Senioren bis zum 19. April nicht mehr gespielt.
Handball wurd bei den Senioren bis zum 19. April nicht mehr gespielt. Foto: Alex Piccin

Die Corona-Krise hält nicht nur den Fußball fest im Griff. Am Donnerstag überschlugen sich geradezu die Nachrichten und führten zu einschneidenden Maßnahmen. So gab der Handballverband (HV) Westfalen in einer offiziellen Erklärung um 16 Uhr bekannt, „dass aufgrund der das Corona-Virus betreffenden Lage bis auf weiteres alle Veranstaltungen, Sitzungen und Maßnahmen des Handballverbandes Westfalen abgesagt sind.“

Die Entscheidung sei nach intensiver Absprache zwischen allen Handball-Landesverbänden, Sportfachverbänden und Spitzenverbänden getroffen, teilte der Verband mit. Aufgrund dieser Einschätzung ruht der Spielbetrieb bei Erwachsenen bis auf weiteres. Spätestens bis zum 19. April soll über eine mögliche Wiedereinsetzung des Spielbetriebs der Seniorenmannschaften und der Saisonwertungen in den jeweiligen Ligen entschieden werden.

Der Spielbetrieb im Kinder- und Jugendbereich wurde gestern für die Saison 2019/20 komplett eingestellt. Ebenfalls werden „im Bereich der Talentförderung alle Trainingsmaßnahmen, Sitzungen, Besprechungen und Veranstaltungen ab sofort ausgesetzt“, teilt der HV Westfalen mit.

Auch die Drittliga-Volleyballer der Tecklenburger Land Volleys tragen ihr Heimspiel gegen Delbrück am Samstag nicht aus. Obwohl eigentlich noch vier Saisonspiele zu absolvieren sind, ist die Saison für die Tebu Volleys beendet. „Der Deutsche Volleyball-Verband (DVV) hat beschlossen, den laufenden Spielbetrieb in den Dritten Ligen sowie Regionalligen aufgrund der aktuellen Entwicklung des Coronavirus (Covid-19) mit sofortiger Wirkung zu beenden“, teilte der DVV am Donnerstagnachmittag mit.

Keine Absage gibt es vom beim Fußballkreis – abgesehen von der Hallenkreismeisterschaft der Junioren. Die Spiele draußen würden stattfinden, sagt der Fußball-Kreisvorsitzende Helmut Hettwer . Schließlich sei die Ansteckungsgefahr in den Schulen deutlich höher als zum Beispiel bei einem Juniorenspiel auf dem Platz. Auch Hettwer bemängelt, dass seitens der Kommunen keine klaren Entscheidungen getroffen würden. „Es ist enttäuschend, dass wichtige Entscheidungen auf uns runtergebrochen werden. Zuständig sind die Gesundheits- und Ordnungsbehörden.“ Die Entscheidung, keine Spiele abzusagen, hat der Fußballkreis Tecklenburg mit dem Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen abgestimmt, dessen Task-Force ununterbrochen tage und den Kreis in seiner Entscheidung unterstütze, sagt Hettwer.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7324820?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F3661143%2F94%2F35346%2F
Nachrichten-Ticker