Tischtennis: Westdeutscher Verband plant eine Strukturreform
Kreise sollen abgeschafft werden

Tecklenburger Land -

Im Westdeutschen Tischtennis-Verband kündigen sich Veränderungen an. Davon sind auch die heimischen Tischtennis-Vereine betroffen.

Freitag, 20.03.2020, 16:54 Uhr aktualisiert: 22.03.2020, 16:40 Uhr
Auf Bert Zimmer (li.) und André Kitzmann vom TTC Lengerich und alle anderen Tischtennisspieler des Kreises kommen Veränderungen in der Ligastruktur zu.
Auf Bert Zimmer (li.) und André Kitzmann vom TTC Lengerich und alle anderen Tischtennisspieler des Kreises kommen Veränderungen in der Ligastruktur zu. Foto: Jörg Wahlbrink

Der Westdeutsche Tischtennis-Verband (WTTV) plant eine Strukturreform. Dem Vorstand des Bezirks Münster sei der Reformplan kürzlich vorgestellt worden, berichtet Ludger Keller , der Sportwart des Kreises Steinfurt. Nach den Plänen des WTTV sollen die Tischtennis-Kreise aufgelöst und stattdessen 15 neue Bezirke gebildet werden.

Gründe für die Umstrukturierung gibt es mehrere. „Es werden dann weniger Ehrenamtliche gebraucht. Ehrenamtliche lassen sich immer schwerer finden“, nennt Ludger Keller einen. Einer der Hauptgründe sei auch der Rückgang von Spielern und Vereinen im Tischtennis-Bereich. Durch die Neustrukturierung soll die Zahl der Ligen reduziert werden. „Der Spielbetrieb soll attraktiver und flexibler werden“, so Ludger Keller. Flachere Hierarchien sowie ein einfacherer und schnellerer Zugriff auf die Bezirke vonseiten des WTTV seien weitere Ergebnisse, die sich der Verband verspreche.

Greifen soll die Reform zum 1. Juli 2022. Bislang habe der WTTV sie zwei seiner zurzeit fünf Bezirke vorgestellt, sagt Ludger Keller. Beschlossen werden müsste sie vom Verbandstag. „In den Kreisen Münster und Steinfurt wird sie positiv gesehen“, sagt Ludger Keller. Großartige Änderungen werde es für die Vereine des momentanen Kreises Steinfurt nicht geben.

Bislang ist der WTTV so organisiert, dass es fünf Bezirke gibt: die Bezirke Arnsberg, Düsseldorf, Mittelrhein, Münster und Ostwestfalen-Lippe. Diese Bezirke sind in insgesamt 35 Kreise unterteilt. Im Bezirk Münster sind das die Kreise Emscher-Lippe, Münster/Warendorf, Steinfurt, Südmünsterland und Westmünsterland.

Dem neu zu bildenden Bezirk, in dem der Kreis Steinfurt mit seinen 28 Vereinen aufgehen soll, würden auch die 18 Vereine der Stadt Münster und die 16 Vereine des politischen Kreises Coesfeld angehören. „Wir müssten dann in den Kreis Coesfeld statt in den Kreis Warendorf fahren“, nennt Ludger Keller eine der wenigen Änderungen für die Vereine des Kreises Steinfurt.

Die Tischtennis-Kreise, so wie sie momentan gebildet sind, sind nicht identisch mit den politischen Kreisen. In den 15 geplanten neuen Bezirken sollen die Vereine allerdings so untergebracht werden, dass sie aus einheitlichen politischen Kreisen oder kreisfreien Städten kommen. So sollen zum Beispiel Vereine aus dem politischen Kreis Warendorf – momentan im Tischtennis-Kreis Münster/Warendorf einsortiert – demnächst zusammen mit denen aus den Städten Gütersloh und Bielefeld in einem gemeinsamen Bezirk spielen.

Die Vereine aus dem Kreis Steinfurt würden nach der Strukturreform eine eigene Kreisliga behalten. Ob es allerdings in Zukunft noch Kreismeisterschaften gebe, sei nicht sicher, sagt Ludger Keller. Schließlich sei ja auch kein Kreisvorstand mehr vorhanden, der die Meisterschaften dann organisiere.

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