WTTV plant eine Strukturreform
Die einzelnen Kreise werden in 15 neue Bezirke umgewandelt

Kreis Steinfurt -

Im Westdeutschen Tischtennis-Verband kündigen sich Veränderungen an. Davon sind auch die heimischen Tischtennis-Vereine betroffen.

Donnerstag, 02.04.2020, 13:20 Uhr aktualisiert: 06.04.2020, 15:10 Uhr
Stimmt die Höhe, kann gespielt werden. Allerdings nicht mehr kreisweit, ab sofort wird in Bezirken gespielt.
Stimmt die Höhe, kann gespielt werden. Allerdings nicht mehr kreisweit, ab sofort wird in Bezirken gespielt. Foto: Thomas Strack

Der Westdeutsche Tischtennis-Verband (WTTV) plant eine Strukturreform. Dem Vorstand des Bezirks Münster sei der Reformplan kürzlich vorgestellt worden, berichtet Ludger Keller , der Sportwart des Kreises Steinfurt. Nach den Plänen des WTTV sollen die Tischtennis-Kreise aufgelöst und stattdessen 15 neue Bezirke gebildet werden.

Gründe für die Umstrukturierung gibt es mehrere. „Es werden dann weniger Ehrenamtliche gebraucht. Die lassen sich immer schwerer finden“, nennt Keller einen Grund. Ein weiterer sei der Rückgang von Spielern und Vereinen im Tischtennis. Durch die Neustrukturierung soll die Zahl der Ligen reduziert werden.

„Der Spielbetrieb soll attraktiver und flexibler werden“, so Ludger Keller. Flachere Hierarchien sowie ein einfacherer und schnellerer Zugriff auf die Bezirke vonseiten des WTTV seien weitere Ergebnisse, die sich der Verband verspreche.

Greifen soll die Reform zum 1. Juli 2022. Bislang habe der WTTV sie zwei seiner zurzeit fünf Bezirke vorgestellt, sagt Keller. Beschlossen werden müsste sie vom Verbandstag. „In den Kreisen Münster und Steinfurt wird sie positiv gesehen“, sagt er. Großartige Änderungen werde es für die Vereine des momentanen Kreises Steinfurt nicht geben.

Bislang ist der Verband so organisiert, dass es fünf Bezirke gibt: Dies sind die Bezirke Arnsberg, Düsseldorf, Mittelrhein, Münster und Ostwestfalen-Lippe. Diese Bezirke sind in insgesamt 35 Kreise unterteilt. Im Bezirk Münster sind das die Kreise Emscher-Lippe, Münster/Warendorf, Steinfurt, Südmünsterland und Westmünsterland.

Dem neu zu bildenden Bezirk, in dem der Kreis Steinfurt mit seinen 28 Vereinen aufgehen soll, würden auch die 18 Clubs der Stadt Münster und die 16 des politischen Kreises Coesfeld angehören. „

Die einzelnen Tischtennis-Kreise im Münsterland, so wie sie sich momentan darstellen, sind nicht identisch mit den politischen Kreisen. In den 15 geplanten neuen Bezirken sollen die Vereine allerdings so untergebracht werden, dass sie aus einheitlichen politischen Kreisen oder kreisfreien Städten kommen.

So sollen zum Beispiel Vereine aus dem politischen Kreis Warendorf – momentan im Tischtennis-Kreis Münster/Warendorf einsortiert – demnächst zusammen mit denen aus den Städten Gütersloh und Bielefeld in einem gemeinsamen Bezirk spielen.

Die Vereine aus dem Kreis Steinfurt würden nach der Strukturreform eine eigene Kreisliga behalten. Ob es allerdings in naher Zukunft noch Kreismeisterschaften gebe, sei nicht sicher, sagt Keller.

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