Tischtennis: Reform macht aus 35 Kreisen 14 Bezirke
Verband erhofft Impulse für attraktiven Spielbetrieb

Tecklenburger Land -

Eigentlich sollte die Strukturreform des Westdeutschen Tischtennis-Verbandes zum 1. Juli 2022 umgesetzt werden. Jetzt ist das Vorhaben um ein Jahr nach hinten geschoben worden.

Dienstag, 08.12.2020, 06:40 Uhr
Hendrik Kuck kann mit dem TTC Ladbergen ab dem Jahr 2023 in der Bezirksklasse nur noch auf Teams aus den Kreisen Warendorf, Münster und Steinfurt treffen.
Hendrik Kuck kann mit dem TTC Ladbergen ab dem Jahr 2023 in der Bezirksklasse nur noch auf Teams aus den Kreisen Warendorf, Münster und Steinfurt treffen. Foto: lk

Die geplante Strukturreform der Kreise und Bezirke im Westdeutschen Tischtennis-Verband (WTTV) hat mittlerweile eine Veränderung für den Kreis Steinfurt und damit auch für die Tischtennis-Vereine im Tecklenburger Land ergeben. Die Kreise Steinfurt und Münster sollen nicht mehr mit dem Kreis Coesfeld den Bezirk 4 bilden, sondern mit dem Kreis Warendorf. Das hat die Arbeitsgruppe des WTTV seit der jüngsten Sitzung so vorgesehen.

Nach den Plänen des WTTV sollen die 35 Tischtennis-Kreise aufgelöst und in 14 Bezirken zusammengefasst werden. Bisher gibt es im Verband fünf Bezirke. Die Neuerung hat zur Folge, dass es keine Kreisvorstände mehr geben wird. Greifen sollte die Reform bislang zum 1. Juli 2022. Wegen der Corona-Pandemie wurde der Termin um ein Jahr verschoben. Angedacht ist, dass DJK Blau-Weiß Greven, das bisher dem Kreis Münster/Warendorf angehört, dann offiziell dem Kreis Steinfurt als 29. Verein zugeordnet wird.

Gründe für die Umstrukturierung gibt es mehrere. Die Initiatoren erhoffen sich nach dem Wegfall der Kreise unter anderem mehr Ehrenamtliche für die Bezirksvorstände, die sich zurzeit nur schwer finden lassen. Außerdem sehen sie einen Vorteil in einer flacheren „Hierarchie“ mit einer einzigen Untergliederung für die WTTV-Verwaltung. Ein weiterer wichtiger Grund ist der Rückgang bei der Zahl der Mannschaften und Vereine. Durch die Reform soll der Spielbetrieb attraktiver und flexibler gestaltet werden.

In Zukunft sollen die Tischtennis-Kreise mit den politischen Kreisen deckungsgleich sein. Der Kreis Warendorf, der ursprünglich mit den Kreisen Bielefeld und Gütersloh einen Bezirk bilden sollte, bringt 30 Vereine in den Bezirk 4 ein. Davon gehören 13 Vereine bisher anderen Kreisen an. 18 Vereine bietet der TT-Kreis Münster auf, so dass sich die Gesamtzahl auf 77 Vereine im Bezirk 4 beläuft.

Eine mögliche Einteilung der Spielklassen, bezogen auf die aktuelle Saison, würde eine Herren-Bezirksliga mit zehn Mannschaften unter der Organisation des WTTV ergeben. Eine Damen-Bezirksliga könnte mit fünf Teams aus dem Bezirk 5, vor allem aus Gelsenkirchen und dem Kreis Recklinghausen, gebildet werden. Die Mannschaften aus der Herren-Bezirksklasse würden in zwei und aus der Herren-Kreisliga in drei Staffeln spielen. Der Kreis Steinfurt könnte dabei wie bisher eine eigene Staffel stellen.

Die Teams der 1. Kreisklasse würden auf vier Staffeln aufgeteilt. Eine Staffel würde dann mit Mannschaften aus dem Tecklenburger Land besetzt. In der 2. Kreisklasse sind fünf und in der 3. Kreisklasse sechs Staffeln vorgesehen. Sie würden ebenfalls regional eingeteilt. Als verbindliche Spieltage sollen in Zukunft auf Kreisebene alle Wochentage gelten. Der Gastgeber bestimmt dabei immer den Wochentag. Auf Bezirksebene sind nur Freitag, Samstag und Sonntag verbindliche Spieltage.

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