Handballverband Westfalen präsentiert Vereinen drei Varianten zur Saison-Fortsetzung
Rechenspiele mit Unbekannten

Tecklenburger Land -

Noch weiß niemand, wann die Landesliga-Handballer die Saison 2020/21 fortsetzen werden. Jetzt präsentierte der Handballverband Westfalen drei mögliche Varianten.

Dienstag, 08.12.2020, 17:16 Uhr
Wann die heimischen Landesligisten TV Kattenvenne und TSV Ladbergen, hier die beiden Kattenvenner Ole Krimphoff (Nr. 5) und Hinrich Hukriede (10) im Spiel gegen Münster 08, in dieser Saison wieder spielen werden, ist ungewiss.
Wann die heimischen Landesligisten TV Kattenvenne und TSV Ladbergen, hier die beiden Kattenvenner Ole Krimphoff (Nr. 5) und Hinrich Hukriede (10) im Spiel gegen Münster 08, in dieser Saison wieder spielen werden, ist ungewiss. Foto: Jörg Wahlbrink

Es geht nichts mehr, auch der Handballverband Westfalen (HVW) hat den Spielbetrieb wegen der Corona-Pandemie auf Eis gelegt, ausgesetzt. Zunächst einmal. Drei Varianten hat die Verbandsspitze im Rahmen eines virtuellen Staffeltages mit sämtlichen Vereinen der Männer-Landesliga erörtert, die auch für die Frauen relevant sind.

Unter dem Vorbehalt, dass die Politik grünes Licht für eine Fortsetzung der Saison gibt, existieren aktuell drei denkbare Szenarien. Dabei geht der Verband (noch) davon aus, dass der Spielbetrieb am letzten Januar-Wochenende wieder aufgenommen werden kann. Was allerdings einen vorgeschalteten, gerne vierwöchigen Übungsbetrieb erforderlich macht – und das Gedankenspiel eher unwahrscheinlich. In den Plänen ist es das vorrangige Ziel, mindestens die Hinrunde vollständig zu absolvieren, um eine Wertung der Saison sicherzustellen.

Nur die Hinserie?

  • Variante 1
  • geht davon aus, dass nur noch die Hinserie bestritten wird. Die Mannschaften, die am Ende der Hinrunde auf Platz eins stehen, steigen auf – sofern sie für die Verbandsliga gemeldet haben. Ansonsten die beste gemeldete Mannschaft. Die Teams auf den vier letzten Plätzen pro Staffel steigen ab.
  • Variante 2
  • setzt voraus, dass neben der Hinrunde auch eine verkürzte Rückserie möglich ist. In diesem Fall würden die Teams auf den Plätzen eins bis sechs um den Aufstieg und die von sieben bis elf oder zwölf um den Klassenerhalt spielen. Die Ergebnisse der direkt beteiligten Mannschaften der Hinrunde werden übernommen. Zwischen diesen Clubs werden dann die Rückspiele ausgetragen.
  • Auch
  • Variante 3
  • zielt auf eine verkürzte Rückrunde ab. Im Gegensatz zur zweiten Variante werden hier aber die Staffeln geteilt. Die Teams von Platz eins bis vier spielen – sofern sie für die Verbandsliga gemeldet haben – in einer Entscheidungsrunde den Aufsteiger aus. Die Mannschaften von Platz fünf bis zwölf machen den Klassenerhalt unter sich aus, den die besten drei von ihnen schaffen.

Vorschläge möglich

Um die Varianten 2 und 3 durchführen zu können, ist eine Verlängerung der Saison über den 30. Juni hinaus ebenso im Gespräch wie Doppelspieltage am Freitag und Sonntag. Der HVW hat seine Vereine aufgerufen, sich bis zum 15. Dezember Gedanken darüber zu machen, welche Option sie für den Fall einer Saison-Fortsetzung bevorzugen. Auch eigene Vorschläge sind möglich.

„Die Variante 3 ist Blödsinn“, nimmt Kay Sparenberg kein Blatt vor den Mund. „Die fairste Variante wäre eine komplette Hinrunde mit anschließenden Playoffs. Das wäre okay“, ergänzt der Trainer des SC Münster 08. Er sieht einfach „die Zeit schwinden“. Auch deshalb hat er seine Spieler noch gar nicht mit den Modus-Modellen behelligt. „Die Saison einzudampfen und neu zu starten, wäre auch eine Variante“, sagt er stattdessen. Also die Spielzeit einfrieren. Auch wenn er sie nur „ungern knicken möchte“. Doch zum letzten Mal sei sein Team in den Herbstferien, also vor drei Monaten, am Ball gewesen. Zeit für eine zweite, erforderliche Vorbereitung sieht er nicht. Zumal: „Realistisch sollten wir den März anvisieren. Auch das würde reichen.“

„Nicht umsetzbar“

Hinter vorgehaltener Hand wird in der Liga immer lauter über einen Abbruch diskutiert. Sehr deutlich bei den Frauen, wo vermehrt der Wunsch geäußert wird. Besonders aus dem Ruhrgebiet, wo die Arbeitgeber aus den Bereichen Schule, Pflege und Polizei ihr Unverständnis äußern und ein vorzeitiges Saisonende fordern. Eine vierte und wohl realistische Variante.

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