SFL und Stürmer van den Berg hadern mit schwacher Torausbeute
Auf der Suche nach dem „Flow“

Lotte -

In der Jugend des SV Werder Bremen lief es für Bennet van den Berg rund. Der gebürtige Bramscher traf in der U-19 13-mal in einer Saison. Als Leihspieler bei den Sportfreunden Lotte läuft es nicht wie gewünscht. In 16 Spielen hat er bislang erst einmal getroffen.

Mittwoch, 13.01.2021, 10:35 Uhr aktualisiert: 14.01.2021, 17:32 Uhr
Mit einem Tor in 16 Spielen ist die Bilanz von Bennet van den Berg (vorne), Leihspieler in Lotte, bislang eher mau.
Mit einem Tor in 16 Spielen ist die Bilanz von Bennet van den Berg (vorne), Leihspieler in Lotte, bislang eher mau. Foto: Rolf Grundke

Nach drei Jahren bei Werder Bremen zog es den Bramscher Bennet van den Berg im vergangenen Sommer wieder zurück in die Region Osnabrück. Doch beim Fußball-Regionalligisten Sportfreunde Lotte will das Toreschießen nicht so recht gelingen. Dabei hat van den Berg doch eigentlich von zwei echten Größen gelernt.

16 Einsätze, ein Tor: Die Statistik von van den Berg bei den Sportfreunden kommt eher durchwachsen daher. Und damit steht die Torausbeute des 21-Jährigen auch sinnbildlich für eines der Kernprobleme der Mannschaft in der Hinrunde: Lotte stellt mit 17 Treffern den zweitschlechtesten Angriff der Liga; nur Alemannia Aachen hat noch seltener getroffen. Nach vielen Niederlagen im Verlauf der ersten Saisonhälfte habe der Fokus zuletzt eher auf einer stabilen Defensive gelegen, „und dann bleibt das Offensivspiel vielleicht etwas auf der Strecke“, versucht sich van den Berg an einer Erklärung. „Aber in den Trainingseinheiten arbeiten wir jetzt vermehrt daran, dass wir uns die Torchancen herausspielen.“

Lottes Trainer Andy Steinmann machte zuletzt auch das fehlende Selbstvertrauen seiner Angreifer für die Ladehemmung in der Offensive verantwortlich. Ein Punkt, dem van den Berg zustimmen kann, auch aus eigener Erfahrung: „Wenn du im Flow bist und das Selbstvertrauen hast, dann kommt vieles von allein.“

Diesen Flow kennt der aus Bramsche stammende Angreifer aus seiner Jugendzeit nur zu gut: In der U-19 von Werder Bremen etwa traf van den Berg in seiner erfolgreichsten Saison 13-mal und wäre mit den Werder-Junioren fast Deutscher Meister geworden. Damals übrigens unter der Leitung von Marco Grote , heute Trainer des VfL Osnabrück. „Unter ihm hatte ich das erfolgreichste und schönste Jahr bisher. Marco Grote war einer meiner besten Trainer“, betont van den Berg. „Ich habe schon damals viel von ihm gehalten – sowohl aufs Sportliche bezogen als auch aufs Persönliche.“

An seine Torquote von damals kommt van den Berg in den Folgejahren aber weder bei der U23 von Werder noch aktuell in Lotte heran. Vor allem das deutlich körperlichere Spiel in der Regionalliga macht ihm zu schaffen. Van den Berg nennt „das Physische und das Spiel gegen den Ball“ als die Bereiche, in denen er sich verbessern muss und will.

Wenn es um seine Karriere und Entwicklung geht, ist dem jungen Stürmer ein Ansprechpartner gewiss: Vater Heino, früher als Profi beim VfL Osnabrück aktiv, begleitet seinen Sohn seit jeher. „Mein Vater ist jemand, der mir immer ein ehrliches Feedback gibt. Da kann man sehr viel mitnehmen“, weiß van den Berg. Da trifft es sich doch gut, dass er seit seinem Wechsel nach Lotte im vergangenen Sommer auch wieder daheim bei den Eltern in Bramsche wohnt: „Das gibt mir Sicherheit, hier in der Region fühle ich mich wohl“, sagt der 21-Jährige, der neben der Fußball-Karriere ein Fernstudium macht.

Tipps vom Vater können Bennet van den Berg und die Sportfreunde Lotte auch am kommenden Samstag gut gebrauchen. Dann tritt die Mannschaft um 14 Uhr beim Bonner SC an. Und beim Tabellenletzten wird es höchste Zeit, dass die abstiegsbedrohten Sportfreunde ihre magere Torausbeute aufbessern.

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