Was macht eigentlich . . .
Hendrik Telgmann: Marathon geht schon wieder

Burgsteinfurt -

Im November 2015 und Juli 2016 erlitt Hendrik Telgmann, Innenverteidiger des SV Burgsteinfurt, jeweils einen Bänderriss im Knie. Es war immer das rechte. Mittlerweile ist er beschwerdefrei, ist einen Marathon gelaufen und hat auch schon über eine Rückkehr in den aktiven Fußball nachgedacht.

Dienstag, 12.02.2019, 17:00 Uhr aktualisiert: 14.02.2019, 12:26 Uhr
Einer der letzten Einsätze von Hendrik Telgmann (l.) im Trikot des SV Burgsteinfurt. Nach zwei Kreuzbandrissen im November 2015 und Juli 2016 musste der ehemalige Kapitän der Stemmerter lange pausieren. Telgmanns (2.v.r.) derzeitiges Engagement beim SVB beschränkt sich auf seine Mitarbeit im Vorstand.
Einer der letzten Einsätze von Hendrik Telgmann (l.) im Trikot des SV Burgsteinfurt. Nach zwei Kreuzbandrissen im November 2015 und Juli 2016 musste der ehemalige Kapitän der Stemmerter lange pausieren. Telgmanns (2.v.r.) derzeitiges Engagement beim SVB beschränkt sich auf seine Mitarbeit im Vorstand. Foto: Günter Saborowski

Der erste Knacks ereilte ihn im November 2015. Im Meisterschaftsspiel der Landesliga 4 des SV Burgsteinfurt gegen den TuS Haltern erlitt Hen­drik Telgmann seinen ersten Kreuzbandriss im Knie, inklusive Meniskusabsplitterung. Acht Monate später, im Juli 2016, sollte es ein Comeback des ehemaligen SVB-Kapitäns bei der Steinfurter Stadtmeisterschaft geben. Doch auch das ging in die Hose. Ohne Spiel, also auch ohne gegnerische Einwirkung, zog sich der heute 27-Jährige einen erneuten Kreuzbandriss zu, diesmal war es das vordere Band, das gerissen war.

Mittlerweile sind zweieinhalb Jahre vergangen. Telgmann ist in der Zeit einen Marathon gelaufen und hat auch schon wieder einen Ball am Fuß gehabt. „Ich habe mir diesmal bewusst Zeit gelassen. Das war schon ein Schock damals, nach so kurzer Zeit schon wieder eine Verletzung zu erleiden. Sportarten mit schnellen Richtungswechseln habe ich daher auch weggelassen“, wollte der Stemmerter kein Risiko eingehen.

„Ich habe große Hoffnung, dass er noch einmal zu uns zurückkommt“, hat ihn sein damaliger Trainer, Christoph Klein-Reesink , geistig schon wieder in den Kader eingeplant. „Ich weiß. Er spricht mich öfter mal darauf an“, sagt Telgmann. „Und es juckt auch wieder in den Füßen, aber im Moment habe ich einfach nicht die Zeit dafür.“

Der Grund? Der gelernte Bauingenieur, dessen Vater in Stemmert eine Tischlerei betreibt, hat sich dem Hausumbau verschrieben. „Wir können dabei vieles selber machen, aber das kostet natürlich Zeit. Meine Freundin wäre nicht begeistert, wenn ich dann vier Mal in der Woche zum Training gehen würde“, steht die sportliche Karriere derzeit hintan.

Gesundheitlich stünde einem Comeback aktuell nichts im Wege. „Mir geht es gut. Ich habe keine Schmerzen mehr im Knie. Ich merke natürlich schon, dass da was gemacht worden ist. Aber dieses Mal sitzt es“, bereitet das rechte Knie keine Probleme mehr. Bei einem ersten Test in der Soccerhalle klappte es mit dem Kicken auch ganz ordentlich.

Sportlich aktiv war der gebürtige Burgsteinfurter, der Zeit seines Lebens beim SVB gespielt und einen Wechsel in eine höhere Liga abgelehnt hat, schon immer. Als ihn ein Freund vom Marathon Steinfurt animierte, doch beim Münster-Marathon mitzulaufen, sagte Telgmann zu. Mit einer Zeit von 3:27 Stunden gehörte er auch keineswegs zu den schlechtesten.

Auch wenn aus der Fortsetzung der sportlichen Karriere beim SVB (vorerst) nichts werden kann, im Hintergrund des Vereins ist der Innenverteidiger dennoch aktiv – wenigstens ein bisschen. Telgmann hat sich im März 2018 als zweiter stellvertretender Vorsitzender in den Vorstand wählen lassen. „Bernhard Lefert hat mich angesprochen, dass der Verein immer junge Leute sucht, die sich ehrenamtlich engagieren. Und da ich von Münster nach Burgsteinfurt umgezogen bin, habe ich zugesagt“, begründet Telgmann seinen Schritt, der auch Ausdruck seiner Verbundenheit mit dem Verein sein sollte. Allerdings mit dem Zusatz: „So wie es meine Zeit wegen des Umbaus zulässt.“

Bliebe noch die Frage zu klären, wann man Hendrik Telgmann wohl wieder im Trikot der ersten Mannschaft sehen wird. So ein Umbau dauert ja nicht ewig, und mit 27 befindet sich der Junge im besten Fußballeralter. Festlegen kann und will er sich nicht, aber ausschließen ebenfalls nichts. Das hört Klein-Reesink mit Sicherheit gerne.

Meine Freundin wäre nicht begeistert, wenn ich dann vier Mal in der Woche zum Training gehen würde.

Hendrik Telgmann

Ich habe große Hoffnung, dass er noch einmal zu uns zurückkommt.

Christoph Klein-Reesink
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