Fußball: Kreisliga A
TuS Laer: Die Jugend hält Einzug

Laer -

Die Neuen beim TuS sind vielfach bereits die Alten, denn was in der Vorsaison bereits auf dem Platz auflief, war damals noch A-Jugend.

Dienstag, 30.07.2019, 15:20 Uhr aktualisiert: 31.07.2019, 17:41 Uhr
Trainer und Neulinge beim TuS Laer: (v.l.) Ron Konermann, Martin Bühning, Felix Eißing, Jasper Höner, Hannes Medding (alle A-Jugend), Jannik Oldach aus Horstmar, Louis Eggemann, Paul Wesener-Roth (beide A-Jugend), Marcel Theis (II. Mannschaft) und Moritz Brinck (A-Jugend).
Trainer und Neulinge beim TuS Laer: (v.l.) Ron Konermann, Martin Bühning, Felix Eißing, Jasper Höner, Hannes Medding (alle A-Jugend), Jannik Oldach aus Horstmar, Louis Eggemann, Paul Wesener-Roth (beide A-Jugend), Marcel Theis (II. Mannschaft) und Moritz Brinck (A-Jugend). Foto: gs

Sportliche Ziele will Ron Konermann zum gegenwärtigen Zeitpunkt der Vorbereitung noch nicht formulieren. Dafür ist es noch zu früh. Fakt ist aber, dass beim TuS Laer in der neuen Saison ehemalige A-Jugendliche peu à peu integriert und an der Seite erfahrener Akteure wie Jan Schwier und Simon Eckelmeier zu tragenden Säulen herausgebildet werden sollen.

Es entspricht Konermanns Philosophie, dass der Club bei der Umstrukturierung seines Kaders aus eigener Quelle schöpft. Wer soll denn auch die Zukunft des Vereins gestalten, wenn nicht die Jugendlichen aus dem eigenen Lager? „Grundsätzlich sind solche Jungs einfach wissbegieriger und heißer auf Fußball als gestandene Akteure, die schon zehn oder zwölf Seniorenjahre auf dem Buckel haben“, erläutert Konermann.

Wichtig ist ihm dabei, dass die Youngster frühzeitig erste Erfahrungen bei den Senioren sammeln. Nicht zuletzt deshalb hat der TuS schon im vergangenen Jahr Spielberechtigungen für Paul Wesener-Roth, Hannes Medding, Jasper Höner, Felix Eißing und Moritz Brink für die erste TuS-Mannschaft erwirkt. Allesamt hätten sie noch ein zweites Jahr bei Laers A-Junioren spielen können, „doch jetzt zahlt sich aus, dass sie diesen Vorsprung hatten“, zeigt sich Konermann in der getroffenen Maßnahme bestätigt.

Lediglich für Torhüter Louis Eggemann und Martin Bühning ist der Wechsel von den A-Junioren in den erweiterten Kader der „Ersten“ ein Sprung ins kalte Wasser. Beide spielten zuletzt noch in der Jugend.

Diesen Übergang möglichst reibungslos zu gestalten, dazu sollen auch die beiden externen Neuzugänge Jannik Oldach (kam von Germania Horstmar) und Marcel Exner (Münster 08) beitragen. Wobei den Laerern mit Exner sicherlich ein „dicker Fisch“ ins Netz gegangen ist. Obwohl er erst 20 Jahre alt ist, bringt er schon eine gehörige Portion Erfahrung ein, die er in der Junioren-Ausbildung bei Borussia Dortmund sowie auf seinen Stationen als Senior des TuS Altenberge und des SC Münster 08 gesammelt hat. Dass er sich jetzt dem TuS angeschlossen hat, ist maßgeblich dem Umstand zuzuschreiben, dass Exner aus Laer stammt und er damit zu seinen Wurzeln zurückkehrt. Den Wert, den er für den TuS Laer haben kann, stellte er erst am Sonntag mit seinen drei Treffern beim 6:2-Sieg gegen Preußen Borghorst II unter Beweis.

Als künftige Leitfigur im Spiel des TuS kann auch Oldach gelten, der zuvor schon beim SV Wilmsberg und zuletzt beim TuS Germania Horstmar in der Bezirksliga Meriten erworben hat.

Und schließlich kann sogar ein weiterer Akteur als „Neuzugang“ gelten, obwohl er eigentlich niemals richtig weg war: Simon Eckelmeier. Laers Führungsspieler hatte sich Ende Januar einen Meniskusabriss im Kniegelenk zugezogen und musste deshalb die gesamte Rückrunde 2018/19 passen. Derzeit arbeitet er an seinem Comeback. „Sicherlich ist Simon ein absoluter Leistungsträger. Aber wir wollen nichts riskieren. Ich rechne frühestens am zweiten Saisonspieltag mit ihm“, gibt Konermann einen Einblick in seine Gedankenspiele.

Die kontinuierliche Steigerung im Laufe der Vorbereitung ging konform mit den Ergebnissen in den sechs absolvierten Testspielen. Den Niederlagen gegen Turo Darfeld (0:1), TuS Tecklenburg (3:4) und SV Burgsteinfurt (0:4) stehen Siege gegen FC Galaxy (2:0), SC Gremmendorf (2:1) und Preußen Borghorst II (6:2) gegenüber. Am Samstag (3. August) folgt gegen Bezirksliga-Aufsteiger Germania Hauenhorst ein letzter Härtetest, ehe am 6. August (Dienstag) das erste Pflichtspiel zum Auftakt des Kreispokalwettbewerbs gegen A-Liga-Konkurrent FSV Ochtrup wartet. Spätestens dann hofft Konermann, seinem Team den erforderlichen Feinschliff verliehen zu haben.

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