Bezirksliga: Jens Kormann übernimmt von André Bischoff
Ein Co-Trainer mit Stallgeruch

burgsteinfurt -

André Bischoff hört zum Ende der Saison als Co-Trainer beim SV Burgsteinfurt auf. Er will sich anderen Dingen widmen, die ihm ebenfalls wichtig sind. Einen Nachfolger haben die Stemmerter bereits gefunden, einem mit Stallgeruch sogar. Jens Kormann wird ab Juli neben Klein-Reesink auf der Trainerbank sitzen.

Freitag, 28.02.2020, 16:22 Uhr aktualisiert: 01.03.2020, 14:08 Uhr
Ob bei Sonnenschein wie hier, Regen oder Schnee, André Bischoff (M.) saß sechs Jahre lang neben Christoph Klein-Reesink und hat ihm als Co-Trainer zur Seite gestanden. Jetzt will der 37-Jährige sich mehr auf sich selbst konzentrieren. Sein Nachfolger wird Jens Kormann (kl. Bild, l.), der noch mit Klein-Reesink in der Aufstiegssaison 2010/11 unter Trainer Wolfgang Schütte beim SVB zusammen gespielt hat.
Ob bei Sonnenschein wie hier, Regen oder Schnee, André Bischoff (M.) saß sechs Jahre lang neben Christoph Klein-Reesink und hat ihm als Co-Trainer zur Seite gestanden. Jetzt will der 37-Jährige sich mehr auf sich selbst konzentrieren. Sein Nachfolger wird Jens Kormann (kl. Bild, l.), der noch mit Klein-Reesink in der Aufstiegssaison 2010/11 unter Trainer Wolfgang Schütte beim SVB zusammen gespielt hat. Foto: Thomas Strack

Sechs Jahre lang saß André Bischoff neben Christoph Klein-Reesink auf der Bank des SV Burgsteinfurt und in Hauenhorst und hat gemeinsam mit ihm um Siege gezittert oder bei Niederlagen gelitten. Am Ende dieser Saison ist Schluss damit. Der 37-Jährige hört als Co-Trainer beim SVB auf. Sein Nachfolger wird Jens Kormann , der selbst jahrelang das Trikot der Rot-Gelben getragen hat, und zuletzt als Trainer der A-Jugend bei Vorwärts Wettringen entlassen wurde.

„Es hat mir in Burgsteinfurt immer Spaß gemacht. Die Beziehung zu Reese und der Mannschaft war immer gut. Aber ich möchte mich jetzt einfach mal mehr meinen Dingen widmen“, sagt der Verwaltungsbeamte. Marathon ist eine seiner Leidenschaften. Im April steht der in Enschede auf dem Programm, in Hamburg und Berlin ist er schon gelaufen. 3:40 Stunden war seine beste Zeit. Außerdem kickt Bischoff bei den Alten Herren in Hauenhorst und hat sehr viele Freunde. „Cheftrainer? Dafür habe ich viel zu viele andere Sachen um die Ohren. Als Co kann ich auch mal absagen, wenn ich keine Zeit habe. Das könnte ich als Chef nicht. Außerdem steht ja auch bald die Familienplanung an“, zählt der Hauenhorster seine Interessen und Leidenschaften auf.

Bischoffs Nachfolger Jens Kormann hat 14 Jahre beim SVB selbst gespielt, ist aktuell Lehrer in Ahaus und Rheine (Niederländisch und Sport) und nebenbei Koordinator für Talentsichtung und -förderung beim Fußballkreis Steinfurt. „Ich habe eine Saison noch mit ihm zusammen gespielt und kenne ihn auch als Stützpunkttrainer meines Sohnes. Er hat auch schon bei uns im Rahmen seiner B-Lizenz hospitiert. Das ist einer, der will was lernen“, so Klein-Reesinks Einschätzung seines neuen Kollegen.

Unrühmlich zu Ende gegangen ist kürzlich Kormanns Engagement als Coach der Wettringer A-Jugend, die in der Bezirksliga um den Klassenerhalt bangen muss. Laut Heinz-Gerhard Hüweler, Leiter des Spielbetriebs A- und B-Junioren bei Vorwärts Wettringen, habe die Chemie zwischen Trainer und Mannschaft nicht mehr gestimmt. Außerdem sei Kormann eine Woche auf Klassenfahrt mit seiner Schule gewesen und habe in der Zeit das Training nicht leiten können.

„Das stimmt so nicht“, erwidert Kormann, der die Klassenfahrt nach Österreich, immerhin eine dienstliche Veranstaltung, nicht einfach sausen lassen konnte. „Ich hatte im Vorfeld alles fürs Training und Spiel geregelt“, erklärt der Burgsteinfurter, der gemeinsam mit seinem Trainerkollegen Dennis Hater unterwegs gewesen war. Während der Schulfahrt sei er von Hüweler kontaktiert worden, und man habe ihm mitgeteilt, dass man schon einen neuen Trainer für die A-Jugend eingesetzt habe. „Die Vorgehensweise ist nicht in Ordnung. Ich hätte erwartet, dass man vorher mit mir darüber spricht“, sagt Kormann, der zwei Jahren lang Trainer der Wettringer A-Junioren war.

„Ich kenne die Dinge nicht, die zwischen Jens und Wettringen gewesen sind. Das ist auch nicht meine Baustelle, meine habe ich jetzt jedenfalls geschlossen“, kann Klein-Reesink zu den Vorfällen beim FC Vorwärts nichts sagen.

Fest steht, dass sich Kormann auf seine neue Aufgabe freut. Mit „Reese“ abgesprochen sei in diesem Zusammenhang auch, dass er gewisse Freiräume bekomme, da sein Freundin noch ein Jahr in Frankfurt arbeiten würde.

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