Lengerich
Fantastisches Flair auf der Alb

Freitag, 13.07.2007, 18:07 Uhr

Westerkappeln/Tecklenburger Land. Der letzte Sonntag im Juni ist für viele Radsportler aus der hiesigen Region, vor allem aus Westerkappeln, ein Pflichttermin . Dann nämlich lockt der Alb-Extrem die Fahrer nach Ottenbach in die Schwäbische Alb . Zum 24. Mal wurde dort in diesem Jahr der beliebte Radmarathon ausgetragen. Und wieder am Start waren auch die „Südschweden“.

69 Fahrerinnen und Fahrer hatte Friedel Meyer vom THC Westerkappeln um sich gescharrt, um nach Ottenbach zu fahren. Den Kern dieser Truppe bilden wie jedes Jahr die Mitglieder der Radpostabteilung des THC. Aber auch viele Radsportler aus den Nachbarorten im Tecklenburger, aus dem Osnabrücker Land, sogar aus dem Bielefelder Raum und darüber hinaus, hatten sich den THClern angeschlossen. „Ein Fahrer kam sogar aus der Schwäbischen Alb, der bei uns mitfahren wollte“, sagt Friedel Meyer.

„Die Telnehmerzahl ist auf 3500 festgelegt. Die Startplätze werden per Losverfahrene ermittelt“, so Friedel Meyer. „Aber wir aus dem hohen Norden haben schon einen gewissen Bonus, denn so viele auswärtige Teilnehmer haben für die dortige Fremdenverkehrswirtschaft schon Bedeutung.“

Seit dem Jahr 2000 startet die Westerkappelner Gruppe in wechselnder Besetzung in Ottenbach unter der Bezeichnung „Südschweden“ und sorgt in der Schwäbischen Alb auch neben der Radstrecke für gute Stimmung. Friedel Meyer selbst ist schon seit 1997 regelmäßig am Start, in den ersten drei Jahren noch für das schwäbische Team Bartholomä.

Im Lauf der Jahre konnten sich die Südschweden immer weiter nach vorne arbeiten. Belegte die Mannschaft im ersten Jahr noch den 19. Rang, fuhr man ein Jahr später schon auf Platz neun. Zwischen Platz fünf und acht pendelte die Gruppe dann in den folgenden Jahren. So langsam aber unternehmen die Südschweden den Spitzenplatz ins Visier. Nach Rang drei im vergangenen Jahr holte sich die Truppe diesmal schon den zweiten Rang. Die 69 Fahrer und Fahrerinnen – acht Frauen gehörten in diesem Jahr der Gruppe an – schafften auf den vier angebotenen Strecken insgesamt 15 140 Kilometer, was pro Fahrer einen schnitt von 222,7 Kilometern bedeutete. Und das war am Ende der zweite Platz.

„Für die Jubiläumsveranstaltung im nächsten Jahr haben wir uns vorgenommen, hinter der 25 noch eine Null zu setzen“, sagt Friedel Meyer stellvertretend für seine Mitstreiter. Was heißen soll, dann soll die 250 Kilometer-Marke im Schnitt geknackt werden.

Um an diesen landschaftlich reizvollen Radmarathon teilnehmen zu können, bedarf es aber auch einer guten Vorbereitung. „Man muss schon etwa 1500 Kilometer vorher in den Beinen haben, sonst geht es nicht“, empfiehlt Friedel Meyer.

So sind die meisten Teilnehmer der Südschweden auch alte Hasen. Doch jedes Jahr kommen auch neue Radsportbegeisterte dazu. So ist Hans-Hermann Koch vom THC Westerkappeln erst seit einem Jahr dem Radsport verbunden. Fleißiges Training und die Aussicht, beim Alb-Extrem zu starten, war Ansporn genug. In Ottenbach fuhr der „Frischling“ dann immerhin die 190-Kilometer-Schleife, die insgesamt zwölf Mitfahrer unter die Pedalen genommen hatten. Acht Südschweden wagten sich an die große Runde über 280 Kilometer. Während fast alle mit einem Rennrad unterwegs waren, bewältigte Oliver Schauer aus Osnabrück den Kurs per Liegerad und sorgte damit für einiges Aufsehen.

„Das fantastische Flair macht einfach den Reiz aus, immer wieder den Alb-Extrem zu fahren“, erklärt Friedel Meyer vom THC. Entlang der Strecken sei alles bestens organsiert „dank 350 ehrenamtlicher Helfer“, so Meyer. „Und die Verpflegung unterwegs ist super. Das sind schon richtige Gourmet-Verpflegungsstellen“, schwärmt der Westerkappelner. „So etwas findet man selten.“

Bereits jetzt haben ihn schon wieder viele Radsportler angesprochen, ob sie im nächsten Jahr wieder dabei sein dürfen, wenn es zum Jubiläum erneut in die Schwäbische Alb geht, wo noch ehrlicher Radsport zu finden ist. Wer einmal in Ottenbach war, wird eben schnell vom „Alb-Extrem-Virus“ befallen. Und der eine oder andere, der diesmal noch eine kürze Strecke gewählt hatte, will dann die längeren Versionen in Angriff nehmen. Schließlich soll ja dann die „250“ geknackt werden . . . !

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erteilt Friedel Meyer, Telefon 0 54 04/44 77

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