Lengerich
Marketing-Konzept steht auf breitem Sockel

Dienstag, 24.07.2007, 18:07 Uhr

Von Heiner Gerull

Osnabrück . Bei der Umsetzung seiner Marketing-Strategie baut der VfL Osnabrück auf ein breites Fundament. Seit dem 1. Juli hat es an Stabilität noch hinzugewonnen, denn gestern stellten die Verantwortlichen des Fußball-Zweitligisten mit der Sparda-Bank Münster einen weiteren Premium-Sponsor der Öffentlichkeit vor. Mindestens bis zur Spielzeit 2010 wird die Bank für Privatkunden dem VfL zur Seite stehen – mit Option auf Verlängerung für drei weitere Spielzeiten bis Juni 2013. Das Engagement des Geldinstituts erfolgte unabhängig vom erst im letzten Moment bewerkstelligten Aufstieg, wie Dieter Prütz , Chef der Lila-Weiß-Marketing GmbH, gestern bei der Präsentation zu verstehen gab: „Unser neuer Partner hat schon zu uns gestanden, als wir noch Regionalligist waren.“ Die Verträge, die am 1. Juli in Kraft traten, wurden bereits vor drei Monaten geschlossen. „Dass wir nun in dieser 2. Bundesliga dabei sind, ist ein echter Glücksfall“, sagte Enrico Kahl , als er im Presseraum der Osnatel-Arena Einzelheiten zur künftigen Zusammenarbeit bekannt gab. Neben der Herforder Brauerei und dem Telekommunikationsanbieter Osnatel ist die Sparda-Bank nun dritter Großsponsor beim VfL. Über die Höhe des finanziellen Engagements wollte sich Prütz nichts entlocken lassen. Immerhin ließ er durchblicken, „dass es sich dabei um Zuwendungen im sechsstelligen Bereich handelt.“

Der neue Förderer wird in der Osnatel-Arena auf jenen 90-Meter-Banden präsent sein, die werbemäßig zuletzt von einem großen Elektrofachmarkt belegt waren. Dass diese Flächen nicht TV-relevant sind, spielt für Kahl eine nebensächliche Rolle: „Wir stehen für Regionalförderung, wollen uns regional positionieren.“ Vorrangiges Ziel des Unternehmens ist, die Bekanntheit und Akzeptanz in und um Osnabrück zu steigern.

In Münster, dem Hauptstandort des Geldinstituts, ist das mit einem Marktanteil von 15 Prozent bereits gelungen. Auch deshalb, weil die Bank acht Jahre lang einer der Hauptsponsoren des Volleyball-Erstligisten USC Münster war. Im vergangenen Jahr endete dort die Zusammenarbeit. „In Osnabrück setzen wir auf ein langfristiges Engagement. Ich denke, das ist für beide Seiten wichtig“, bekräftigte der stellvertretende Vorstandsvorsitzende und Vertriebsleiter, Johann Kapl.

Prütz wartete hinsichtlich des Sponsorings mit weiteren positiven Nachrichten auf. So sei die Zahl der Co-Sponsoren von 22 im vergangenen Jahr auf 27 in diesem gestiegen. Insgesamt umfasst der Sponsorenpool 200 Partner. „Einige Anfragen bezüglich der Aufnahme in den Sponsorenkreis mussten wir ablehnen, weil uns noch die entsprechende Möglichkeiten fehlen, diese Partner adäquat zu betreuen“, so Prütz. Doch mit dem Ausbau der VIP-Logen ab September ist Abhilfe in Aussicht.

Möglicherweise wird sich das Engagement des neuen Förderers, der das Trikot-Sponsoring aller F- bis A-Juniorenmannschaften übernimmt, auch auf die Bestückung des Lizenzspieler-Kaders auswirken. „Ich will nicht ausschließen, dass schon in den nächsten Tagen etwas passiert“, ließ Claus-Dieter Wollitz anklingen, dass offenkundig ein weiterer Transfer bevorsteht. Der VfL-Coach nimmt heute seinen Trainerlehrgang in der Sporthochschule Köln auf. Zwei Spieler von den B-Junioren überreichten dem 42-Jährigen gestern Mittag ein angemessenes Präsent: eine lila-farbene Schultüte, gefüllt mit allerlei Leckereien.

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