Lengerich
Preußen müssen sich gedulden

Dienstag, 31.07.2007, 17:07 Uhr

Von Heiner Gerull

Lengerich . Beim SC Preußen ist in diesen Tagen vor allem eines gefragt: Geduld. Und das gilt in mehrfacher Hinsicht. Das für Montag vereinbarte Testspiel bei der Zweitvertretung des FC Eintracht Rheine sagte der Landesligist aus fadenscheinigen Gründen kurzfristig ab. Und in Sachen der beiden angekündigten Neuzugänge Ronaldo Santana Rios und Daniel Unger befinden sich die Lengericher ebenfalls in der Warteschleife. Immerhin gibt Trainer Dietmar Schallenberg zu verstehen, dass beide verbindlich zugesagt haben, für den heimischen Fußball-Bezirksligisten spielen zu wollen. Doch das kann dauern – voraussichtlich sogar bis September. Aber der Reihe nach.

„Das für Montag geplante Spiel in Rheine sollte ein ganz wichtiger Test für uns werden. Umso ärgerlicher, dass der ins Wasser fiel“, sagt der neue Coach des SCP . Am Montagvormittag wollten beide Trainer eine Vereinbarung hinsichtlich des Austragungsortes treffen. „Doch dann hat Thomas Spölming um 11.45 Uhr abgesagt“, war der Lengericher Übungsleiter ziemlich perplex. Rheine sah sich auf Grund der Regenfälle nicht in der Lage, einen Austragungsort zu benennen. Schallenberg: „Das klingt sehr suspekt. Es ist schon merkwürdig, wenn ein Spiel wegen einiger Regenschauer im Juli abgesetzt wird.“ Der Übungsleiter des SCP hatte sogar angeboten, nach Lengerich auszuweichen. Doch diese Offerte lehnten die Rheiner ab, die sich offenkundig aus organisatorischen Gründen nicht imstande sahen, ihren Kader für die Fahrt nach Lengerich zu mobilisieren.

Für den SC Preußen war das kurzfristige Aus vor allem deshalb ärgerlich, weil die Verantwortlichen kaum mehr reagieren konnten. Einige Akteure hatten sich unmittelbar nach der Arbeit ins Auto gesetzt, um auf direktem Wege nach Rheine zu fahren. Als sie dann per Mobilfunktelefon darüber in Kenntnis gesetzt wurden, dass das Spiel ausfällt, kehrten sie unverrichteter Dinge nach Lengerich zurück. Doch wegen des Zeitverzugs platzte auch die kurzfristig angesetzte Trainingseinheit. Den Ernstfall für die am 12. August beginnende Saison planen die Preußen nun für Samstag mit dem Spiel beim B-Ligisten Arminia Ibbenbüren sowie gegen den gerade in die Bezirksoberliga aufgestiegenen SV Bad Rothenfelde am kommenden Dienstag.

Schallenberg sah sich in anderer Hinsicht veranlasst, aufkommenden Gerüchten, wonach sich Neuzugang Ronaldo Santana Rios bereits wieder beim SC Preußen abgemeldet habe, entgegenzutreten. „Das stimmt nicht“, bekräftigt der 42-Jährige. „Ronaldo ist in sein Heimatland Brasilien geflogen, weil er dort noch einige Bescheinigungen besorgen muss, die er für sein berufliches Fortkommen in Deutschland benötigt. Er verbindet diesen Aufenthalt mit einem Heimaturlaub. Er hat sich nicht bei uns abgemeldet.“ Beim SC Preußen rechnet man Anfang September mit den Diensten des 25-Jährigen. Ronaldo, der in Osnabrück wohnt, hatte zuletzt bei Blau-Weiß Lohne gespielt und wollte sich eigentlich dem FC Bramsche anschließen. Da die Bramscher jedoch den Rückzug auf breiter Basis vollziehen, meldete sich der Brasilianer Mitte Juli frist- und formgerecht beim heimischen Fußball-Bezirksligisten an. Dem Linksfuß wurde von seinem ehemaligen Verein bereits die Freigabe erteilt.

Die zweite Hängepartie betrifft Daniel Unger, der sich aus privaten und beruflichen Gründen eine Auszeit genommen hat. Doch über kurz oder lang rechnen die Lengericher damit, dass der Mittelfeldakteur zum Kader hinzustoßen wird. Schallenberg: „Ich gehe jedenfalls fest davon aus. Daniel hat gesagt, dass er nur beim SC Preußen spielen will.“ Freilich sind Fristen gesetzt, denn spätestens am 31. August muss der Pass mit Antrag auf Spielberechtigung beim Westdeutschen Fußball-Verband in Duisburg eingetroffen sein. Über den Stichtag hinausgehende Anmeldungen zögen satzungsgemäß Sperren nach sich.

Derweil zeichnet sich ab, dass der SCP mittelfristig auf einen „alten Bekannten“ zurückgreifen kann. So wurde Jens Hesselmann reaktiviert. Er will nach anderthalbjähriger Pause noch einmal angreifen.

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