Lengerich
Schaulaufen der HSG

Sonntag, 28.10.2007, 21:10 Uhr

Lengerich . Ob es Trainer Bernhard Rohe wahr haben will oder nicht, die Verbandsliga-Handballerinnen der HSG Hohne /Lengerich müssen spätestens seit gestern Nachmittag mit der Favoritenbürde leben. So wie sich die Mannschaft im Spitzenspiel gegen den bisherigen Tabellenzweiten SC Greven 09 II präsentierte, gehört sie ohne Zweifel zum engsten Favoritenkreis. Auch wenn Bernhard Rohe nach dem 32:23 (12:12)-Erfolg auf dem Teppich bleiben wollte. „Von der Oberliga reden wir nicht. Das obere Drittel ist unser Ziel. Es ist ja noch nicht einmal Weihnachten“, sagte der HSG-Coach.

Nach 30 Minuten sah es in der Lengericher Dreifachhalle noch nach einem knappen Resultat zweier gleichwertiger Mannschaften aus. Die Führung, nie höher als zwei Tore, wechselte mehrfach hin und her. So konnte sich keine der beiden Mannschaften absetzen. Beim Gang in die Kabinen leuchtete daher ein gerechtes 12:12-Unentschieden von der Anzeigentafel herunter.

„Mit zwölf Gegentoren haben wir in der Abwehr sicher ganz gut gestanden“, meinte später der HSG-Coach. „Im Angriff haben wir, so denke ich, viele 50:50-Chancen nicht reingemacht. In der Halbzeitpause haben wir uns dann gesagt, es ist ja nur ein Spiel. Nur nicht lange darüber nachdenken.“

Im zweiten Durchgang gingen die Gastgeberinnen von Anfang an viel entschlossener zur Sache. Binnen weniger Minuten führten die HSGerinnen mit 15:12 und lagen somit drei Minuten nach Wiederbeginn erstmals mit drei Treffern in Führung. Im Nachhinein war dieses schon so etwas wie eine Vorentscheidung. Die Grevenerinnen wirkten angeschlagen und verunsichert. Der Abschluss der Gästespielerinnen war auch nicht mehr so genau, was aber auch ein Verdienst einer immer stärker werdenden HSG-Torhüterin Heike Landwehr war.

Der Widerstand von Grevener Seite war eigentlich schon wenige Minuten später gebrochen. Zu keiner Zeit musste der Zuschauer auf der Tribüne – sofern er HSG-Anhänger war – befürchten, dass hier noch etwas anbrennen könnte. Die Lengericherinnen bauten ihren Vorsprung immer mehr aus. Mitte der zweiten Hälfte führten sie mit fünf Treffern. Selbst in Unterzahl hielten sich die Rohe-Schützlinge schadlos und bauten ihren Vorsprung sogar eher noch aus. Auch als Greven kurzfristig mit doppelter Überzahl spielen konnte, hielt der Vorsprung. Die letzten Minuten entwickelten sich fast zu einem Schaulaufen des alten und neuen Tabellenführers.

„Es kam nachher eins zum anderen. Trifft man vorne, steht man auch in der Abwehr besser, Das ist eben so“, sagte ein gut gelaunter Bernhard Rohe nach dem Abpfiff. „Greven aber hat eine junge und sehr talentierte Mannschaft. Die halte ich nach wie vor für eine Spitzentruppe“, lobte Rohe auch den Gegner.

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