Lengerich
„Das musste nicht sein“

Sonntag, 09.12.2007, 21:12 Uhr

Kattenvenne. Fassungslosigkeit , Entsetzen und ungläubiges Kopfschütteln. All dieses begleitete den Schlusspfiff des ewig jungen Derbys zwischen dem TV Kattenvenne und der Reserve der Ibbenbürener Spielvereinigung am Samstagabend. Dabei ist die Geschichte dazu schnell erzählt. Von der Anfangsphase abgesehen entwickelte sich in der Kattenvenner Sporthalle ein Spiel auf Messers Schneide. 13:13 zur Halbzeit, 29:30 am Ende. Eine furchtbar unglückliche Niederlage für die bravourös kämpfenden Kattenvenner. Denn den Siegtreffer erzielte Daniel Attermeyer quasi mit der Schlusssirene aus elf Metern Entfernung.

Während Trainer Bernhard Tennigkeit auf Ibbenbürener Seite jubelnd verkündete, den „Auswärtsfluch“ endlich abgelegt zu haben, standen die Kattenvenner fassungslos auf dem Spielfeld. Dabei hatten sie alles in die Waagschale geworfen. Sie hatten gekämpft und den Ibbenbürenern das Leben schwer gemacht. Und das, obwohl mit den verletzten Hendrik Peters im Tor und Stefan Hülsmeier im Rückraum zwei wesentliche Stützen der Mannschaft so oder so ausfielen. Und als ob dieses nicht schon schlimm genug sei, mussten die Kattenvenner ab der 17. Minute auch noch Wiegand Peters ersetzen. Dieser sah nach einem Foulspiel die Rote Karte.

„Also standen wir plötzlich ganz ohne Rückraumshooter da“, erklärte Ingo Krimphoff rückblickend und durfte sich dennoch freuen. Denn seine Mannschaft, die ihre 6:0-Abwehr zugunsten einer offensiveren 5:1-Abwehr aufgab, kämpfte sich nach Rückständen von 3:7 und 6:10 ins Spiel zurück und glich wenige Minuten vor dem Halbzeitpfiff beim 11:11 erstmals aus. „In dieser Phase haben wir wirklich super gearbeitet“, machte der Trainer seiner Mannschaft nach dem Abpfiff in Punkto kämpferischer Leistung denn auch ein Kompliment. Bezüglich der Cleverness hingegen waren die Ibbenbürener, die zumeist mit eins, zwei Toren in Front lagen, dem TVK einen kleinen Tick voraus. Und der sollte sich Samstagabend drei Sekunden vor Schluss bemerkbar machen.

„Das ist sehr ärgerlich und unglaublich schade, weil sich die Mannschaft wirklich aufgeopfert hat“, bilanzierte der TVK-Coach, der seinen Ärger nicht verbergen konnte. „Diese Niederlage ist letzten Endes absolut unverdient, weil sie nicht hätte sein müssen. Vom Papier her war Ibbenbüren sicherlich Favorit, aber dass sie hier zwei Punkte entführt haben, passt nicht zum Spielverlauf“, erzürnte sich Ingo Krimphoff, während sein Gegenüber glückselig befand: „Der Siegtreffer war zweifelsohne glücklich, aber nicht unverdient.“

Was den Kattenvennern, die die gesamte Spieldauer von ihren Fans angefeuert wurden, fehlte, war zum Einen die Cleverness. Zum Anderen die Substanz im Rückraum, wie der Trainer im Nachhinein feststellte. Denn Marc Attermeyer und Co. zogen im ISV-Spiel gekonnt die Fäden, während sich die Gastgeber aufs Kämpfen besinnen mussten. Das sollte dieses Mal nicht reichen.

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