Lengerich
Neuzugang Nummer vier

Donnerstag, 08.05.2008, 17:05 Uhr

Lotte . In welcher Liga die Sportfreunde Lotte in der kommenden Saison spielen steht noch in den Sternen. Derzeit planen sie zweigleisig, wenn auch das Hauptaugenmerk dem Aufstieg in die Regionalliga gilt. Hinter den Kulissen aber wird schon kräftig am Kader für die neue Saison gewerkelt. Mit Ovid Hajou und Stefan Sloot stehen zwei Akteure aus Verletzungsgründen seit längerer Zeit nicht mehr zur Verfügung und werden den Verein verlassen. Auch Jörg Pahlig (SV Davensberg) und Maik Klostermann (SuS Neuenkirchen) spielen künftig für andere Clubs. Nach Jakob Konradi (SV Vreden), Birdir Ugur (VfL Osnabrück) und Chris Dreckmann (Preußen Münster) steht mit Stefan Zepanski dagegen nun auch der vierte Neuzugang fest.

Während Konradi mit Anfang 20 und die beiden Noch-A-Junioren Dreckmann und Ugur Spieler mit Perspektive sind, darf der 29 Jahre Zepanski ohne Frage als „Fertiger“ angesesehen werden. Der Abwehrspieler des SV Schermbeck absolvierte in dieser Saison alle Oberliga-Punktspiele und erzielte drei Tore. In der Defensive erwies er sich als Bank. Zudem wurde er in der Offensive oft als „Brechstange" eingesetzt. Für die Mannschaft von Trainer Martin Stroetzel war der Linksfuß, der in der Außen- wie auch in der Innenverteidigung und auf der Sechser-Position eingesetzt werden kann, eine wichtige Stützte. Da sein Vertrag ausläuft nahm er dier Herausforderung, in Lotte eventuell Oberliga spielen können, gerne an.

„Es ist traurig und schade, dass Zepanski geht. Doch ich habe Verständnis für seine Entscheidung“, meinte Stroetzel, obwohl Zepanski dem SV Schermbeck bereits seine Zusage für eine Vertragsverlängerung gegeben hatte. Der sucht jedoch die Herausforderung. „Ich bin jetzt 29 Jahre alt und habe die Chance, noch einmal in der Regionalliga zu spielen. Dieses Angebot musste ich einfach annehmen. In Schermbeck ist alles top, aber Lotte ist eine andere Liga“, begründet Zepanski seinen Schritt ins 95 Kilometer von seinem Heimatort Datteln entfernte Lotte.

Der neue Sportliche Leiter der Sportfreunde, Klaus Bienemann, zeigte sich erfreut, die „Allzweckwaffe“ aus Schermbeck, von wo schon Florian Dondorf ans Lotter Kreuz gewechselt ist, losgeist zu haben: „Er ist genau der Mann, den wir brauchen.“ Die Arbeit Bienemanns ist damit aber noch lange nicht beendet. Für alle Mannschaftsteile sucht er nach Verstärkungen, wobei selbstredend auch einige Leute den Verein verlassen werden. Vor allem für die, die bisher im zweiten Glied standen, wird es schwer werden. Denn es ist kaum davon auszugehen, dass sich diese Akteure ausgerechnet in der Regionalliga durchsetzen sollten, falls der Aufstieg gelingt.

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