Lengerich
Sturm auf Tabellenspitze verpasst

Münster. Einen Punkt geholt, aber den Sprung an die Tabellenspitze verpasst, zwei weitere verletzte Spieler und eine gelb-rote Karte gegen Sergej Leonhard – so lautete die Bilanz aus Sicht des SC Preußen Lengerich gestern Nachmittag gegen 16...

Sonntag, 28.09.2008, 21:09 Uhr

Münster . Einen Punkt geholt, aber den Sprung an die Tabellenspitze verpasst, zwei weitere verletzte Spieler und eine gelb-rote Karte gegen Sergej Leonhard – so lautete die Bilanz aus Sicht des SC Preußen Lengerich gestern Nachmittag gegen 16.50 Uhr auf der Sportanlage von Wacker Mecklenbeck. Vor allem die Verletzungen von Daniel Bullerdiek nach einem harten Einsteigen von Mecklenbecks Keeper Lukas Hendricks kurz vor der Pause und von Christian Hülsmeier (86. Minute), der mit Verdacht auf Schienbeinbruch sogar ins Krankenhaus eingeliefert werden musste, brachten Co-Trainer Stefan Gebben fast zur Weißglut. „Jede Woche können wir mit den Jungs zum Krankenhaus fahren“, erregte sich der Stellvertreter von Dietmar Schallenberg, der im Urlaub weilte. Buhmann für Gebben und den Lengericher Anhang war der Unparteiische Martin Pier aus Hamm.

Spätestens bei der Aktion von Wacker-Keeper Hendricks gegen Daniel Bullerdiek (43.) hatte sich der Mann aus Hamm den Unmut der Preußen zugezogen. Trotz seines Abseitspfiff war Hendricks noch mit gestreckten Beinen in Bullerdiek reingestiegen und hatte diesen so unglücklich am Fuß getroffen, dass der Schuh des SCP-Akteurs regelerecht auseinander gerissen wurde. Der Schiedsrichter hatte hier keinen Grund für eine Karte gegen den Wacker-Keeper gesehen. Zu diesem Zeitpunkt führten die Preußen seit der 35. Minute mit 1:0. Lars Börger hatte nach einem Einwurf und einem groben Fehler in der Mecklenbecker Abwehr eingeschoben. Eine Minute vorher hatte er Hendricks bereits mit einem satten 20-Meter-Schuss noch zu einer Glanzparade gezwungen. Bis dahin bot die Partie nur wenige Höhepunkte.

Nur fünf Minuten nach Wiederbeginn stand es aber 1:1. Im Anschluss an einen Freistoß auf der linken Seite war Marco Majewski per Kopf zur Stelle und überwand SCP-Keeper Timo Rohlmann. Zwei Minuten danach verhinderte Rohlmann aber bei einem Distanzschuss, der er noch so eben aus dem Winkel fischte, das mögliche 1:2.

Mit zunehmender Spieldauer diktierten die Lengericher mehr und mehr das Spielgeschehen. Jedoch fanden sie keine Mittel, um die Abwehr der Gastgeber zu knacken. In der 64. Minute zog Schiri Pier erneut den Unmut der Preußen auf sich, als er statt auf Elfmeter für Lengerich auf Schwalbe entschied und Lars Börger zu Recht die gelbe Karte zeigte. Und kurz darauf ahndete Pier eine zumindest fragwürdige Attacke gegen Leonhard nicht. Hier hätte es schon Elfmeter geben können.

In der 67. Minute probierte es Sascha Höwing mit einem Schuss, der aber für Hendricks kein Problem darstellte. Weitere zwei Minuten später scheiterten hintereinander Martin Fleige und Kushtrim Zeqiri. Dann schien aber doch das 2:1 gefallen zu sein, dachten zumindest alle nach einem Leonhard-Freistoß, als der Ball überraschend im Netz landete. Doch der Unparteiische hatte indirekten Freistoß angezeigt und nur der Pfosten lenkte das Leder ab.

Die letzten Minuten wurden dann von der Verletzung des kurz vorher eingewechselten Christian Hülsmeiers überschattet, der nach einem Zweikampf im Mittelfeld mit schmerzverzertem Gesicht liegen blieb. Und dann sah – völlig zu Recht – der bereits verwarnte Sergej Leonhard nach einem groben Einsteigen die gelb-rote Karte. So beendeten die Preußen die Partie nur mit neun Akteuren.

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