Lengerich
Viel Zeit für den Dialog

Donnerstag, 25.06.2009, 20:06 Uhr

Tecklenburger Land. Voll des Lobes waren die Verantwortlichen der Jugendfußballabteilungen der TE-Vereine nach der zweitägigen Tagung im SportCentrum Kamen-Kaiserau am vergangenen Wochenende. Gerne hatte der Kreisjugendausschuss die Einladung in die Sportschule angenommen, um die Abschlusstagung der Saison 2008/2009 abzuhalten. Neben den Formalitäten blieb aufgrund des gemeinsamen Aufenthaltes viel Zeit für den Dialog. „Es ist schon toll, wie der Kreisjugendausschuss versucht, alle Wünsche der Vereine anzugehen und umzusetzent“, so beispielsweise Horst Beckmann , Jugendleiter von Cheruskia Laggenbeck. Im Gegenzug hatten auch die Kreisverantwortlichen die Gelegenheit, ausführlicher als sonst, ihre Wünsche an die Vereine zu thematisieren.

Zu Beginn der Abschlusstagung standen die Berichte der einzelnen Staffelleiter auf der Tagesordnung. Sie zeigten sich insgesamt durchweg zufrieden mit der abgelaufenen Saison. Zu verbessern sei nach wie vor die Vorlage der Pässe. Zwar sein die erforderlichen Nachmeldungen aufgrund eines zweiten zentralen Vorlagetermins des Kreises deutlich weniger geworden, aber wenn Pässe angefordert werden, dauere die Vorlage oftmals so lange, dass die Spruchkammer eingeschaltet werden müsse - unnötige Arbeit und Kosten. Die Vereine regten eine Vereinfachung der jährlichen Passkontrolle an. Bislang wurden alle Pässe bis zur D-Jugend jährlich kontrolliert, künftig, so teilten Kreisjugendleiter Helmut Hettwer und sein Vertreter Volker Schwabe mit, wird dies auf die D-Junioren des jüngeren Jahrgangs und auf alle neuen Pässe aus dem jeweiligen Kalenderjahr beschränkt.

Kreisjugendübungsleiter Benjamin Hettwer lobte die Auswahlmannschaften für ihr Abschneiden bei den Verbandswettbewerben. Auch seitens der Spruchkammern gab es wenig Kritik. Auf Bezirksebene trat der Kreis Tecklenburg wiederum überhaupt nicht in Erscheinung, die Kreisjugendspruchkammer musste sich in der Rückserie nur mit einem Fall in mündlicher Verhandlung befassen. Hier ging es um eine Tätlichkeit gegen den Schiedsrichter durch einen A-Junior, der für sechs Monate gesperrt wurde, und die Bedrohung des Schiedsrichters durch einen Mannschaftsbetreuer im gleichen Spiel. Das Verfahren gegen den Betreuer läuft noch.

Nach der Ehrung aller Meister und Staffelsieger der abgelaufenen Saison folgte der Übergang zur kommenden Spielzeit. Rund 400 Mannschaften sind für die neue Saison gemeldet, der Wert liegt auf Vorjahresniveau. Besondere Freude herrschte beim BSV Brochterbeck. Nachdem die C2-Junioren der ISV und auch die Nächstplatzierten der Kreisliga B auf ihr Aufstiegsrecht verzichteten, wurden die Brochterbecker als Neunter der B-Liga nun der A-Liga zugeordnet. Die ISV gab ihr Aufstiegsrecht auch für die C3 ab, hiervon profitierte Hörstel mit seiner C2 und spielt künftig in der B-Liga B.

Die Kreisliga B der B-Junioren und die Kreisliga C der C-Junioren spielen im Play-Off-Modus, das heißt, dass nach der Hinserie eine leistungsorientierte Neubildung der Staffeln erfolgt. Hier war der Kreisjugendausschuss zunächst anderer Auffassung, schloss sich aber dem Mehrheitsvotum der Vereine an. Bei D-Junioren wird an dem neu eingeführten Play-Off-System in der Kreisliga A mit drei Gruppen à acht Mannschaften festgehalten. „Das hat sich eindeutig bewährt, auch wenn es in der Hinserie ein höheres Leistungsgefälle in den Gruppen gibt. Alles in allem sind die Ergebnisse aber ausgeglichener als im alten System“, so Volker Schwabe. Verkleinert wurden die D-Junioren-Staffeln darunter. Auch sie spielen nun mit maximal acht Mannschaften und im Play-Off-System. Zudem wurden eigene Staffeln für die 8er-Mannschaften der D-Junioren und die D-Mädchen gebildet.

Für die Mädchen ändert sich ohnehin einiges. Die Altersklassen werden nun eindeutig denen der Jungen angeglichen, die Sonderreglung mit U14-Teams, einer Mischform aus C- und D-Jugend, fällt weg. Auch alle Spielregeln wie Größe des Spielfeldes und der Tore werden den Junioren angeglichen. Alles wie gehabt bleibt hingegen bei den E- und F-Junioren sowie den Mini-Kickern. Mannschaftsänderungen oder Nachmeldungen sind noch bis zum 29. Juni möglich. Die Meisterschaftsspiele beginnen am 29. und 30. August, in größeren Staffeln eventuell eine Woche vorher.

Als letzter Tagesordnungspunkt stand die Auslosung für den Kreispokal an. Auch hier einigten sich die Anwesenden auf eine Vereinfachung: Es werden nur noch die Spiele der ersten Runde ausgelost, die weiteren Runden werden von vornherein fest angesetzt. Die Lose zog Eva Kortmann von Falke Saerbeck (siehe Übersicht auf dieser Seite). Die erste Pokalrunde ist bis zum 19. August auszutragen. Die Mädchen beginnen direkt mit der zweiten Runde, die bis zum 2. September zu absolvieren ist. Der E-Junioren-Kreispokal wird am 22. und 23. August in Hörstel ausgetragen.

Ein Vortrag des FLVW-Justitiars Dieter Ostertag rundete das Wochenende ab. Ostertags Vortrag stieß dabei auf großes Interesse bei den Teilnehmern, verdeutlichte er doch sehr anschaulich und praxisnah Rechtsfragen und Haftungsregelungen.

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