Lengerich
Dr. Josef Roters gewinnt Bayern-Cup

Montag, 09.11.2009, 18:11 Uhr

Lengerich - Nein, geschenkt haben sie sich wahrlich nichts, die drei Lengericher Reiterinnen und Reiter, die sich beim Turnier in der heimischen Reithalle in guter Ausgangsposition in der Gesamtwertung um den Bayern-Cup befanden. Diese begehrte Trophäe wird alljährlich an den besten Lengericher Teilnehmer aus dem Lager der Reiter und Senioren verliehen. Bis zur letzten Prüfung des zweiten Turniertages, dem E-Springen mit Stechen, war noch alles offen. Denkbar knapp war die Führung von Dr. Josef Roters mit „Argentina Queen“ vor Magdalena Kiepker mit „Gipsy“ und Alice Lüdike mit „Winess“.

Letztendlich sollte Dr. Josef Roters jedoch ein achter Platz in der letzten Wertungsprüfung genügen, um die Führung im Kampf um den Bayern-Cup zu verteidigen. Nach einem zweiten Platz im vergangenen Jahr nahm der Reiter nun am Sonntagabend den begehrten Pokal aus den Händen des ersten Vorsitzenden des R&F Lengerich, Wilhelm Boes , entgegen. Groß war die Freude bei Dr. Josef Roters über den Erfolg. „Es ist schön zu sehen, dass man noch mit den jungen Leuten mithalten kann“, lachte der Reiter mit Blick auf seine deutlich jüngeren Konkurrentinnen. Den zweiten Platz in der Wertung um den Bayern-Cup teilten sich Alice Lüdike mit „Winess“ und Vorjahressiegerin Magdalena Kiepker mit „Gipsy“, die mit jeweils 56 Punkten nur zwei Zähler hinter dem Sieger lagen.

Hoch her ging es auch im Kampf um den Optik-Wagner-Pokal, der an den Sieger des E-Springens mit Stechen verliehen wird. Neun Teilnehmer hatten sich nach fehlerfreiem Parcours für das Stechen qualifiziert und wollten ihre Chance nutzen, das Springen für sich zu entscheiden. Mit einer fehlerfreien Runde in einer Zeit von 32,30 Sekunden nahm Natalia Girnus im Sattel von „Simply Smart“ ihrer Konkurrenz ganze drei Sekunden ab und erwies sich als nicht zu schlagen. Diese Leistung bescherte der Reiterin des RV Ibbenbüren den Gewinn des Optik-Wagner-Pokals, den sie aus den Händen von Wilhelm Boes in Empfang nahm.

Als Publikumsmagnet erwies sich am Turniersamstag der Paarklassen-Wettbewerb mit Kostüm. Mit einer Wertnote von 7,5 siegten hier „die Spanier“ Manuela Früchte mit „Perina“ und Johanna Budke mit „Riodosso“ vor ihren Vereinskollegen Jennifer Brockmann und Simone Spelten alias „die Simpsons“. Der dritte Rang in dieser Prüfung ging ebenfalls nach Lengerich. Hier platzierten sich „die Bienen“ Anna-Lena Knuf und Jennifer Düing mit den beiden Schulpferden „Lamour“ und „Lucky“.

Die jüngsten Nachwuchsreiter bekamen am Sonntag in der Führzügelklasse Gelegenheit, ihr Können unter Beweis zu stellen. In der ersten Abteilung dieser Prüfung siegte Vivien Borgmann vom RFV Ostbevern vor Maja Fleddermann vom ZRFV Lienen. Über die goldene Schleife für den Sieg in der zweiten Abteilung freute sich Viona Siering aus Dickenberg.

Für die Teilnehmer des Springwettbewerbs der Klasse E für Junioren und Junge Reiter wurden in diesem Jahr Sonderehrenpreise für den „besten stilistischen Ritt in Verbindung mit dem am besten heraus gebrachten Pferd“ ins Leben gerufen. An erster Stelle platzierte sich hier Julia Büchter im Sattel von „Beach Boy“ vom ZRFV Laggenbeck“. Der zweite Platz ging an Julia Knüver mit „Pierrot“ vom ZRFV Ladbergen.

Eine besondere Überraschung für den R&F Lengerich hielt Franz-Josef Konermann von der Volksbank Tecklenburger Land parat. So überreichte dieser am Sonntagnachmittag einen Scheck in Höhe von 3000 Euro an den ersten Vorsitzenden des R&F Lengerich, Wilhelm Boes. Diese Spende wird für die Finanzierung der pünktlich zum Hallenturnier abgeschlossenen Sanierung des Reithallendaches verwendet werden. „Wir sind sehr froh über diese Unterstützung“, ging der Dank im Namen des Vereins von Wilhelm Boes an Franz-Josef Konermann.

Für die Mitglieder des R&F Lengerich steht bereits am kommenden Wochenende die nächste Veranstaltung auf dem Programm. Vor zwei Jahren fand nach jahrelanger Abstinenz erstmalig wieder ein Voltigierturnier auf dem Gelände des R&F Lengerich statt, das am 14. und 15. November in die dritte Auflage geht. Nicht im Sattel, wohl aber auf dem Rücken der Pferde werden dann die Voltigierer ihr Können unter Beweis stellen.

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