Lengerich
„So macht es richtig Spaß“

Montag, 16.08.2010, 17:08 Uhr

Ladbergen - Natürlich hätten sie schon einen Ball gesehen widersprach am Samstagnachmittag Tobias Mateina der Aussage seiner Spieler, sie hätten bislang nur Kondition und Kraft gebolzt. Die Handballer des TSV Ladbergen schauten daraufhin eher fragend, bis ihr Trainer aufklärte: „Naja, den Medizinball eben.“ Mitten in der Saisonvorbereitung befinden sich derzeit die Landesliga-Handballer aus dem Heidedorf, wobei sie Teil eins gerade abgeschlossen haben, eben den eher ungeliebten kräftezehrenden Abschnitt. Seit einer Woche arbeiten sie nun auch mit dem „richtigen“ Handball. Quasi zur Belohnung gab es am vergangenen Wochenende ein Dreierturnier mit dem Oberligisten TV Bissendorf und dem Verbandsligisten PSV Recklinghausen . Dabei schlug sich der TSV tapfer und feierte nach einer Niederlage gegen Recklinghausen einen überzeugenden Sieg gegen Bissendorf.

„Ich bin mit dem Auftritt der Mannschaft sehr zufrieden“, verteilte Mateina ein Pauschallob. Ohnehin zeigt sich der neue Trainer voll und ganz zufrieden. „Die Jungs haben zuletzt ganz schön gelitten. Aber alle ziehen mit, jeder quält sich bis zum letzten. So macht es Spaß“, meint der Coach, der durch sein Auftreten unweigerlich an Ex-Trainer Michael Reiners erinnert.

Nach einem gemeinsamen Training in der Rott-Sporthalle trugen die beteiligten Clubs am Samstag ein Dreierturnier über die jeweils volle Distanz aus. Gegen den ambitionierten Verbandsligisten PSV Recklinghausen hatte der TSV nicht viel zu bestellen. Spielerisch stark und körperlich robust trumpfte das Team aus dem Ruhrgebiet auf, das mit neun Toren Differenz siegreich blieb und anschließend auch TV Bissendorf bezwang.

Gegen den TVB zeigte Ladbergen dann ein starke Vorstellung und gewann mit 31:26. Den Grundstein dafür legte der TSV durch eine beeindruckende Abwehr- und Torhüterleistung. In der ersten Halbzeit hatte dabei der niedersächsische Oberligist überhaupt nichts zu bestellen. „Das sah schon ganz gut aus“, meinte Mateina. „Vor allem ist es uns gelungen, unsere Konzeptionen durchzubringen.“ Gut klappte auch der Wechsel von einer 6:0- auf eine 5:1-Deckung, obwohl die Heidedörfler das noch gar nicht so sehr trainiert haben. „Diese Möglichkeit ist für die Saison auf jeden Fall eine Alternative“, verweist Mateina auf eine zusätzliche Spielvariante.

In der neuen Deckungsformation nahm Neuzugang Niels Hermes die Position des „Vorgezogenen“ ein. „Das hat er in Emsdetten auch schon gespielt“, erläutert Mateina. Ohnehin hinterließ Hermes einen guten Eindruck und deutete an, dass er zu einer echten Verstärkung werden kann.

Mit dem bisherigen Verlauf der Vorbereitung zeigt sich der Coach zufrieden. Er kann derzeit auf einen 16-Mann-Kader bauen, der von wenigen Ausnahmen abgesehen fast durchweg komplett und motiviert beim Training ist. Christian Abelmann (krank) und Dennis Schröer (Urlaub) fehlten am vergangenen Samstag zwar, ihre Rückkehr steht aber unmittelbar bevor.

Ein intensives Wochenende steht der Mannschaft am kommenden Samstag und Sonntag bevor, wenn Tobias Mateina zum Trainingslager bittet. Nach jeweils zwei Einheiten steht am Samstag ein Testspiel gegen die Ibbenbürener SV und am Sonntag gegen Verbandsliga-Aufsteiger TuS Bramsche an. „Danach dürfen die Spieler müde ins Bett fallen, weil sie dann genug getan haben“, verspricht der Coach seinen Jungs ein weiteres handballintensives Wochenende.

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