Lengerich
Kopflos - planlos - Punkte los

Sonntag, 27.03.2011, 20:03 Uhr

Lengerich - Das war nicht das, was die Fans von Preußen Lengerich erwartet hatten. Nach dem enttäuschenden Auftritt im Spiel bei GW Rheine vor einer Woche hatten alle eine entsprechende Reaktion erwartet. Die zeigte die Mannschaft gestern im eigenen Stadion gegen Wacker Mecklenbeck allerdings nur in Ansätzen. Der Wille, etwas Zählbares einzufahren, war durchaus vorhanden, allerdings wirkten die Aktionen viel zu kopflos. So mussten sich die Preußen mit 0:1 (0:1) geschlagen geben und schliddern immer tiefer in den Abstiegsschlamassel.

Die Hausherren machten gestern Bekanntschaft mit dem ausbleibenden Glück der Kellerkinder. Zwei Pfostentreffer von Willi Dolguschin (42.) und Martin Fleige (54.) verzeichneten die Hausherren, doch keine Treffer. Zudem fiel das Tor des Tages durch Philipp Schäfer in der 32. Minute aus klarer Abseitsposition.

Die Partie begann gleich mit einem richtigen Wachmacher für die Preußen. Die Innenverteidigung war nicht gut postiert. So kam Martin Große Scharmann in der sechsten Minute frei zum Schuss. Timo Rohlmann parierte jedoch glänzend. Nach einer guten Viertelstunde hatten die Hausherren den Torschrei auf den Lippen. Nach einem Konter über Willi Dolguschin schoss Jeffrey Kleist aus 16 Metern jedoch um Zentimeter über das Tor. Die angedeutete Drangphase verpuffte aber schnell. Das 0:1 in der 32. Minute durch Schäper war eine zusätzliche kalte Dusche. Die Hausherren bauten danach zwar mehr Druck auf, allerdings wurden die Angriffe zu planlos vorgetragen. Immer wieder hoch in den Mecklenbecker Strafraum geschlagene Bälle waren eine dankbare Beute des insgesamt fast beschäftigungslosen Gäste-Keeper Lukas Hendricks. Um ein Haar wäre Wacker sogar mit einem 2:0 in die Kabinen gegangen. Bernd Wilpsbäumer erlief sich in der eigenen Hälfte den Ball und sprintete allein auf Rohlmann zu, der aber glänzend klärte.

In der ersten Hälfte ist einiges schief gelaufen. „Das haben wir in der Pause besprochen. Geändert hat sich aber nicht wirklich viel“, zeigte sich Trainer Dietmar Schallenberg tief enttäuscht. Nach dem Pfostenschuss von Fleige zogen die Hausherren ein echtes Powerplay auf, kreierten aber keine nennenswerte Torchance mehr. Hoch geschlagene Bälle auf die Spitzen Jeffrey Kleist und Willi Dolguschin, beide jeweils einen Kopf kleiner als ihre Gegenspieler, übertriebene Einzelaktionen und schlecht getimte Flanken verursachten keinerlei Gefahr. Die Preußen versuchten Vieles, sie mühten sich, aber die Partie nahm ihren Lauf, ohne dass tatsächlich die Möglichkeit eines Tores für die Hausherren in der Luft lag.

Die haderten nach dem Abpfiff kräftig mit Schiedsrichter Dieter Schornberg (Heek). Auch wenn er zahlreiche merkwürdige Entscheidung traf, die Niederlage an ihm festzumachen, wäre nicht korrekt. Gegen oftmals biedere Mecklenbecker war die Leistung der Lengericher gestern einfach nicht ausreichend.

Preußen Lengerich: Rohlmann - Brune, Höwing, Kube, Fleige - Bünemann, Homm, Schevemann (46. Leonhard), Mendrina, Kleist (76. Hülsmeier) - Dolguschin.

Wacker Mecklenbeck: Hendricks - Hoffmann (66. Sobek), Stuhldreier, Nisten Dietrich, Wiethölter - Rott (88. Bogus), Schäper, Ambrozuk, Schulz - Wilpsbäumer, Große Scharmann (76. Pauer).

Tore: 0:1 Schäper (32.).

Tore: 0:1 Schäper (32.)

Trainerstimme

Dietmar Schallenberg: „Heute ist eine ganze Menge zusammen gekommen. Unglückliche Schiedsrichter-Entscheidungen waren nicht zu unseren gunsten. Dann treffen wir zwei Mal den Pfosten. Geht der zweite von Martin Fleige rein, läuft das Spiel ganz anders. Danach haben wir Mecklenbeck doch an die Wand gespielt. Das war ein Spiel auf ein Tor. Die Jungs haben gefightet. Die Willenskraft war da, aber der Kopf hat nicht mitgespielt. Dennoch hätten wir ein Remis verdient gehabt. Nun müssen wir auf jeden Fall nächste Woche in Hauenhorst punkten.“

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