Lengerich
Lotte nun richtiger Spitzenreiter

Sonntag, 02.10.2011, 13:10 Uhr

Lotte - Erstmals „richtiger“ Tabellenführer , erstmals in Verl gewonnen und richtig gut gespielt. Es war ein Spieltag nach Maß für die Sportfreunde Lotte. Die Hauptkonkurrenten im Titelkampf, Borussia Mönchengladbach und Eintracht Trier, ließen Federn, die Mannen von Trainer Maik Walpurgis feierten beim „Angstgegner“ SC Verl einen verdienten 3:1-Erfolg und gehen nach der Länderspielpause mit breiter Brust in die dann anstehenden Spitzenspiele.

„3:1 hört sich deutlich an. Aber so klar war es gar nicht. Es hätte auch Unentschieden ausgehen können“, will Walpurgis den Sieg nicht zu hoch hängen. „Das Spiel hat gezeigt, dass wir weiter an uns arbeiten müssen.“ Der SC Verl hat den Sportfreunden wahrlich das Leben schwer gemacht und war durch Arifi (13.) sogar in Führung gegangen. Doch noch vor der Pause drehten Marc Lorenz per Strafstoß und Martin Hess den Spieß um. Für das Endergebnis sorgte Tim Gorschlüter. Damit nimmt Lotte mit drei Punkten Vorsprung und dem klar besseren Torverhältnis vor Borussia Mönchengladbach, das ein Spiel weniger ausgetragen hat, den Spitzenplatz ein.

Sechsmal in Folge war Maik Walpurgis nach dem Prinzip „never change a winning team“ vorgegangen und hatte jeweils die gleiche Startformation ins Rennen geschickt. Bis Samstag. Da ließ er Martin Hess auflaufen. Christian Schlösser musste auf die Bank. Hess erwies sich neben Marcus Fischer im 4:4:2-System als belebendes Element und war zudem erfolgreich. „Der Martin hat so exzellent trainiert. Ich musste ihn aufstellen. Es gab für mich gar keine andere Möglichkeit“, begründete Walpurgis diese Maßnahme.

Sie sollte die richtige sein. Allerdings tat sich seine Elf zunächst schwer. Trotz optischer Überlegenheit fand sie keine Lücke in der dicht gestaffelten Verler Abwehr. Als Jeton Arifi nach einem Stellungsfehler Michael Hohn­stedts seine Farben in der 13. Minute in Führung schoss, bahnte sich die erste Niederlage nach 18 ungeschlagenen Spielen an. Doch weit gefehlt. Das Gegentor spornte die Gäste nur noch mehr an. Hatte Hohnstedt zunächst nur den Pfosten getroffen (26.), war in der 29. Minute Martin Hess nur durch ein Foul zu bremsen. Den fälligen Strafstoß verwandelte Marc Lorenz sicher. Vier Minuten später sorgte Hess per Kopf nach Flanke von Marcus Fischer selbst für die 2:1-Führung.

Danach hatten die Sportfreunde weitere gute Einschussmöglichkeiten, um für eine frühzeitige Entscheidung zu sorgen (Hess, Fischer, Lorenz), allerdings sorgten auch die Hausherren immer wieder für Gefahr. Erst mit dem 3:1 durch Tim Gorschlüter (78.) war die Messe endgültig gelesen.

SC Verl: Mandic - Kaminski (46. Rasp), Bertram, Capretti, Großeschallau - Lauretta, Manstein - J. Schröder, Brinker (80. Buschening), Arifi (56. M. Schneider) - Haeder.

SF Lotte: Görrissen - Grieneisen, Czyszczon, Wiwerink, Hohnstedt - Zinke (86. Wingerter), Gorschlüter, Liesenfeld, Lorenz (58. Schlösser) - Hess (75. Neubauer), M. Fischer

Tore: 1:0 Arifi (13.), 1:1 M. Lorenz (29. Foulelfmeter), 1:2 Hess (33.), 1:3 Gorschlüter (78.). - Schiedsrichter: Heitmann (Diepholz). - Gelbe Karten: Mandic, J. Schröder - Czyszczon, M. Fischer, Hess, Schlösser. Zuschauer: 450.

Trainerstimme:

Maik Walpurgis, Trainer von SF Lotte: „Ja, es war ein Spieltag ganz nach unserem Geschmack. Der Sieg war sicherlich verdient, aber er war hart erkämpft. Verl ist 1:0 in Führung und beim 2:1 hätten die auch ausgleichen können. Das 3:1 hört sich deutlicher an als es war. Dieser Sieg gibt Selbstvertrauen. Wir dürfen jetzt aber nicht denken, dass uns die Punkte in den nächsten Spielen einfach so zufliegen,“

Anzeige
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/97680?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F3661143%2F94%2F35348%2F716023%2F716026%2F
Uniklinikum schließt Schlafmedizin
Aus für Spezialklinik: Uniklinikum schließt Schlafmedizin
Nachrichten-Ticker