Fußball - Drittliga-Relegation: SF Lotte - Waldhof Mannheim
Nun wird es ernst: Sportfreunde wollen aufsteigen

Lotte -

Spielen die Sportfreunde Lotte in der kommenden Saison in der 3. Liga. Mit dem Meistertitel in der Regionalliga West haben sie die Grundvoraussetzungen dafür geschaffen. Nun stehen zwei Aufstiegsspiele gegen Waldhof Mannheim an. Das erste steigt am Mittwochabend in Lotte. Aber die Sportfreunde haben Verletzungssorgen.

Dienstag, 24.05.2016, 00:05 Uhr

Als Meister stehen die Sportfreunde schon seit Wochen fest. Nun wollen sie den nächsten Schritt tun und den Aufstieg in die 3. Liga realisieren.
Als Meister stehen die Sportfreunde schon seit Wochen fest. Nun wollen sie den nächsten Schritt tun und den Aufstieg in die 3. Liga realisieren. Foto: Mrugalla

Die Erinnerungen an 2013 sind allgegenwärtig. Als Meister der Regionalliga West, der vermeintlich stärksten vierten Liga Deutschlands, mit der Rekordpunktzahl von 86 Zählern trafen die Sportfreunde Lotte in den erstmals durchgeführten Relegationsspielen ausgerechnet auf RB Leipzig . Nach Hin- und Rückspiel triumphierte jedoch der finanzkräftige Club aus Sachsen und stieg in die 3. Liga auf.

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Die Sportfreunde standen trotz der beeindruckenden Saison mit leeren Händen da. „Das möchte ich nicht noch einmal erleben“, schwört Kevin Freiberger seine Nebenleute ein. Los geht es am Mittwochbend mit Teil eins der Relegation um 19 Uhr im Sportpark am Autobahnkreuz. Die Entscheidung fällt am Sonntag im zweiten Aufstiegsspiel ab 15.05 Uhr im Mannheimer Carl-Benz-Stadion.

Deutlich über 5000 Tickets wurden im Vorverkauf abgesetzt. So ist heute Abend mit einem neuen Zuschauerrekord im Lotter Stadion zu rechnen. Der liegt noch bei 5604, aufgestellt im Relegationsspiel gegen RB Leipzig. Am Sonntag in Mannheim dürfte die Arena mit 25 000 Besuchern ausverkauft sein. Bis gestern waren über 18 000 Karten verkauft.

Zwischen dem SV Waldhof und den Sportfreunden gibt es einige Parallelen. Beide sind als Außenseiter in die Saison gestartet und letztlich nach beeindruckenden Serien durchaus überraschend Meister geworden. Beide beeindruckten in der Liga mit der stärksten Abwehr und vertrauen jeweils einem jungen Trainer, der Fußball spielen lässt und trotz der sattelfesten Deckung einen eher offensiven Stil bevorzugt.

Einiges spricht für den SV Waldhof, der als ehemaliger Bundesligist von einer riesigen Fanschar begleitet wird, die vor allem am Sonntag das heimische Stadion in einen Hexenkessel verwandeln dürften. „Davon lassen wir uns aber nicht beeindrucken“, ist Tim Wendel überzeugt. „Das macht doch Spaß, vor so vielen Leute zu spielen. Dafür spielen wir ja auch Fußball.“

Die Sportfreunde gehen dagegen als nach 2013 geläuterte Mannschaft ins Aufstiegsrennen, die so kurz vor dem Ziel nicht noch einmal alles verlieren möchte. Zudem ist die Relegationserfahrung groß. Der verletzte Tim Gorschlüter, Kevin Freiberger und Gerrit Nauber waren schon 2013 für Lotte am Ball. Nico Granatowski und Luca Tankulic gehörten dem VfL Wolfsburg II an, als der sich 2014 gegen SG Sonnenhof Großaspach geschlagen geben musste. Schließlich stand Matthias Rahn 2013 in Diensten des KSV Hessen Kassel, als der gegen Holstein Kiel die Segel streichen musste. Alle sechs Spieler wissen, was es bedeutet, nach einer Relegation mit leeren Händen dazustehen. Umso motivierter werden sie in die anstehenden Duelle gehen.

Wer letztlich beim Anpfiff auf dem Platz stehen wird, steht in den Sternen. Aus Mannheim verlautet zwar, dass der ehemalige Bundesliga-Spieler Hanno Balitsch ausfallen werde, das dürfte aber wohl nur ein Störfeuer aus Baden Württemberg sein. Echte Fragezeichen gibt es dagegen bei den Sportfreunden. Die zuletzt angeschlagenen Kevin Pires-Rodrigues, Matthias Rahn und wohl auch Bernd Rosinger dürften auflaufen. Dagegen sieht es bei Kevin Freiberger, Nico Granatowski und Jeron Al-Hazeimeh nicht gut aus. Ein Einsatz ist nicht ausgeschlossen, Stand gestern müssten sie jedoch passen.

SF Lotte: Fernandez - Langlitz, Rahn, Nauber, Al-Hazeimeh (Neidhart) - Dej, Heyer, Pires-Rodrigues - Granatowski (Siegert), Rosinger, Freiberger (Tankulic)

SV Waldhof Mannheim: Cetin - Marco Müller, M. Seegert, M. Fink, Mühlbauer - Strifler, Balitsch (Nag) - G. Ibrahimij, Förster, Sommer - Burgio.

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