Fußball: 1860 München
In der Winterpause kräftig verstärkt

Lotte / München -

Der neue Trainer Vitor Pereira ist mit Porto Europa-League-Sieger geworden, der neue Manager kommt vom FC Liverpool, der neue Mittelstürmer für 2,5 Millionen Euro aus Trondheim. Bei 1860 München soll es künftig wieder aufwärts gehen. 

Dienstag, 07.02.2017, 17:02 Uhr

Fußball: 1860 München : In der Winterpause kräftig verstärkt
Christian Gytkjaer (links), hier im Kopfballduell mit dem Bielefelder Malcolm Cacutalua, ist in der Winterpause aus Trondheim an die Isar gewechselt. Foto: dpa

Die Pressekonferenz in München gab er noch auf portugiesisch, ließ Fragen und Antworten jeweils übersetzen. So lange ist Vitor Pereira ja auch noch nicht da, als dass er der deutschen Sprache mächtig wäre. Sein weltmännischer Ruf eilt dem neuen Trainer des TSV 1860 aber voraus. Immerhin hat der 48-Jährige schon den FC Porto trainiert. Gemeinsam mit dem vom FC Liverpool losgeeisten neuen Manager Ian Ayre, soll er eine neue Mannschaft bei den Löwen aufbauen, die mittelfristig den Aufstieg in die erste Bundesliga realisieren kann.

Investitionen in der Winterpause

Dafür wurde der Kader mit fünf Winter-Neuzugängen verstärkt. Ein Umbruch sei nötig gewesen, äußerte Pereira. Noch sei 1860 keine große Mannschaft. Der Kader habe zwar Qualität, aber es brauche Zeit, um zu arbeiten und das Team noch besser zu machen.

Mit dem 2,5-Millionen-Einkauf von Mittelstürmer Christian Gytkjaer von Rosenborg Trondheim, leisteten sich die Sechziger einen äußerst kostspieligen Zugang, der bei seinem Debüt gegen Arminia Bielefeld (1:2) aber gleich getroffen hat. Mit dem brasilianischen Rechtsaußen Amilton, Linksverteidiger Lumor aus Ghana und Innenverteidiger Abdoulaye Ba vom FC Porto haben sich die Löwen weiter verstärkt. Hinzu kommt Mittelfeldspieler mit Frank Boya ein begnadeter Techniker, der gerade mit Kamerun Afrika-Meister geworden ist.

Umbruch mit Querelen 

Mit dem ehemaligen Osnabrücker Jan Mauersberger, Sebastian Boenisch, Daniel Adlung, Sascha Mölders und Ivica Olic tauchen weitere bekannte Namen auf. Die Frage ist, in wie weit das Mannschaftsgefüge bei solchen Individualisten bereits gewachsen ist und wie sich die jüngsten Querelen im Verein, wie der Ärger mit Münchner Presservertretern und der Rücktritt von Kapitän Stefan Aigner, auswirken. Einen Ersatz als Kapitän gibt es nicht. In Frage kommen Mauersberger und Daniel Adlung. Der Coach sieht auch kein Problem darin, die Binde von Spiel zu Spiel neu zu vergeben.

Vitor Pereira geht zuversichtlich an die Sache heran. Als Zweitligist gelte der TSV als Favorit, meinte er, auch wenn Lotte den Ruf eines Pokal-Schrecks habe. Aber, so äußerte er, sei Lotte gut eingestellt und komme als Heimmannschaft besser mit den schlechten Platzverhältnissen zurecht. „Deshalb erwarte ich ein enges Spiel.“

„Sechzig muss aufpassen“

Einen Tipp bekommt der Portugiese von einem Trainer, der seit zwei Tagen arbeitslos ist. Nach der 0:3-Niederlage gegen die Sportfreunde Lotte lösten SV Wehen Wiesbaden und Torsten Fröhling den Vertrag auf. Der geschasste Coach äußerte in Richtung München: „Lotte hat uns am Samstag aufgefressen. Das ist eine gewachsene Mannschaft, die nicht nur zweikampfstark ist, sondern auch fußballerisch was draufhat. Sie sind zielstrebig und unbekümmert. Sechzig muss aufpassen.“

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