Fußball - DFB-Pokal-Viertelfinale: SF Lotte - Borussia Dortmund
Den vierten Finaleinzug in Folge vor Augen

Dortmund / Lotte -

Natürlich ist Borussia Dortmund siegessicher vor dem DFB-Pokal-Viertelfinale bei SF Lotte am Dienstagabend. Der Bundesligist zeigt aber auch eine Menge Respekt vor den Sportfreunden. Leicht werde es auf gar keinen fall, warnt BVB-Trainer Thomas Tuchel.

Dienstag, 14.03.2017, 16:55 Uhr
Veröffentlicht: Montag, 13.03.2017, 00:00 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Dienstag, 14.03.2017, 16:55 Uhr
Am 28. Februar wurde das geplante Pokalspiel in Lotte abgesagt. Heute gibt es für Pierre-Emerick Aubameyang und Co. die Neuauflage
Am 28. Februar wurde das geplante Pokalspiel in Lotte abgesagt. Heute gibt es für Pierre-Emerick Aubameyang und Co. die Neuauflage Foto: Stratmann

Der Respekt ist da, aber wenn man zwischen den Zeilen liest, scheint die Station DFB-Pokal gegen Lotte für Borussia Dortmund nur eine lästige Hürde zu sein. Wie es das Los wollte, wartet auf den Sieger der heutigen Partie Bayern München . Dessen Präsident Karl-Heinz Rummenigge geht bereits von einem Halbfinale gegen den BVB aus. Auch Dortmund-Trainer Thomas Tuchel sprach in der vergangenen Woche vom erneut anstehenden Pokal-Duell mit dem deutschen Rekordmeister.

So scheint der BVB-Plan festzustehen: In Osnabrück über Lotte nach München - und dann nach Berlin. Zwar mussten sie sich jeweils geschlagen geben, in den vergangenen drei Jahren standen die Schwarz-Gelben aber ununterbrochen im Finale. Noch nie hat eine Mannschaft viermal in Serie im Endspiel gestanden. Drei Mal (1965, 1989 und 2012) gewann Borussia Dortmund bisher den DFB-Pokal.

Und der BVB will zum 14. Mal in der Vereinsgeschichte und zum fünften Mal innerhalb der letzten sechs Jahre in die Vorschlussrunde einziehen.

Auch wenn Thomas Tuchel insgeheim schon an die nächste Runde denkt, warnt er davor, die Sportfreunde zu unterschätzen: „Auf dem Papier sind sie zwar 3. Liga. Aber sie sind Aufstiegsaspirant und für uns einzuschätzen wie ein Zweitligist. Und bei einem Zweitligisten im Viertelfinale zu spielen, ist schwierig.“ Weltmeister André Schürrle befürchtet: „Lotte wird sich in alles reinwerfen, was sich bewegt.“ Die letzte Niederlage gegen einen Drittligisten musste die Borussia am 27. Oktober 2010 mit 2:4 im Elfmeterschießen bei den Offenbacher Kickers hinnehmen. Ihm Jahr zuvor verloren sie ebenfalls an der Bremer Brücke im Viertelfinale gegen VfL Osnabrück mit 2:3.

Unmut war bei der Absage vor zwei Wochen aufgekommen, als es hieß Borussia Dortmund habe den Spielausfall forciert und Schiedsrichter Dr. Brych entsprechend „bearbeitet“. Das weist Tuchel von sich. „Wir waren auch nicht glücklich darüber, dass wir nicht spielen konnten.“ Seine Mannschaft sei zum Zeitpunkt der Absage in der Kabine gesessen und bereit gewesen, zu spielen. „Zu dem Zeitpunkt hatte Lotte zwei Absagen hinter sich. Jetzt gehen sie nach zwei Heimsiegen mit viel Selbstvertrauen in dieses Spiel, die Sensation zu schaffen.“

Die 1:2-Niederlage in Berlin sieht der BVB-Coach nicht als Nachteil. „Vielleicht kommt der Dämpfer gegen Hertha zum richtigen Zeitpunkt“, meint er. Für Kapitään Marcel Schmelzer indes steht fest: „Es ist ein anderes Spiel, aber wieder auf schwerem Boden. Das ist ein anderer Wettbewerb. Darauf fokussieren wir uns. Wir wollen eine Runde weiterkommen.“

Der Champions-League-Viertelfinalist muss womöglich auf Nationalspieler Julian Weigl verzichten. Der defensive Mittelfeldspieler kämpft nach einer Überlastung mit muskulären Problemen. Abwehrchef Sokratis ist zudem gelb-rot-gesperrt.

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