Fußball - DFB-Pokal-Viertelfinale: SF Lotte - Borussia Dortmund 0:3
Gute Stimmung an der Bremer Brücke

Lotte -

Der Umzug hat nicht allen behakt, letztlich war es aber unumgänglich, das DFB-Pokal-Nachholspiel von Lotte nach Osnabrück zu verlegen. Daran habe es auch nicht gelegen, meint Kevin Freiberger, die Stimmung an der Bremer Brücke seit sehr gut gewesen.

Mittwoch, 15.03.2017, 00:03 Uhr

War zufrieden, BVB-Trainer Thomas Tuchel.
War zufrieden, BVB-Trainer Thomas Tuchel. Foto: Mrugalla

Der Rasen an der Bremer Brücke und der Umzug nach Osnabrück waren natürlich die vorherrschenden Themen am Dienstagabend. „Der Platz war nicht besser als bei uns. Wir hätten definitiv auch in Lotte spielen können“, stellte Andre Dej fest. Damit hatte der Mittelfeldspieler Recht. Als sattes Grün präsentierte sich der Untergrund nicht. „Der Platz war sehr uneben“, meinte BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke. Zu bemängeln hatten Spieler und Offizielle des BVB wieder einiges an den äußeren Umständen. Dabei waren es die Sportfreunde, die allen Grund zum klagen hatten.

Unzufrieden, Lottes Trainer Ismail Atalan.

Unzufrieden, Lottes Trainer Ismail Atalan. Foto: Mrugalla

„Aus dem Heimrecht ist ein Auswärtsspiel geworden“, fuhr Andre Dej fort. Wie schon im Punktspiel am 25. November gegen den VfL kassierten die Sportfreunde erneut eine 0:3-Niederlage. „Das Stadion scheint uns nicht zu liegen“, äußerte Nico Neidhart . Dabei absolvierte er vor über drei Jahren an der Bremer Brücke, damals noch für den VfL, sein erstes Spiel als Profi. „Das ist ewig her“, blickt der Verteidiger ungern zurück. Neidhart begründet auch, warum Lotte im Stadion die Gäste-Kabine gewählt hat und nicht den VfL-Raum: „Wir waren dort Gäste und haben deshalb wir die Auswärtskabine gewählt. Da waren wir schon einmal und kannten uns ein wenig aus.“

So gut es ging, wollten die Sportfreunde eben Heimspielatmosphäre schaffen. Dafür haben sie unter anderem sogar die Eckfahnen aus dem Frimo-Stadion mitgebracht. In jedem Fall war die Bremer Brücke größtenteils in blau-weiß gehüllt. Die Stimmung war sehr gut und reichte an die Flutlicht-Abende bei VfL-Spielen heran. Das hat auch Kevin Freiberger so empfunden, der ja ein Jahr in Osnabrück unter Vertrag stand: „Natürlich war es nicht unser Stadion. Dass wir verloren haben, hat aber nicht daran gelegen. Die Atmosphäre war top. Die Fans haben uns unglaublich nach vorne gepuscht.“

Während Lottes Trainer Ismail Atalan von einem Auswärtsspiel sprach, das nicht nötig war, schlug BVB-Coach Thomas Tuchel sanftere Töne an: „Es waren schwierige Bedingungen. Aber wir haben das sehr seriös und gewissenhaft gemacht, waren uns für nichts zu schade. Diese Einstellung und dieser Fleiß waren die Basis für den Sieg.“

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