Fußball - 3. Liga: VfL Osnabrück - Chemnitzer FC 3:0
VfL gibt die richtige Antwort

Osnabrück -

Die Befreiung war den Spielern des VfL Osnabrück nach zuletzt dürftigen Leistungen und weniger guten Ergebnissen anzusehen. Mit 3:0 (1:0) fegten die Lila-Weißen nach Treffern von Nazim Sangaré, Marc Heider und Konstantin Engel am Samstag den Chemnitzer FC vom Platz und machten in der Tabelle Boden gut.

Samstag, 18.03.2017, 00:03 Uhr

Nazim Sangare zeigte eine klasse Leistung und erzielt hier das wichtige 1:0 für den VfL
Nazim Sangare zeigte eine klasse Leistung und erzielt hier das wichtige 1:0 für den VfL Foto: Mrugalla

Eines vorweg, der Sieg auf tiefem, schwer zu bespielenden Boden war hochverdient, wenn er vielleicht auch um ein Tor zu hoch ausfällt. Die Befreiung war den Spielern des VfL Osnabrück nach zuletzt dürftigen Leistungen und weniger guten Ergebnissen anzusehen. Mit 3:0 (1:0) fegten die Lila-Weißen nach Treffern von Nazim Sangaré , Marc Heider und Konstantin Engel am Samstag den Chemnitzer FC vom Platz und machten in der Tabelle Boden gut.

Was aber bedeutet der Sieg? Nach zuvor vier Niederlagen in Serie hatte der VfL gegen Holstein Kiel gewonnen, um wenig später in Erfurt die fünfte Niederlage im sechsten Spiel zu kassieren. War das nun eine Krise, und ist die beendet? Kann die Mannschaft gar wieder nach oben schauen. Trainer Joe Enochs sieht es diplomatisch: „Wir haben in den vergangenen sechs Wochen soviel auf die Schnauze bekommen, da kann nach einem Spiel nicht alles wieder gut sein. Es war für uns eine reine Achterbahnfahrt. Das Wort Krise mag ich nicht. Die Liga ist so unglaublich eng, da denken wir wirklich nur von Spiel zu Spiel. Auch wenn wir jetzt gewonnen haben, dürfen wir in der derzeitigen Situation nicht vom Aufstieg reden.

Erzielte in dieser Szene per Kopf mit seinem ersten Saisontor den 3:0-endstand, Konstantin Engel (links, Nr. 5).

Erzielte in dieser Szene per Kopf mit seinem ersten Saisontor den 3:0-endstand, Konstantin Engel (links, Nr. 5). Foto: Mrugalla

Enochs hatte seine Mannschaft ein wenig verändert. Anthony Syhre kehrte nach abgesessener Sperre zurück und übernahm den Posten neben Christian Groß im defensiven Mittelfeld. Dafür rückte Konstantin Engel nach rechts in die Viererkette. Nazim Sangaré spielte weiter vorne. Das tat dem ehemaligen Düsseldorfer gut. Er zeigte seine wohl beste Leistung im VfL-Trikot und avancierte zum stärksten Osnabrücker. Lohn war sein Treffer zum 1:0 in der 23. Minute. Nach einer Hackenvorlage von Jules Reimerink zu Kwasi Okyere Wriedt, passte der Goalgetter zum in der Mitte freistehenden Sangare, der clever einlochte. 1:0 für Osnabrück , völlig verdient zu dem Zeitpunkt. „Ich habe ein Tor geschossen, das freut mich“, meinte der Schütze. „Wichtiger aber ist, dass wir gewonnen haben und ich von mir sagen kann, 100 Prozent gegeben zu haben.“

Und was machte Chemnitz? Der CFC enttäuschte keineswegs. Er erarbeitete sich auch einige Chancen, allen voran Anton Fink, war aber nicht vom Glück verfolgt. Vor allem direkt nach dem Seitenwechsel hatten die Gäste einige Male den Ausgleich auf dem Schlappen. Doch VfL-Keeper Marius Gersbeck zeigte sich stets auf dem Posten.

Als sich in der 66. Minute Marc Heider in einem Zweikampf gegen Kevin Conrad im Grenzbereich der Erlaubten durchsetzte und zum 2:0 vollendete, war die Vorentscheidung gefallen. Der gebürtige Recker hätte sich allerdings nicht beschweren dürfen, wenn Schiedsrichter Markus Schmidt aus Stuttgart abgepfiffen hätte. „Der Schiri hat nicht unterbrochen, also war es ein reguläres Tor“, meinte Heider nur.

Vier Minuten später sah der Chemnitzer Stefano Cincottanach wiederholtem Foulspiel die gelb-rote Karte. In Überzahl spielten die Hausherren dann ihre ganze Dominanz herunter. Mit dem fälligen Freistoß nach dem Foul fand Wriedt den am „langen“ Pfosten stehenden Konstantin Engel, der aus spitzem Winkel mit seinem ersten Saisontreffer per Kopf das 3:0 markierte. Das war´s. In der Folge verpassten es die Hausherren sogar, den Sieg auszubauen.

Tragische Figur am Samstag war Otchi Wriedt. Er verbuchte zwei Scorerpunkte und war gewohnt fleißig. Obwohl er zahlreiche Einschussmöglichkeiten für sich verbuchte, gelang ihm aber kein Tor. Angesichts des Ergebnisses wird er es aber verschmerzen können. Nun kann Osnabrück erhobenen Hauptes zum Spitzenspiel am kommenden Samstag nach Regensburg fahren.

VfL Osnabrück: Gersbeck – Engel, Appiah, Willers, Dercho – Groß (75. Schulz), Syhre – Sangaré (85. Renneke), Reimerink – Heider, Wriedt (77. Rüzgar).

Chemnitzer FC: Kunz – Reinhardt (46. Bittroff), Mbende, Conrad, Cincotta – Danneberg, Grote (90. Koch) – Baumgart, Fink, Türpitz – Hansch.

Tore: 1:0 Sangaré (23.), 2:0 Heider (66.), 3:0 Engel (70.). – Schiedsrichter: Markus Schmidt (Stuttgart). - Gelbe Karten: Wriedt - Hansch. - Gelb-Rot: Cincotta (69., wiederholtes Foulspiel). - Zuschauer: 7277.

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