Fußball: Kreisspruchkammer-Sitzung
Pyrotechnik: Die bisher höchste Geldstrafe verhängt

Tecklenburger Land -

Zum vierten Mal musste die Kreisspruchkammer Tecklenburg einen Fall von Pyrotechnik verhandeln und verhängte dabei die bisher höchste Geldstrafe. Getroffen hat es die dritte Mannschaft der Sportfreunde Lotte. Die wurde zur Zahlung von 400 Euro verdonnert.

Dienstag, 25.04.2017, 17:04 Uhr

Fußball: Kreisspruchkammer-Sitzung : Pyrotechnik: Die bisher höchste Geldstrafe verhängt
(Symbolbild) Foto: dpa

Das wird mal wieder teuer. Zum vierten Mal musste jetzt die Kreisspruchkammer Tecklenburg einen Fall von Pyrotechnik verhandeln und verhängte dabei die bisher höchste Geldstrafe. Getroffen hat es die dritte Mannschaft der Sportfreunde Lotte . Die wurde zur Zahlung von 400 Euro verdonnert und muss zudem die Verfahrenskosten in Höhe von 127,20 Euro tragen. Der Verein hat das Urteil akzeptiert, das damit rechtskräftig ist.

Am 24. März sollen vor und nach dem Spiel der Kreisliga C 3, SF Lotte 3 gegen SV Büren 3 (4:1), Pyrotechnik und Knallkörper auf der Straße und nach dem Spiel im Stadion gezündet worden sein. Der Schiedsrichter hat daraufhin einen Sonderbericht verfasst.

Während der Verhandlung nahm er Stellung zu den Vorfällen und bekräftigte, dass er die Vergehen eindeutig den Fans der Sportfreunde zuordnen könne. Während der Partie habe es keine Beanstandungen gegeben, meinte der Referee. Nachdem Lotter Fans vor dem Anpfiff außerhalb des Stadions gezündelt hätten, seien nach dem Abpfiff auch direkt am Platz bengalische Fackeln abgebrannt sowie Knallkörper gezündet worden. „Bei Pyrotechnik gibt es die Null-Toleranz-Grenze“, machte Horst Gerseker , Vorsitzender der Kreisspruchkammer klar.

Zwar versuchte Lottes 3. Vorsitzender Sven Westerhus die Anschuldigungen abzuschwächen. Als Gerseker und die Kammerkollegen ihm klar machten, dass die Sachlage eindeutig sei und der Schiedsrichter zu hundert Prozent SFL-Anhänger als Übeltäter ausgemacht habe, lenkte Westerhus ein.

Damit sind die Sportfreunde nach Preußen Lengerich, Stella Bevergern und TuS Tecklenburg der vierte Verein des Tecklenburger Landes, der wegen Zündens von Pyrotechnik zahlen darf. „Wir hatten gehofft, dass die Leute es kapiert hätten, weil wir in den vergangenen zwei Jahren nicht mehr wegen eines solchen Vergehens tagen mussten, dem ist aber wohl nicht so“, zeigte sich Gerseker enttäuscht.

Trotz des vermeintlich harten Urteils hat sich Spruchkammer sogar noch zurückgehalten. Der Verband schreibt bei Pyrotechnik eine Mindeststrafe von 500 Euro vor. „Auch wenn die nach dem Abpfiff fast zehn Minuten gezündelt und so etwas wie Silvester gespielt haben, ist während der 90 Minuten nichts passiert“, erklärte Gerseker. „Das haben wir berücksichtigt und sind unter dem Höchstmaß geblieben.“

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