Fußball: 3. Liga
SF Lotte - VfL Osnabrück: Stimmen zum Spiel

Lotte / Osnabrück -

0:0 endete am Samstag das Autobahnkreuz-Derby zwischen den Sportfreunden Lotte und dem VfL Osnabrück. Die Tore fehlten, ansonsten war es ein sehr kurzweiliges Spiel mit vielen Höhepunkten. Die Stimmen zum Spiel (aktualisiert):

Samstag, 29.04.2017, 00:04 Uhr

Matthias Rahn (hinten) hätte das 1:0 für Lotte erzielen können und muss an der Nase operiert werden. Er wird in den beiden letzten Saisonspielen fehlen. Steffen Tigges (vorne) traf den Pfosten. Rechts Andre Dej.
Matthias Rahn (hinten) hätte das 1:0 für Lotte erzielen können und muss an der Nase operiert werden. Er wird in den beiden letzten Saisonspielen fehlen. Steffen Tigges (vorne) traf den Pfosten. Rechts Andre Dej. Foto: Mrugalla

Die Stimmen zum Spiel:

Joe Enochs ( VfL Osnabrück ) : „Ich habe zwei verschiedene Halbzeiten gesehen. Wir haben in der ersten Hälfte versucht, durch das Zentrum zu spielen. Das hat nicht funktioniert, zudem haben wir Lotte mit blöden Ballverlusten immer wieder eingeladen. Letztlich war sogar ein Führung zur Pause möglich, die aber unverdient gewesen wäre. In der zweiten Halbzeit sind wir besser ins Spiel gekommen. Wir haben umgestellt, haben besser hinten heraus gespielt und gute Diagonalbälle geschlagen. So haben wir uns eine Vielzahl an Torchancen erarbeitet, die aber nicht aber nicht rein gemacht. Ich habe bis zuletzt an den Sieg geglaubt. Wir haben nicht gewonnen, aber nach oben ist noch nichts entschieden. Es ist schwieriger, aber noch ist alles möglich. Wir werden daraufhin arbeiten, am letzten Spieltag gegen Paderborn ein Endspiel zu haben.“

Ismail Atalan ( SF Lotte ): „Ich habe es genauso gesehen wie Joe. Wir haben in der ersten Halbzeit sehr guten Fußball gespielt. Wir hatten einen klaren Plan und haben den umgesetzt. Gefehlt haben die Tore. Dann war klar, dass sich irgendwann die 120 Pokalminuten von Mittwoch bemerkbar machen würden. Osnabrück hat dann 20 Minuten richtig gut gespielt. Da das Tor aber nicht fiel, glaube ich, ließen einige den Kopf hängen. So gab es in der Schlussphase kaum noch Tormöglichkeiten. Insgesamt war es eine starke Leistung von uns. Ich muss den Hut ziehen, was die Mannschaft zeigt bei so vielen Ausfällen und der zehnten englischen Woche in den vergangenen elf Wochen.“

Christian Groß (VfL-Mittelfeldspieler): „Mit der ersten Halbzeit konnten wir nicht zufrieden sein. Da haben wir auch nicht gut ins Spiel gefunden. Lotte hatte da die klareren Möglichkeiten. In der zweiten Halbzeit haben wir richtig gut gespielt. Nur das Tor hat einfach gefehlt. Schade, aber es muss trotzdem weitergehen.“

Nazim Sangaré (VfL-Rechtsverteidiger): „Wir sind hier mit hohen Erwartungen hingekommen, dementsprechend groß ist die Enttäuschung Aber das 0:0 geht in Ordnung. In der ersten Halbzeit haben wir einfach zu viele Torchancen zugelassen und zu viele Fehler im Aufbauspiel gemacht. Die zweite Hälfte ging an uns. Ein gerechtes Ergebnis. Wir werden jetzt nicht aufgeben und weiter nach vorne schauen. Abgerechnet wird am Ende.“

Marius Gersbeck (VfL-Torhüter): „Die erste Halbzeit war nicht gut. Wir haben zu viele Fehler gemacht, die wir in der zweiten Halbzeit abgestellt haben. Deswegen hatten wir auch Chancen für den Sieg. Der Lucky Punch hat gefehlt. Wir müssen mit dem Punkt zufrieden sein. Warum soll nach oben hin nicht alles möglich sein? Dazu müssen wir wohl die restlichen drei Spiele gewinnen.“

Steffen Tigges (VfL-Stürmer): „Über meinen Pfostentreffer ärgere ich mich. Geht der Ball rein, gewinnen wir. In der zweiten Halbzeit hätten wir uns schon den Sieg verdient. In der ersten Hälfte sind wir schwer rein gekommen. Da hat uns Marius Gersbeck super im Spiel gehalten. In der zweiten Halbzeit haben wir dann eine super Reaktion auf diese durchwachsene erste Hälfte gezeig und ein gutes Spiel gemacht. Es war ein schweres Spiel heute und Lotte auch eine gute Mannschaft. Mit ein bisschen Glück gewinnen wir, aber ohne ein bisschen Glück kriegen wir in der ersten Halbzeit auch das 0:1 und dann sieht das vielleicht schon wieder ganz anders aus.“

Alexander Langlitz (Rechtsverteidiger SF Lotte): „Wir sind zufrieden. Mit dem 0:0 kann man leben, wir sicherlich mehr als der VfL. Eigentlich müssen wir zur Pause schon führen, da haben wir richtig guten Fußball gespielt. Ich weiß nicht, was passiert wäre, hätten wir ein Tor erzielt. Nach der Pause hat es der VfL dann richtig gut gemacht und war vor allem bei Standards gefährlich. Da konnten wir kaum noch für Entlastung sorgen. Ob es ein Derby war oder nicht, wir geben in jeden Spiel 100 Prozent. Wir sind die Sportfreunde Lotte und froh, in der 3. Liga spielen zu können.“

Kevin Freiberger, Sportfreunde-Mittelstürmer: „Es war ein wirklich gutes Spiel heute. Es hat bestimmt Spaß gemacht zuzuschauen. In der ersten Halbzeit waren wir dominant. Nach der Pause war Osnabrück am Drücker. Gerechtes 0:0. Ich würde lügen, wenn ich behaupten würde, dass dieses Spiel kein besonderes Spiel ist. Für mich hatte es einen hohen Stellenwert. Ich gönne Osnabrück das Allerbeste. Sie sollen ruhig aufsteigen. Ich denke, dass wir jetzt mit dem Abstieg nichts mehr zu tun haben.“

Matthias Rahn (Innenverteidiger SF Lotte): „Wir hatten Respekt, aber keine Angst. Die erste Halbzeit war eine der besten in der 3. Liga. Da haben wir richtig gut gespielt, leider kein Tor erzielt. Ich selbst hätte ja auch eins machen können. Es war ein geiler Auftritt von uns. In der zweiten Halbzeit hat uns vielleicht en wenig die Kraft verlassen. Aber es war ein geiler Auftritt von uns. Mein Knie hat keine Probleme bereitet, dafür die Nase. Im Abschlusstraining bin ich mit Gerrit Nauber zusammengerasselt und habe mir die Verletzung zugezogen. Das muss operiert werden. Ein spiel mache ich wohl noch, dann folgt die OP.“

Benedikt Fernandez (Torwart SF Lotte): „In der zweiten Hälfte hatte ich zwar mehr zu tun, aber die zwei schöneren Paraden hatte ich, glaube ich, in der ersten Halbzeit gegen Wriedt. Der Schuss mit dem Halbzeitpfiff und der Schuss ins lange Eck, wo ich gerade noch dran bin, das waren zwei gute Abschlüsse. In der zweiten Halbzeit haben die richtig aufgedreht, das muss man ehrlich sagen. Da hatten wir in der einen oder anderen Situation auch etwas Glück.“

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