Radball: Amazone-Cup-Turnier in Leeden
Alte Hasen und neue Gesichter

Tecklenburg-Leeden -

Am Wochenende ist es wieder soweit. Der Tecklenburger Ortsteil Leeden steht ganz im Zeichen des Radballs. Zum 39. Mal hat der heimische RSV „Bergeslust“ zum internationalen Amazone-Cup eingeladen.

Donnerstag, 05.04.2018, 19:04 Uhr

Am Samstag begrüßt der RSV Bergeslust Leeden, rechts Thorsten Göpfert und Markus Kuhlage, wieder internationale Gäste beim Amazone-Cup.
Am Samstag begrüßt der RSV Bergeslust Leeden, rechts Thorsten Göpfert und Markus Kuhlage, wieder internationale Gäste beim Amazone-Cup. Foto: Jörg Wahlbrink

Vor 45 Jahren feierte das bis weit über die nationalen Grenzen hinaus für seine einzigartige Atmosphäre bekannte Sportereignis seine Premiere. Damals gewannen die Leedener Lokalmatadoren Axel Wille und Erwin Budke die begehrte Trophäe. Wer die lange Siegerliste durchgeht, wird so manch prominenten Namen wiederfinden. So zum Beispiel die schweizerische Spitzenmannschaft Oberhänsli /Osterwalder, die Anfang der 1980er Jahre gleich drei Mal in Folge das Turnier für sich entscheiden konnte. Dieses Husarenstück gelang anschließend auch Olaf Wille und Willi Sattler aus Münster (1997 – 1999). Und von 2005 bis 2007 mit Daniel Schneider und Lukas Schönenberger erneut ein Team aus der schweizerischen Radballhochburg Mosnang. Aber auch der RSV „Bergeslust“ konnte mit verschiedenen Mannschaften bereits zehn Mal den Pokal in der Heimat behalten.

Für das diesjährige Kräftemessen trafen die Zusagen der geladenen Teams wie gewohnt schnell beim heimischen Radsportclub ein. „Wir können erneut ein interessantes Teilnehmerfeld präsentieren“, freut sich Manfred Göpfert, 1. Vorsitzender des RSV auf den Wettkampf in der Sporthalle an der Grundschule, der am Samstag ab 11 Uhr starten wird.

Aus Belgien hat die aktuelle Nummer eins gemeldet. Brecht Damen und Niels Dirikx von der HZG Beringen gehen als Pokalverteidiger ins Rennen. Bei der WM in Österreich konnten die jungen Akteure mit Platz fünf den Klassenerhalt in der A-Gruppe sichern.

Einer der großen Turnierfavoriten kommt aus Österreich. Kevin Bachmann und Stefan Feurstein von der SG Sulz/Dornbirn haben bereits als Nachwuchsteam etliche Erfolge gesammelt. Mittlerweile sind die ehemaligen Junioren-Europameister und U 23-Landesmeister fester Bestandteil des österreichischen Spitzenradballs. Zuletzt zeigten die Vorarlberger Mitte Februar ihre Ausnahmeklasse, als sie sich erneut die Qualifikation zum World-Cup 2018 sicherten.

Neue Gesichter kommen aus Tschechien. Miroslav Stary und Marek Topolar starten für den TJ Sokol aus Sitborice, rund 35 Kilometer südwestlich von Brünn gelegen. In der 1. tschechischen Liga belegen sie momentan den zweiten Rang. Man darf gespannt sein, wie sich das spielstarke Duo bei der Feuertaufe in Leeden schlagen wird.

Gleich drei Mannschaften werden die deutschen Farben vertreten. Bestens bekannt sind dabei Andreas Reichenbacher und Christian Gallinger vom SV Kassel-Nordshausen. Eigentlich war Reichenbacher als Schiedsrichter für das Leedener Turnier vorgesehen. Doch da die Schweiz kurzfristig absagen musste, tauscht Reichenbacher die Pfeife gegen sein Radballrad und geht mit Partner Gallinger auf Pokaljagd. Die Nordhessen haben etliche Jahre Erfahrung in der 1. Bundesliga gesammelt. Momentan belegt das defensivstarke Duo den fünften Platz in der 2. Bundesliga.

Aus dem Frankenland reist die zweite Vertretung des aktuellen Weltmeisters RMC Stein an. Robert Mlady und Michael Birkner sind momentan in der 2. Bundesliga das Maß aller Dinge. Souverän führen sie die Tabelle zur Halbzeit an. Nach Platz zwei vor drei Jahren und dem vierten Rang im Vorjahr wollen die bayrischen Meister dieses Mal den Amazone-Cup mit in ihre Heimat nehmen.

Modus hat sich bewährt

Bekannt und bestens bewährt ist der Modus, mit dem die Mannschaften den Kampf um die begehrte Trophäe aufnehmen. „Es gibt für uns keinen Grund für eine Änderung. Unser internationales Radballturnier war in fast jeder Ausspielung ein Garant für Spannung bis zum Ende. Das wird auch dieses Mal beim Modus „Jeder-gegen-Jeden“ der Fall sein“, ist sich Göpfert sicher. Auf den richtigen Pfiff hoffen derweil die beiden Schiedsrichter, beim Radball Kommissäre genannt. Eric Spinck aus Hamburg und Hartmut Beck vom heimischen RSV Leeden werden all ihre Erfahrung einbringen, um für einen fairen Wettbewerb zu sorgen.

Neben spannendem Radball ist beim Leedener Turnier auch immer ein großartiges Rahmenprogramm Tradition. Das wird auch in diesem Jahr so sein. So können sich die Zuschauer auf Einlagen der jüngsten Radballer freuen. Und auch die Einrad-Abteilung hat sich wieder etwas ganz Besonders für den Amazone-Cup einfallen lassen.

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Wie gewohnt werden Thorsten Göpfert und Markus Kuhlage die heimischen Vereinsfarben vertreten. In der 2. Bundesliga rangiert das Teutoburger Erfolgsduo momentan auf Platz zwei, die Qualifikation zur Aufstiegsrunde fest im Blick. Nach dem Triumph beim Amazone-Cup vor zwei Jahren mussten sich Göpfert/Kuhlage 2017 mit dem dritten Rang zufrieden geben. Mit der Unterstützung des eigenen Anhangs wollen sie dieses Mal wieder den Pokalsieg angreifen.

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