Beachvolleyball: Turniere des TV Hohne in Lienen
Nora Altekruse und Bianca Hummelt gewinnen Damen-Cup

Tecklenburger Land -

Mit sechs verschiedenen Turnieren gab es am Wochenende reichlich Beach-Volleyball auf der Anlage am Lienener Hallen-Freibad. Erstmals wurden die Turniere nicht mehr im Rahmen der NWVV-Beachtour durchgeführt. Dennoch war die Zahl der Meldungen nicht geringer als in den Vorjahren.

Donnerstag, 31.05.2018, 18:24 Uhr

Nora Altekruse (links im grünen Trikot) und Bianca Hummelt gewannen die Damen-Konkurrenz.
Nora Altekruse (links im grünen Trikot) und Bianca Hummelt gewannen die Damen-Konkurrenz. Foto: Josef Gaida

Mit sechs verschiedenen Turnieren gab es am Wochenende reichlich Beach-Volleyball auf der Anlage am Lienener Hallen-Freibad. Erstmals wurden die Turniere nicht mehr im Rahmen der NWVV-Beachtour durchgeführt. Dennoch war die Zahl der Meldungen nicht geringer als in den Vorjahren, vielmehr wurde die Entscheidung der Verantwortlichen beim TV Hohne von vielen Aktiven sogar begrüßt. Zum Auftakt gab es am Samstag D-Cup-2er-Turniere für Frauen und Männer. In der Damen-Konkurrenz starteten acht Teams, bei den Herren waren es fünfzehn.

Im Damen-Wettbewerb siegten Nora Altekruse und Bianca Hummelt vom TSC Gievenbeck. Bei den Herren behaupteten sich Johannes Nottbeck und Moritz Pohlmann vom VC Osnabrück, die auch schon im Sommer 2016 erfolgreich waren.

In der Damenkonkurrenz dominierten in den Gruppenspielen zwei Teams. In der Gruppe A waren es Grazyna Woltmann und Judith Kamps (ohne Verein) in der Gruppe B der spätere Turniersieger. Beide Teams gewannen ihre drei Gruppenspiele ohne Satzverlust bei teilweise klaren Satzgewinnen.

Kaum ein Ball wurde beim Beach-Auftakt verloren gegeben, wie es hier Teresa Lohmöller vom TV Hohne eindrucksvoll untermauert.

Kaum ein Ball wurde beim Beach-Auftakt verloren gegeben, wie es hier Teresa Lohmöller vom TV Hohne eindrucksvoll untermauert. Foto: Josef Gaida

Aus der Gruppe A qualifizierte sich das Team Lisa Heß (ohne Verein) und Jana Kiparski vom VfL Lintorf bei zwei Siegen als Zweiter für das Halbfinale. In der Gruppe B reichte dem TE-Teams Lea Möllering und Julia Schröder vom SC Halen ein Sieg und ein Unentschieden zum Einzug ins Halbfinale.

Nicht ganz zum Einzug ins Halbfinale hat es in der Gruppe A für das Team Anna Peters/ Teresa Lohmöller vom Veranstalter TV Hohne gereicht. Es musste Jana Kiparski und Lisa Heß nach einer 0:2-Niederlage (14:16, 12:15) den Vortritt lassen.

Ohne Sieg blieb in der Gruppenphase das zweite Team des TV Hohne, Anneke De Boer und Maris Lohmöller. In der Gruppe B reichte es lediglich zu einem Unentschieden (13:15, 15:13) gegen den späteren Finalisten Lea Möller und Julia Schröder.

Im Spiel um Platz fünf trafen nicht nur die beiden Teams des TV Hohne aufeinander, es war auch ein Duell der Schwestern Teresa und Maris Lohmöller. Maris siegte zusammen mit Anneke de Boer in einem Dreisatz-Spiel (15:8, 11:15 und 15:13).

Im ersten Halbfinale ging es für Grazyna Woltmann und Judith Kamps gegen Lea Möller und Julia Schröder Das Halener Team zeigte sich im ersten Beach-Jahr von Spiel zu Spiel formverbessert. Eine gute Leistung war auch erforderlich, um das routinierte Team Woltmann und Kamps auf Distanz halten zu können (15:12, 15:9).

Im zweiten Halbfinale mussten Nora Altekruse und Bianca Hummelt gegen Lisa Heß und Jana Kiparski nach gewonnenem ersten Satz (15:13) etwas überraschend durch ein 8:15 im zweiten Durchgang den 1:1-Satzausgleich hinnehmen. Der dritte Spielabschnitt ging dann aber deutlich mit 15:4 an das Team vom TSC Gievenbeck.

Im Finale gab es zum zweiten Mal an diesem Tag den Vergleich zwischen Nora Altekruse und Binanca Hummelt sowie Lea Möllering mit ihrer Partnerin Julia Schröder. In der Gruppen-phase war das TSC-Team mit 2:0 (15:12 und 15:2) erfolgreich.

Das Finale schien zunächst anders zu laufen. Das Team vom SC Halen hatte den ersten Durchgang mit 15:10 gewonnen und führte auch im zweiten Satz mit 12:10. Doch zum Gewinn des zweiten Satzes reichte es nicht. Nach einem Zwischenstand von 15:15 siegten Nora Altekruse und Bianca Hummelt mit 17:15. Als die Beach-Neulinge vom SC Halen auch im Entscheidungssatz mit 7:3, 10:5 und 13:8 führten, lag der erste Beach-Erfolg in der Luft. Doch diese Rechnung hatten sie ohne ihren Gegner gemacht. Nora Altekruse und Bianca Hummelt holten Punkt für Punkt auf, ließen das Halener Team nervös werden. Hauptsächlich waren es Fehler in der Ballanahme und im Angriffsspiel bei den Halener Spielerinnen, die Nora Altekruse und Bianca Hummelt noch den 15:13-Satzgewinn ermöglichten.

In der Herrenkonkurrenz wurde die Vorrunde in drei Fünfer-Gruppen ausgespielt. Jeweils die Gruppenersten und -zweiten sowie die beiden besten Gruppendritten qualifizierten sich für das Viertelfinale.

Moritz Pohlmann (links) und Johannes Nottbeck waren im Herren D-Cup erfolgreich.

Moritz Pohlmann (links) und Johannes Nottbeck waren im Herren D-Cup erfolgreich. Foto: Josef Gaida

Als einziges Team mit TE-Beteiligung startete Lars Kordy vom SV Cheruskia Laggenbeck mit seinem früheren Mannschaftskollegen Stephan Heetlage vom TV Nordhorn. Nach den Gruppenspielen waren sie nur Vierter, spielten dabei etwas glücklos. So verloren sie das erste Gruppenspiel gegen Jan Ruthemöller und David Fuß zwar mit 0:2, beide Sätze (17:19, 13:15) waren aber umkämpft.

Es folgte ein Unentschieden in der Partie gegen Lucas Dymek und Julian Udvari, wobei der erste Satz wieder in der Verlängerung mit 15:17 verloren, der zweite Durchgang aber mit 15:8 deutlich gewonnen wurde.

Die dritte Vorrundenpartie wurde gegen Michael Bauer und Thomas Schlagheck mit 2:0 (15:5 und 15:12) gewonnen.

Im letzten Vorrundenspiel gegen Thomas Lülff (VC Osnabrück) und Andreas Lülff konnten es Stephan Heetlage und Lars Kordy nicht fassen, wie oft der Gegner bei Punkten von der Netzkante profitierte. So ging der erste Durchgang mit 12:15 verloren, der zweite mit 9:15.

Die drei Gruppensieger Moritz Pohlmann/Johannes Nottbeck, Thomas und Andreas Lülff und Florian Müller/Niclas Frauenheim blieben in den Gruppenspielen ohne Niederlage bei jeweils einem Unentschieden.

Das Viertelfinale war dann Endstation für Lülff/Lülff, die 0:2 (10:15, 10:15) gegen Lennard Foraita (TV Jahn Rheine) und Lars Ehrhardt (TV Ratinen) verloren, die in der Gruppe C nur Dritter geworden worden waren. Moritz Pohlman/Johannes Nottbeck setzten sich mit 2:0 (15:13, 15:6) gegen den Dritten der Gruppe D, Jan Rutemöller und David Fuß, durch. Spannender verliefen die beiden anderen Viertelfinalbegegnungen. Müller/ Frauenheim gingen gegen Alexander Wunder und Eduard Rau ebenso über drei Sätze (13:15, 15:12, 15:7) wie Lucas Dymek/Julian Udvani gegen Pascal Teupen/Till Hufschmidt (16:14, 8:15, 15:3).

Spannend ging es auch weiter, denn sowohl bei beiden Halbfinalbegegnungen als auch im Finale musste ein Entscheidungssatz gespielt werden.

Im ersten Halbfinale, in dem Pohlmann/Nottebeck und Foreita/Ehrhard aufeinandertrafen, gab es reichlich interessante Szenen am Netz und auch spektakuläre Abwehraktionen. Nachdem der Sieger von 2016 den ersten Satz mit 15:10 gewonnen, hatte er im zweiten Spielabschnitt mit 14:16 das Nachsehen. Im dritten Satz gab es dann für den späteren Gesamtsieger beim 15:6 keinerlei Probleme.

Im zweiten Halbfinale wurde der erste Durchgang erst in der Verlängerung entschieden. Müller/Fraunheim hatten mit 16:14 die Nase vorn. Aber auch Dymek/Udvarsi glichen durch ein 15:10 aus. Der dritte Satz war offen, ging mit 15:11 an Müller/Frauenheim.

Im Finale wurden Pohlman/Nottebeck die besseren Chancen ausgerechnet. Doch im ersten Satz hatten sie mit 13:15 das Nachsehen. Sie glichen aber durch ein 15:12 im zweiten Durchgang aus und verbuchten auch den Entscheidungssatz mit 15:9 für sich.

Nicht nur vom Wetter her waren es bei der Auftaktveranstaltung optimale Beachverhältnisse. Lediglich in den Spielpausen froren einige Spieler/innen. Von den Aktiven wurde das ganze Ambiente wieder gelobt. „Gute Orga, gute Orga“; sangen sie, als sie sich verabschiedeten. Dirk Altekruse vom TV Hohne und Dieter Garnholz vom Förderverein Lienener Hallen-Freibad sowie ihr Helferstab leisten Jahr für Jahr hervorragende Arbeit. „Es war ein schönes und wie immer gutes Turnier. Für uns gab es viele gute Spiele.“, verteilte Bianca Hummelt aus dem Siegerteam Komplimente. „Bei dem ausgeglichenem Niveau war es schon sehr anstrengend. Für einen D-Cup waren es sehr gute Spiele. Auch in diesem Jahr war die Organisation super.“, war auch Johannes Nottebeck aus dem Siegerteam der Herrenkonkurrenz bestens zufrieden.

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