Fußball: 3. Liga
Die Rückkehr des Rückkehrers

Lotte -

Bei der 0:2-Niederlage gegen die SG Sonnenhof Großaspach am dritten Spieltag hat Jeron Al-Hazaimeh sein Saisondebüt für den schwach in die Saison gestarteten Fußball-Drittligisten Sportfreunde Lotte gefeiert. Die Partie am 4. Spieltag bei Preußen Münster wird für den 26-Jährigen eine besondere. Denn der Verteidiger kehrt am Montag an seine alte Wirkungsstätte zurück.

Sonntag, 12.08.2018, 20:50 Uhr

Für Lottes Jeron Al-Hazaimeh gibt es nach seiner Rückkehr ans Autobahnkreuz heute Abend ein Wiedersehen der besonderen Art.
Für Lottes Jeron Al-Hazaimeh gibt es nach seiner Rückkehr ans Autobahnkreuz heute Abend ein Wiedersehen der besonderen Art. Foto: Jörg Wahlbrink

Nachdem Al-Hazaimeh 2016 mit Lotte aus der Regionalliga in die 3. Liga aufgestiegen war, wechselte der flexibel einsetzbare Verteidiger zu den Preußen und unterschrieb einen Zweijahresvertrag. In diesem Zeitraum absolvierte der 26-Jährige 62 Spiele für die Preußen, in denen er sechs Treffer erzielte. „Unterm Strich hatte ich eine sehr schöne Zeit in Münster“, sagt Al-Hazaimeh. „Ich habe noch viele Freunde im Team und in der Geschäftsstelle. Und ich habe dort mein erstes Profi-Tor erzielt.“

Das blieb ihm in seinem ersten Spiel für die noch sieglosen Lotter als Profi-Fußballer hingegen verwehrt. Dabei hatte der kurzfristig für den verletzten Matthias Rahn in die Startelf gerückte Al-Hazaimeh beim Elfmeter in der zweiten Halbzeit eine gute Gelegenheit dazu. „Ich habe mich sicher gefühlt und mir deswegen den Ball geschnappt. Man kann nicht sagen, dass der Torhüter gut gehalten hat. Ich habe einfach schwach geschossen“, sagte er nach dem Spiel. Trotz des vergebenen Strafstoßes attestierte ihm SFL-Trainer Matthias Maucksch eine gute Leistung. „Jeron hat ein ordentliches Spiel gemacht. Er hat Sicherheit ausgestrahlt und sich ordentlich präsentiert. Es war folgerichtig, dass er zum Elfmeter angetreten ist. Kein Vorwurf, dass er verschossen hat: Es gehört Mut dazu anzutreten.“

Das Spiel hat Al-Hazaimeh abgehakt, der Fokus liegt ganz eindeutig auf der Partie am Montag in Münster. „Ich freue mich auf das Spiel und darauf, die alten Kollegen wiederzusehen“, sagt Al-Hazaimeh. Auch mit dem im Sommer zu den Preußen gewechselten Kevin Pires-Rodrigues ist er immer noch gut befreundet. Das Duo hatte zwei Jahre zusammen in Lotte gekickt.

Dort hat sich Al-Hazaimeh nach zwei Jahre Abstinenz auf jeden Fall wieder gut eingelebt, wie er sagt. „Ich habe mich mit den Leuten immer gut verstanden. Das ging alles ziemlich schnell“, sagt der 26-Jährige, der seinem Ex-Club in diesem Jahr eine gute Rolle zutraut. „Der Großteil der Mannschaft ist zusammengeblieben. Deswegen glaube ich, dass sie einen oberen Tabellenplatz erreichen können“, sagt Al-Hazaimeh und schränkt ein: „Im vergangenen Jahr ist Münster auch gut gestartet.“

Kapitän Adam Straith fällt aus

Ohne Kapitän Adam Straith müssen die Sportfreunde Lotte am Montag die Fahrt nach Münster (19 Uhr, Preußenstadion) antreten. „Er hat Probleme im Knie und kann definitiv nicht spielen“, bedauert SFL-Coach Matthias Maucksch. Ob Matthias Rahn, der schon am Mittwochabend beim 0:2 gegen Großaspach passen musste, einspringen kann, soll das Abschlusstraining entscheiden. Darüber hinaus fallen weiterhin Tim Wendel (Muskelfaserris) und Alexander Langlitz (Innenbanddehnung aus. Auch die Neuzugänge Toni Stelzer (muskuläre Probleme wie Rahn) und Danny Breitfelder (Innenbandriss) sind nicht einsatzfähig. Mit einem Punkt wäre Maucksch unter diesen Umständen zufrieden: „Das unterschreibe ich sofort!“ Er hoffe, dass alle aus der ordentlichen zweiten Hälfte gegen Großaspach etwas mitgenommen haben. Piossek und Lindner könnten diesmal in der Startelf stehen. Beide sorgten zuletzt für viel frischen Wind.

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