Fußball: 3. Liga
Gab zu hartes Training den Ausschlag für Spielersuspendierung bei SF Lotte?

Lotte -

Gespielt wird am Sonntag ab 13 Uhr im Frimo-Stadion gegen den Halleschen FC. Das ist sicher. Wer die Sportfreunde Lotte auf dem Platz vertreten wird und wie sich die Mannschaft präsentiert, dagegen nicht. Wie konnte es soweit kommen, gab es einen Auslöser für die Chaostage am Autobahnkreuz?

Donnerstag, 23.08.2018, 20:54 Uhr
Veröffentlicht: Donnerstag, 23.08.2018, 00:00 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Donnerstag, 23.08.2018, 20:54 Uhr
Aufsichtsratsvorsitzender Hans-Günter Beyer, Cheftrainer Matthias Maucksch und Lottes Sportlicher Leiter Manfred Wilke (von links) kamen einvernehmlich zu der Entscheidung, die vier Spieler zu suspendieren.
Aufsichtsratsvorsitzender Hans-Günter Beyer, Cheftrainer Matthias Maucksch und Lottes Sportlicher Leiter Manfred Wilke (von links) kamen einvernehmlich zu der Entscheidung, die vier Spieler zu suspendieren. Foto: Alfred Stegemann

Gespielt wird am Sonntag ab 13 Uhr im Frimo-Stadion gegen den Halleschen FC. Das ist sicher. Wer die Sportfreunde Lotte auf dem Platz vertreten wird und wie sich die Mannschaft präsentiert, dagegen nicht. Wie konnte es soweit kommen, gab es einen Auslöser für die Chaostage am Autobahnkreuz? Darüber kann nur spekuliert werden.

Bereits vor längerer Zeit hat Trainer Matthias Maucksch den schlechten körperlichen Zustand eines Großteils der Mannschaft bemängelt. Um den Fitnesszustand zu verbessern, ließ er entsprechend trainieren, setzte mehr und intensive Einheiten an. Das traf bei den Spielern nicht unbedingt auf Gegenliebe. Schon kurz nach Saisonstart sollen sich erste Gräben aufgetan haben, auch wenn stets zu hören war, dass das Mannschaftsgefüge passe.

Ausbleibende Erfolge, nach vier Punktspielen ist Lotte noch sieglos, sorgten nicht gerade für eine Entspannung. Auch verschiedene Darstellungen von Verletzungen der Spieler sorgten für Verwunderung. Ob einige Profis gegen den Trainer gearbeitet, gar versucht haben, die Autorität des Trainers zu unterwandern, lässt sich nicht belegen.

Mehrfach hatte sich die sportliche Leitung zuletzt mit Vereinsvertretern darüber ausgetauscht, welche Maßnahmen ergriffen werden könnten, um dem Misserfolg entgegenzusteuern. Das Fass zum Überlaufen gebracht hat schließlich der peinliche Auftritt im Verbandspokalspiel in Rödinghausen (2:3).

Am Donnerstag spitzte sich die Lage weiter zu. Das Trainerteam hatte Nico Neidhart Alexander Langlitz, Maximilian Oesterhelweg und Tim Wendel als Störenfriede ausgemacht, die daraufhin suspendiert wurden. Vom Spielerstreik wurden die Verantwortlichen dann wohl überrascht. Ende offen.

Nach den vielen Trainerwechseln in der vergangenen Saison – gleich vier Übungsleiter hatten das sportliche Sagen – war Lotte bundesweit in die Negativschlagzeilen gerauscht. Deshalb wollten Manfred Wilke und Co. jetzt ein Zeichen setzen und ganz bewusst dem Trainer den Rücken stärken. Lieber Teile der Mannschaft opfern, als wieder einen Coach zu entlassen, lautete die Maxime. Ob es die richtige Entscheidung war? Die kommenden Wochen werden es zeigen.

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