Fußball: 3. Liga
VfL Osnabrück beim 0:1 gegen Karlsruhe im Pech

Osnabrück -

Der VfL Osnabrück hat einen neuen Startrekord in der 3. Liga verpasst. Sechs Mal waren die Lila-Weißen unbesiegt geblieben, am siebten Spieltag hat es sie erwischt. Mit 0:1 (0:0) musste sich der VfL am Samstagnachmittag gegen den Karlsruher SC geschlagen geben.

Samstag, 15.09.2018, 00:00 Uhr
Veröffentlicht: Samstag, 15.09.2018, 00:00 Uhr
Ulrich Taffertshofer (links) traf nur die Latte. In der Mitte Marc Heider, rechts der Ex-Osnabrücker David Pisot.
Ulrich Taffertshofer (links) traf nur die Latte. In der Mitte Marc Heider, rechts der Ex-Osnabrücker David Pisot. Foto: Mareike Stratmann

Der VfL Osnabrück hat einen neuen Startrekord in der 3. Liga verpasst. Sechs Mal waren die Lila-Weißen unbesiegt geblieben, am siebten Spieltag hat es sie erwischt. Mit 0:1 (0:0) musste sich der VfL am Samstagnachmittag gegen den Karlsruher SC geschlagen geben. Dabei waren die Hausherren mindestens ebenbürtig, haderten bei einem Latten- und einem Pfostentreffer aber mit dem Pech. So reichte der Treffer von Anton Fink in der 56. Minute zum Sieg der Gäste.

Die zeigten sich stark verbessert gegenüber der 1:3-Niederlage zuletzt gegen die Sportfreunde Lotte. Zwar stand das Bemühen, keinen Fehler zu machen, erster Stelle, die Aktionen aber waren deutlich engagierter als gegen Lotte. Dennoch hatte Osnabrück den KSC weitestgehend im Griff, blieb im Abschluss aber glücklos. „Das ist einfach bitter“, meinte Mittelfeldspieler Anas Ouahim. „Wir sind 90 Minuten die bessere Mannschaft, aber stehen mit leeren Händen da. Unser Manko ist es einfach, dass wir uns zu wenige klare Chancen erspielen. Daran müssen wir arbeiten.

Gegenüber dem 1:1 vor zwei Wochen in Halle hatte Trainer Daniel Thioune zwei Änderungen vorgenommen. Für den verletzten Keeper Nils Körber stand Philipp Kühn zwischen den Pfosten. Auf der Bank saß entsprechend Youngster Laurenz Beckemeyer. Dort fand sich auch Steffen Tigges wieder. Für ihn begann Tim Danneberg in ungewohnt offensiver Rolle als hängende Spitze.

Wenn auch der VfL das Spiel weitgehend unter Kontrolle hatte, tat sich vor beiden Toren herzlich wenig in der ersten Halbzeit. Der KSC fand offensiv so gut wie gar nicht statt. Wenig zu sehen war von den beiden Ex-Lottern Saliou Sané und Marc Lorenz, die kaum Impulse setzen konnten. Defensiv standen die Gäste dagegen sicher. Um den souveränen ehemaligen Osnabrücker Publikumsliebling David Pisot passierte nicht viel. Allerdings leisteten sich die Hausherren auch einige Abspielfehler im Aufbau. Lediglich David Blacha mit einem Distanzschuss in der 29. Minute und ein Kopfball von Marcos Alvarez nach Flanke von Baskim Renneke (42.) waren als Chancen zu notieren. Beide Mal klärte Karlsruhes Keeper Benjamin Uphoff glänzend. Ein Feuerwerk war es gewiss nicht, dass die beiden Kontrahenten abgebrannt hatten. Das 0:0 zur Pause ging in Ordnung.

Dafür begann die zweite Hälfte umso spektakulärer. Nach einer weiten Flanke von Renneke auf den zweiten Pfosten, nahm Alvarez den Ball perfekt an und leitete weiter zu Ulrich Taffertshofer, der jedoch nur die Latte traf (51.). Statt einer möglichen Führung für die Hausherren lagen aus heiterem Himmel plötzlich die Gäste in der 56. Minute vorn. Einen Freistoß von der Rechtsaußenposition passte Lorenz flach in den Strafraum. Sané ließ den Ball durch, aus dem Hinterhalt rauschte Anton Fink heran und traf aus zwölf Metern ins Netz.

Der VfL drängte fortan auf den Ausgleich. Dadurch ergaben sich Konterchancen. Um ein Haar hätte so Marc Lorenz in der 65. Minute fast zum 0:2 getroffen. Dann hätte fast ein Standard wieder zum Erfolg geführt. Alvarez hatte sich den Ball in halblinker Position gut 25 Meter vor dem KSC-Kasten zurecht gelegt. Mit seinem platzierten Schuss traf er jedoch nur den Pfosten. In den Endphase warf der VfL alles nach vorne - doch ohne Erfolg, weil viele Angriffsaktionen überhastet vorgetragen wurden und mit einem Stürmerfoul endeten. So stand unter dem Strich die erste Saisonniederlage.

VfL Osnabrück: Kühn - Renneke, Susac (88. Tigges), Trapp, Engel - Blacha, Danneberg, Taffertshofer - Ouahim (82. Pfeiffer), Danneberg (63. Farrona Pulido), Heider - Alvarez.

Karlsruher SC: Uphoff - Thiede, Gordon, Pisot, Roßbach - Choi (70. Röser), Stiefler, Wanitzek, Lorenz (90.+2 Jansen) - Fink (84. Hanek), Sané.

Tore: 0:1 Fink (56.) . - Schiedsrichter: Jonas Weickenmeier (Frankfurt). - Gelbe Karten : Ouahim, Susac - Thiede, Gordon. - Zuschauer: 9051.

Trainerstimmen:

Alois Schwarz (Karlsruher SC): „Nach den zuletzt turbulenten 14 Tagen und der Niederlage gegen Lotte haben wir einiges aufgearbeitet. Wir wollten Stabilität in unser Spiel bekommen. Das haben wir geschafft. Allerdings haben wir in der ersten halben Stunde viele falsche Entscheidungen getroffen. So hatte der VfL mehr Ballbesitz, daraus geworden ist aber auch nichts. In der zweiten Halbzeiten wollten wir mutiger spielen, haben das auch umgesetzt. Der Knotenlöser war dann ein Standard, ein alter Trick zwar, aber er hat funktioniert. Von Osnabrück war aus dem Spiel heraus nicht viel zu sehen. Eigentlich müssen wir viel früher den Deckel drauf machen.“

Daniel Thioune (VfL Osnabrück): Meine Mannschaft hat die Partie gut angenommen, wir sind gut rein gekommen, waren oft im Rücken des Gegners. Aber mit dem letzten Ball sind wir einfach nicht sauber genug umgegangen. In der ersten Halbzeit waren wir die spielbestimmende Mannschaft, ohne Kapital daraus zu schlagen. Nach dem Wechsel wollten wir die Intensität erhöhen, wollten aktiver sein. Der Standard zum 0:1 war gut gemacht. Wir hatten danach einige Chancen, es war mehr drin. Aber wir haben aus unseren Feldvorteilen keinen Kapital geschlagen. Jetzt sind wir wieder auf den Boden der Tatsachen angekommen. Das war bereits der fünfte Gegentreffer nach einem Standard. Daran müssen wir arbeiten. Wir sind sicherlich nicht der verdiente Verlierer, sondern Karlsruhe der glückliche Sieger.“

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