Fußball: 3. Liga
VfL Osnabrück hadert nach KSC-Pleite mit dem Pech

Osnabrück -

Ärger und Enttäuschung waren groß beim VfL Osnabrück – nicht nur wegen der ersten Saisonniederlage, sondern weil das 0:1 gegen den Karlsruher SC ebenso vermeidbar war wie das Tor des Tages durch einen simplen, aber wirkungsvollen Freistoßtrick aus der Mottenkiste.

Montag, 17.09.2018, 17:14 Uhr
Veröffentlicht: Montag, 17.09.2018, 00:00 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Montag, 17.09.2018, 17:14 Uhr
Die VfL-Abwehr stand insgesamt sehr sicher. Hier klären Adam Susac und David Blacha vor dem Ex-Lotter Saliou Sané.
Die VfL-Abwehr stand insgesamt sehr sicher. Hier klären Adam Susac und David Blacha vor dem Ex-Lotter Saliou Sané. Foto: Mareike Stratmann

Ärger und Enttäuschung waren groß beim VfL Osnabrück – nicht nur wegen der ersten Saisonniederlage, sondern weil das 0:1 gegen den Karlsruher SC ebenso vermeidbar war wie das Tor des Tages durch einen simplen, aber wirkungsvollen Freistoßtrick aus der Mottenkiste. Der VfL war über weite Strecken die überlegene und aktivere Mannschaft gegen einen passiven, risikoscheuen KSC, der wohl früh mit einem 0:0 zufrieden gewesen wäre.

Doch dann traf Routinier Anton Fink nach einem Freistoß in der 56. Minute. Erst danach ergaben sich herausgespielte Chancen für den KSC, der bis zuletzt unter Druck stand, sich dabei auf eine disziplinierte Abwehrreihe mit dem starken Torwart Benjamin Uphoff und dem soliden Ex-Osnabrücker David Pisot stützte.

Die VfL-Defensive ließ wenig Karlsruher Möglichkeiten zu; der Zwölf-Tore-Pack aus den beiden Testspielen in der Woche zuvor zeigte keine Wirkung. Im Spiel nach vorn baute die Mannschaft vor allem in der ersten halben Stunde gut auf, doch daraus entstanden zu wenig Möglichkeiten. Wie es geht, zeigte der VfL bei seinen beiden größten Chancen: Sowohl dem nicht optimal platzierten Kopfball von Marcos Álvarez (42.), den Uphoff aus dem Winkel holte, als auch dem gekonnten 16-Meter-Schuss von Ulrich Taffertshofer (52.), der an der Latte landete, waren gut vorgetragene Angriffe vorausgegangen.

Davon braucht es mehr, damit der VfL sich nicht allein auf gute Standards verlassen muss. Sechs der zehn Saisontreffer fielen nach Ecke, Freistoß oder per Elfmeter. Fast wäre dieses Mittel auch am Samstag der Rettungsanker gewesen, doch Álvarez traf mit einem Freistoß den Pfosten (70.).

Doch das wird auf der Strecke der Saison nicht reichen, auch wenn verblüffend viele Tore in der 3. Liga bislang aus Standards erzielt worden sind. Besorgniserregend ist, dass alle fünf Gegentreffer des VfL aus Freistößen oder Ecken resultierten. „Die meisten davon waren zu verhindern“, sagt Thioune, der sich intensiv mit dieser Häufung beschäftigt. Seine These: „Die 3. Liga ist extrem eng, defensiv haben viele Mannschaften etwas drauf. Dagegen reicht es oft nicht, was die Qualität im Spiel nach vorn angeht – deshalb haben Standards so eine Bedeutung.“

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