Fußball: 3. Liga
VfL Osnabrücks Mittelfeldspieler Anas Ouahim: „Drei Punkte ein super Geschenk“

Osnabrück -

Anas Ouahim strahlte, und das aus doppeltem Grund: Der flinke Flügelflitzer stand in Zwickau nicht nur zum achten Mal in der Startelf, sondern feierte am Sonntag auch seinen 21. Geburtstag. Da machte der 1:0-Sieg beim FSV gleich doppelt Spaß.

Montag, 24.09.2018, 18:20 Uhr
Veröffentlicht: Montag, 24.09.2018, 00:00 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Montag, 24.09.2018, 18:20 Uhr
Torschütze Bashkim Renneke, Innenverteidiger Maurice Trapp und Geburtstagskind Anas Ouahim durften sich auch in Köln nach dem 1:0-Sieg feiern lassen.
Torschütze Bashkim Renneke, Innenverteidiger Maurice Trapp und Geburtstagskind Anas Ouahim durften sich auch in Köln nach dem 1:0-Sieg feiern lassen. Foto: Mareike Stratmann

Beim Frühstück im Hotel hatten die Mitspieler für ihn gesungen. „Und ich habe gesagt, dass es ein super Geschenk wäre, wenn wir die drei Punkte mitnehmen würden“, verriet Ouahim. „Wir haben ihm ein passendes Geschenk gemacht, und er sich als Teil der Mannschaft natürlich auch“, freute sich Tim Danneberg. „Es war ein runder Tag für uns“, befand der Routinier, der wusste, wer großen Anteil daran hatte: „Dass es so ein Sonntagsschuss von Bashkim ist, durch den wir gewinnen, ist umso schöner.“ Der freute sich: „Ich wollte genauso schießen. Es gehört aber auch eine Portion Glück dazu, dass der Ball genau so einschlägt“, sagt Renneke.

Die Basis für den Sieg legte der VfL mit einer konzentrierten Defensivarbeit. „Wir haben hinten alles weggenommen“, war Maurice Trapp zufrieden. „Ich glaube, es war spielerisch und kämpferisch das beste Spiel, das wir bislang gemacht haben.“ Auch Trapp hatte Chancen: Zwei Kopfbälle und ein Volleyschuss fanden nicht ins Tor, „aber die Chancen muss man auch erst mal haben“, sah der Innenverteidiger Belege für ein gutes Offensivspiel. „Wir hatten viele gute Chancen. Wenn es etwas zu kritisieren gab, dann war es die Ausbeute. Aber das ist mir auch egal. Hauptsache, wir haben gewonnen“, sagte Trapp.

Für Joe Enochs gab es viele nette Worte, aber die große Genugtuung blieb Zwickaus Trainer gegen seinen Ex-Club versagt. „Ich hätte gerne gegen Osnabrück gewonnen“, sagte der 47-Jährige mit bittersüßem Lächeln.

Konstantin Engel wartete nach dem Spiel im Kabinentrakt, Marcos Álvarez und Kamer Krasniqi hatten ihren Ex-Trainer vor dem Anpfiff herzlich begrüßt. Der Osnabrücker Fanblock feierte den VfL-Rekordspieler nach Spielschluss mit Sprechchören. „Das hat mich sehr gefreut und ist eine schöne Geschichte. Dann weiß ich, dass ich doch nicht so blind bin, wie ihr alle sagt“, sagte Enochs zu den Journalisten in der Pressekonferenz. Ganz verwunden hat er den Abschied im Oktober 2017 offenbar noch nicht.

„Aber ich bin gerne hier in Zwickau“, erklärte der US-Amerikaner. Sportlich räumte er nach dem Wiedersehen mit dem Ex-Club und dem vierten sieglosen Spiel in Serie ein: „Die Niederlage war verdient, gar keine Frage. Sie war bitter, aber wir werden wieder aufstehen.“

Der Sieg in Zwickau sei wichtig gewesen, „um oben dranzubleiben“, sagte VfL-Kapitän Marc Heider. „Wir haben aber schon wahnsinnig viel Aufwand betrieben und uns für ein sehr gutes Spiel belohnt. Die Tabelle ist noch sehr, sehr unwichtig, aber Siege geben Selbstvertrauen.“

Am Mittwoch wollen die Lila-Weißen die Bremer Brücker gegen Fortuna Köln wieder zum Beben bringen. „Dann versuchen wir, den nächsten Sieg mitzunehmen“, gab Ouahim als nächstes Ziel aus, der im Mannschaftsbus die Regeneration statt einer Geburtstagsfeier vorzog: „Wir feiern nur in Maßen. Es geht am Mittwoch weiter. Darauf fokussieren wir uns schon auf der Rückfahrt.“

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