Fußball: Bezirksliga 12
SCP-Trainer Sebastian Ullrich nach 2:3 gegen Burgsteinfurt stark angefressen

Lengerich -

War es das? Total angefressen verließ am Sonntagnachmittag Sebastian Ullrich, Trainer des SC Preußen Lengerich, die Pressekonferenz nach dem mit 2:3 verlorenen Heimspiel gegen Spitzenreiter SV Burgsteinfurt. Der Trainer scheint angezählt. Ob er selbst die Brocken hinschmeißt oder der Club die Notbremse zieht, bleibt abzuwarten.

Sonntag, 07.10.2018, 18:14 Uhr
Veröffentlicht: Sonntag, 07.10.2018, 18:12 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Sonntag, 07.10.2018, 18:14 Uhr
Martin Fleige (links) gab Preußen Lengerich mit seinem Tor zum 1:3 neue Hoffnung im Spiel gegen Spitzenreiter SV Burgsteinfurt. Am Ende reichte es nicht mehr ganz - 2:3 endete die Partie..
Martin Fleige (links) gab Preußen Lengerich mit seinem Tor zum 1:3 neue Hoffnung im Spiel gegen Spitzenreiter SV Burgsteinfurt. Am Ende reichte es nicht mehr ganz - 2:3 endete die Partie.. Foto: Uwe Wolter

Das knappe Ergebnis täuscht über die gezeigte Leistung doch ein wenig hinweg. Nach knapp einer halben Stunde sah es nach einem weiteren Heimdebakel für die Lengericher aus. Im Duell zweier Landesligaabsteiger waren die Burgsteinfurter von Beginn an dominant und drückten die Gastgeber hinten rein. Schon in der 13. Minute wurde die Preußen-Abwehr bilderbuchmäßig ausgespielt und Max Hollermann hatte keine Mühe zum 1:0 einzuschieben. Sechs Minuten später traf Lars Kormann nur das Außennetz. In der 23. Minute war Mx Feldhues zur Stelle und traf von der linken Seite ins kurze Eck – 2:0.

Burgsteinfurt diktierte mit gut durchdachten Angriffen das Spiel. Lengerich konnte sich kaum befreien, geschweige denn nach vorne so etwas wie Torgefahr ausströmen. Im Gegenteil, der Spitzenreiter schlug in der 35. Minute ein drittes Mal zu. Hollermann setzte sich auf der rechten Seite wunderbar durch und legte Thomas Artmann den Ball perfekt vor. Der ließ sich die Chance nicht nehmen – 3:0.

Es deutete sich ein Debakel an. Aber dann kam ein Bruch ins Spiel. SCP-Coach Ullrich „drehte an den Stellschrauben“, wie sich Gästecoach Christoph Klein-Reesink hinterher ausdrückte. Mit David Markaj und Sahin Günana brachte Ullrich zwei neue Kräfte und prompt fiel das 1:3. Martin Fleige (37.) bewies wieder einmal seinen Torriecher. Plötzlich lief es nicht mehr bei Burgsteinfurt. „Hey, ihr guckt ja nur noch zu“, versuchte Klein-Reesink seine Männer zu wecken. Bis zur Pause blieb es jedoch beim 1:3.

Wir können froh sein, dass wir nicht vier, fünf kriegen.

Sebastian Ullrich

Hälfte zwei begann mit einer Glanztat von SCP-Schlussmann Tim Kipp bei einem Hollermann-Kopfball (55.). Auf der anderen Seite brachte sich Fleige (62.) mit einem Kopfball in Erinnerung. Die Preußen durften sich mehrfach bei ihrem Torwart bedanken, dass dieser sie mit seinen Paraden im Spiel hielt. Als dann auch noch recht glücklich durch ein Eigentor – Fleige war wieder involviert – das 2:3 fiel, schien alles wieder offen. Doch in der hektischen Schlussphase fiel auf keiner Seite ein weiteres Tor. Die Preußen sind damit weiterhin Tabellenletzter mit jetzt schon fünf Punkten Rückstand auf das rettende Ufer.

„Die Wechsel haben nicht unbedingt dazu beigetragen, dass unser Spiel besser wurde. Burgsteinfurt hat zehn, 15 Prozent weniger gemacht. Wir können froh sein, dass wir nicht vier, fünf kriegen. Wir machen aus einer Torchance zwei Tore. Wir haben hoch verdient verloren“, sagte Ullrich nach dem Spiel.

Am kommenden Mittwoch (19 Uhr) sind die Preußen im Kreispokal beim TGK Tecklenburg gefordert. Ob Ullrich dann noch Chefcoach sein wird, scheint nach dem gestrigen Spiel offen. Das nächste und vielleicht schon richtungsweisende Punktspiel bestreiten die Lengericher am kommenden Sonntag beim Tabellendreizehnten Ibbenbürener SV.

► Tore: 0:1 Hollermann (13.), 0:2 Feldhues (23.), 0:3 Artmann (35.), 1:3 Fleige (40.), 2:3 Eigentor (72.).

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